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Kategorie: 2.1-Surroundsets, Mobile sonstiges, Kopfhörerverstärker
20.10.2015

Systemtest: FiiO X5, FiiO Mont Blanc E12

Energisches Doppelpack

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Michael Bruss
Michael Bruss

Gegen die (so wahrgenommene) Marktübermacht von Apples iPods und den Smartphone- Universaltalenten schickt FiiO den reinen Musikplayer X5 ins Rennen. Unterstützung erhält er vom puristischen Verstärker E12.


Ich gebe es zu: Ich bin, auch wenn es um Musikplayer geht, Apple-Fan. Nicht unbedingt aus klanglicher Sicht, aber weil die Teile gut aussehen, sich 1A bedienen lassen, im in sich geschlossenen Apple-Ökosystem alles einfach und problemlos funktioniert, Soft- und Firmware-Updates oft schon im Hintergrund laden und ohne Pipapo funktionieren. Das ist elegant und schont die Nerven. Dabei bleibt durchaus manchmal etwas an Funktionalität und Flexibilität auf der Strecke, aber immerhin kann man als Kunde ja auch auf Alternativen umsteigen, so man denn will. FiiO schickt eine solche Alternative ins Rennen, und zwar den X5. Der sieht nicht nur schick aus, sondern ist auch wertig gefertigt und liegt satt und angenehm schwer in der Hand. Für die Hosentasche ist er aber fast schon ein wenig zu groß, insbesondere, wenn man ihn mit dem Kopfhörerverstärker Montblanc E12 mittels des eigens dafür erhältlichen Stack-Sets (13 Euro) zusammenschnürt. Letzterer ist ein puristischer Verstärker, der allein für den (besseren) Klang zuständig ist. 

Das kann der X5


Der neue FiiO-Player spielt alle gängigen Formate mit bis zu 192 kHz/24 Bit ab. Damit schielt man eindeutig auch auf die audiophile Kundschaft. Ein Texas-Instruments- Wandlerchip vom Typ PCM1792A und ein Dual-Core-Prozessor kümmern sich um die Signalverarbeitung. Der X5 kann auch nur als DAC direkt am PC angeschlossen und genutzt werden. Ein interner Speicher ist nicht vorhanden, die Musikdateien speichert man auf (nicht mitgelieferten) MicroSD-Karten. Zwei entsprechende Slots finden sich am unteren Ende des Players, die Karten dürfen bis zu jeweils 64 GB fassen. Anschlussseitig finden über 3,5-mm-Klinkenbuchsen ein Kopfhörer, ein Line- Gerät und ein D/A-Wandler Zugang. Aufgeladen wird der X5 ebenso wie der E12 über Micro-USB. Das dauert angesichts der großen Akkukapazitäten am Rechner allerdings recht lange, daher empfiehlt FiiO die Nutzung eines USB-Netzteils. Die Ausstattung des E12 ist übersichtlich: Kopfhörerausgang, Line-out, Lautstärkeregelung und Bass- Boost-Schalter – damit hat es sich, sieht man von der über beiliegende Jumper zu aktivierenden Gain-Erhöhung um 16 dB und einer (laut FiiO) die Räumlichkeit verbessernden Crossfeed-Schaltung ab. Der Lautstärkeregler ist solide und läuft mit sattem Widerstand – im Gegensatz zum Scrollwheel des X5, mit dem ich irgendwie nicht wirklich warm werde. Es fühlt sich seltsam unpräzise an. Auch die Belegung der vier diagonal-kreuzförmig angebrachten Drucktasten ist nicht selbsterklärend. Das Display dagegen überzeugt mit ausreichend Auflösung (400 x 360 Pixel) und kontrastscharfer Abbildung. 

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Preis: um 400 Euro

FiiO X5

Oberklasse

3.5 von 5 Sternen

10/2014 - Michael Bruss

Preis: um 145 Euro

FiiO Mont Blanc E12

Oberklasse

4.0 von 5 Sternen

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