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Kategorie: Micro-Anlagen
20.10.2015

Einzeltest: Kenwood M-7000S-B

Hifi-Mini-Alleskönner

Micro-Anlagen Kenwood M-7000S-B im Test, Bild 1
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Praktisch sind sie schon, die kompakten All-in-One-Anlagen. Aber seien wir einmal ehrlich: So richtig Stereo geht eben nur mit zwei Boxen, die eine gewisse Basisbreite erzeugen.

Micro-Anlagen Kenwood M-7000S-B im Test, Bild 2Micro-Anlagen Kenwood M-7000S-B im Test, Bild 3Micro-Anlagen Kenwood M-7000S-B im Test, Bild 4Micro-Anlagen Kenwood M-7000S-B im Test, Bild 5Micro-Anlagen Kenwood M-7000S-B im Test, Bild 6Micro-Anlagen Kenwood M-7000S-B im Test, Bild 7Micro-Anlagen Kenwood M-7000S-B im Test, Bild 8Micro-Anlagen Kenwood M-7000S-B im Test, Bild 9Micro-Anlagen Kenwood M-7000S-B im Test, Bild 10
Optimal ist also ein Universalgerät mit vielen Funktionen und dazu zwei anständige Lautsprecher: Voilà, die Kenwood M-7000SEin Argument habe ich noch vergessen: Den Preis. Und der ist bei der Kenwood-Anlage mehr als verführerisch: Nicht einmal 300 Euro für ein komplettes Stereosystem mit einer fast schon unübersichtlichen Anzahl von Abspielmöglichkeiten und vollwertigen 2-Wege-Bassreflexboxen. Für noch einmal 50 Euro mehr bekommt man übrigens die M-9000S mit noch etwas mehr Ausgangsleistung und größeren Lautsprechern – allemal eine ebenfalls sehr faire Preisgestaltung.     
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Technik  


Zweimal 30 Watt sind es bei unserer Testanlage – mehr als genug für die kleinen Boxen, die aber eine angesichts ihrer Größe recht gute Tieftonwiedergabe zeigen. Und dann man noch zwischen 5 verschiedenen Klang-Presets durch einen umschaltbaren Equalizer wählen.  Die Leistung erzielt der eingebaute Verstärker der M-7000 auch in unseren Labormessungen – die 30 Watt werden bei der angegebenen Impedanz der Lautsprecher des Sets bei einem Gesamtklirr von 0,7% erreicht. Dieser Grenzwert ist aber nicht das Wichtige: Auch, wenn 30 Watt nicht nach viel klingt, so reicht doch die damit erzielte Lautstärke allemal aus, um vom menschlichen Gehör als deutlich zu laut empfunden zu werden. Das wirklich Interessante ist das Klirrverhalten des Verstärkers in dem Lautstärkebereich, in dem man sich im normalem Umgang mit der Anlage aufhält. Und hier liegen wir mit Werten von unter 0,05% in einem sehr guten Bereich der auch einem „großen“ Hifi-Verstärker gut zu Gesicht stehen.  Blicken wir einmal auf die Rückseite der M-7000S: Hier geht es übersichtlich zu. Neben den Anschlüssen für die Lautsprecher gibt es noch eine Antennenbuchse für UKW-Radio und eine 3,5mm-Klinkenbuchse für eine externe Analogquelle. Das mag auf den ersten Blick etwas mager erscheinen, ist aber angesichts der großen Anzahl von Quellen, die die M-7000S intern oder über drahtlose Anschlüsse bietet, mehr als genug.  


Ausstattung

   
Da wäre neben dem guten alten UKW-RDS-Radio noch ein DAB+-Empfänger. Für beide Radio-Betriebsarten stehen jeweils 20 Stationsspeicher zur Verfügung. Die Senderspeicherung kann der Benutzer manuell vornehmen oder lässt sich die Arbeit von der sehr gut funktionierenden Suchlauffunktion abnehmen. Radio höre ich, ehrlich gesagt,  an unserem Standort mitten in  Duisburg und vor allem im Schatten einer großen Stahlbrücke über den Rhein-Herne-Kanal nicht so gerne, weil der Empfang vieler Geräte dadurch eingeschränkt wird. Nicht so bei der Kenwood M-7000S: Deren Empfangsleistungen können wir auch an unserem ungünstigen Standort nur als sehr gut bezeichnen. Damit steht die Anlage ein bisschen in der Tradition der legendären Kenwood-High-End-Tuner der 70er und 80er Jahre.  In Sachen moderner Wiedergabetechnik steht ein USB-Anschluss für die Wiedergabe von Stick oder externer Festplatte zur Verfügung – noch eleganter geht das freilich drahtlos über das Smartphone, das Tablet oder den PC via Bluetooth, das mit dem modernen und klangstarken Protokoll A2DP arbeitet.  A propos drahtlos: Die M-7000S lässt sich komfortabel über die beiliegende Fernbedienung oder übers Smartphone mit der Kenwood-UNDOK-App steuern. Und noch mehr Funkverbindungen stehen zur Verfügung: Die wirklich smarte Micro-Anlage kommuniziert auch per WiFi mit der Außenwelt: Internetradios und Podcasts werden so ebenso leicht als Quelle eingebunden und können auf weiteren 40 Feststationen eingespeichert werden. Da natürlich bei weitem mehr Internet-Radiostationen zur Verfügung stehen, ist hier der Anwender selbst bei der Auswahl und Speicherung der Stationen gefragt, aber nachdem man diese Fleißaufgabe einmal erledigt hat, kann man sehr komfortabel und schnell seine Sender aufrufen.  Über Spotify Connect ist auch schon die Musikwiedergabe über einen der wichtigsten Streaming-Anbieter eingebunden. Möchte man am Gerät selbst etwas einstellen, geht das auch: Die wichtigsten Funktionen stehen über eine gut zugängliche Tastenleiste an der Oberkante der Front  zur Verfügung. Für die ausreichende Versorgung mit Informationen sorgt ein Display in der Front des Geräts. Man mag auf den ersten Blick meinen, dass dieses die volle Breite der darunter liegenden CD-Schublade einnimmt, aber das wäre bei dem Preis wohl nicht drin gewesen und die vorhanden Größe reicht auch völlig aus. Zu guter Letzt noch eine Funktion, die wir Hifi-Redakteure gerne unterschlagen, die aber dennoch für viele Anwender, die so eine Anlage in ihrem Schlafzimmer aufstellen, recht wichtig ist: Es gibt wie früher in den sogenannten Uhrenradios eine digitale Zeitanzeige mit Wecker und Sleep-Funktion: Das Wecken mit der Lieblingsmusik ist also jederzeit möglich.   

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Praxis  


Und wie klingt das Ganze? Nun, vor dem Klang haben die Götter das Setup gesetzt, das im Falle der M-7000S erfreulich zügig vonstatten geht: Nach dem Zugang zum Wifi-Netzwerk muss man nur noch die Stationstasten belegen und kann sich dann ganz der Musik hingeben. Ob nun von CD, USB-Stick oder drahtlos: Ich kann der Kenwood M-7000S nur eine angesichts der Größe wirklich souveräne Klangqualität attestieren. Der oben bereits erwähnte Vorteil der richtigen Stereo-Anlage kommt voll zum Tragen: Hier gibt es ein wirklich breites Stereo-Panorama mit verblüffend räumlicher Wiedergabe. Dazu kommt ein solides Bassfundament der beiden Reflex-Lautsprecher, die von wandnaher Aufstellung noch weiter profitieren. Seinen persönlichen Klang kann man mit dem umschaltbaren Equalizer schnell finden und sich dann ganz dem Musikgenuss hingeben. Tatsächlich sind die eingebauten Presets sehr praxisgerecht und gut brauchbar – auf gnadenlose Übertreibung hat man hier verzichtet, sondern eher feine Klanganpassungen gemacht. Ich würde ohnehin empfehlen, die Equalizer-Einstellungen nicht nach dem jeweils gehörten Musikstil auszusuchen, sondern das Preset zu suchen, dass im eigenen Hörraum am besten klingt und die Einstellung dann auch so zu lassen. Tatsächlich kann man dann schon mit dieser Anlage für knapp 300 Euro auf einem sehr hohen Niveau Musik hören – sogar der anspruchsvolle Klassik-Fan wird Gefallen am erwachsenen Klang der kleinen Kenwood finden – ich jedenfalls habe es getan!

Fazit

Überreich ausgestattete Micro-Anlage mit verblüffend großem Klang.

Preis: um 300 Euro

Kenwood M-7000S-B

Oberklasse

5.0 von 5 Sternen

-

Ausstattung

 
Preis (in Euro) 300 
Vertrieb: JVC Kenwood Deutschland 
Telefon: 06101 49880 
Internet: www.kenwood.de 
Ausführung: Schwarz, Silber 
Abmessungen (H x B x T in mm) Anlage 115/200/260 
Abmessungen (H x B x T in mm) Boxen 200/135/220 
Gewicht (in Kg):
Quellen CD-Player, Bluetooth, Spotify Connect FM Radio, DAB+, WiFi, MP3 über USB 
Anschlüsse Anlage Klinke 3,5-mm, USB, Lautsprecher, Kopfhörer 
Bauart Lautsprecher Bassreflex 
Tiefmitteltöner (Nenndurchmesser) 100 mm 
Hochtöner 38 mm 
Garantie (in Jahre) 2 Jahre 
+ sehr guter Klang 
+ umfangreiche Ausstattung 
Klasse: Oberklasse 
Preis/Leistung: hervorragend 

Bewertung

 
Klang: 70%
Labor 15%
Praxis: 15%

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