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Kategorie: Mediacenter
20.10.2015

Einzeltest: Deutsche Telekom T-Home Media Receiver 300

Fernsehen via Internet

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TV-Empfang wurde bisher weitgehend über die klassischen Wege Antenne, Kabel oder Satellit realisiert. Mit IPTV, also dem Fernsehen via Internetprotokoll werben jetzt auch Telekommunikationsunternehmen um die Kunden.

Wir haben uns das T-Home-Paket der Deutschen Telekom für Sie angeschaut.„Fernsehen in einer neuen Generation“, lautet der Slogan, mit dem die Deutsche Telekom ihren Telefonkunden das Angebot schmackhaft machen will. Wer sich „T-Home“ nach Hause holen will, muss bestimmte technische Voraussetzungen erfüllen. Neben dem Telefonvertrag mit der Telekom ist ein DSL-Anschluss mit 16 Mbit/s Pflicht. Für monatlich 49,95 Euro kommt dann sogar noch eine Doppel-Flat für Festnetz und Internet hinzu. Die alte Telefondose wird durch den „Speedport“ erweitert, der dann PC, Telefon und den IPTV-Mediareceiver mit Signalen versorgt.
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Über 100 verschiedene Sender

T-Home bietet ein umfangreiches Angebot an TV-Programmen verschiedener Sparten. Das Basisangebot für 49,95 Euro monatlich besteht aus derzeit rund 75 Sendern. Gegen Aufpreis kann man sich zahlreiche zusätzliche Pakete wie Dokus, Kinder, Fremdsprachenprogramme, Musik oder das komplette Premiere-Paket inklusive Fußball-Bundesliga freischalten lassen. Durch eine direkte Adressierung des Teilnehmers können zudem rund 3.000 Video-on-Demand-Filme ausgewählt werden. Laut Unternehmensangaben soll das Basisangebot noch vor Weihnachten um rund 2.500 Radiosender erweitert werden.

Mediareceiver 300

Der zum Empfang notwendige Mediareceiver ist von einer Settop-Box für Satellit, Kabel und DVB-T auf den ersten Blick nicht zu unterscheiden. Die Frontseite beinhaltet Steuerungstasten, ein alphanumerisches Display – welches jedoch nur „T-Home“ und die Uhrzeit anzeigt – und eine derzeit noch nicht aktive USB Buchse. Auf der Rückseite findet man neben der LAN-Buchse zur Verbindung mit dem Speedport alle gängigen TV- und HiFi-Buchsen. Wer einen HD-ready- oder Full-HD-Fernseher hat, kann diesen sogar über HDMI versorgen. HD-Inhalte gibt es derzeit nur in ausgebauten VDSL-Gebieten. Hier hat man gegen Aufpreis Zugriff auf Premiere HD, Anixe und Discovery HD. Der Mediareceiver ist technisch dazu in der Lage, mindestens zwei – bei VDSL bis zu vier – Programme gleichzeitig zu empfangen und aufzuzeichnen. Aufgrund des von Premiere gesendeten Kopierschutzes beschränkt sich das Aufzeichnen jedoch auf die gängigen Programme. Während der Aufzeichnung kann man auch eine bereits auf der Festplatte befindliche Aufnahme anschauen. Hier merkt sich die Box sogar die zuletzt abgespielte Stelle.
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Installation und Betrieb

Nachdem alle Kabel angeschlossen sind und der Anschluss freigeschaltet ist, dauert es zunächst rund 15 Minuten, bis Senderliste, Menüs und die neueste Software eingespielt sind. Ist dieser einmalige Vorgang abgeschlossen, kann man sich durch die vorgefertigten Programme zappen und diese neu sortieren oder in eigene Favoritenlisten verschieben. Die Menüs sind übersichtlich strukturiert, und auch auf der mitgelieferten Fernbedienung findet man sich gut zurecht. Dank eingebauter 160-GB-Festplatte können TV-Sendungen auch in Abwesenheit aufgezeichnet werden. Hat man sich im Browser der Settop-Box mit seiner E-Mail-Adresse registriert, ist sogar eine Fernprogrammierung via Internet von unterwegs aus möglich. Der elektronische Programmführer enthält umfangreiche Informationen und bietet besonders für Musikliebhaber einige Zusatzfeatures. Enthält der Sendungsname jedoch zu viele Zeichen, ist der hintere Textteil abgeschnitten.

Bild und Ton

Die Bildqualität ist neben der Kabelverbindung zum TV-Gerät auch von der zur Verfügung stehenden Bandbreite abhängig. Unser Testmuster wurde an einem DSL16plus-Anschluss mit HD-ready-Fernseher getestet. Echte HD-Inhalte sind derzeit jedoch nur VDSL-Nutzern vorbehalten. Der Mediareceiver liefert im SD-Bereich eine durchweg gute Bild- und Tonqualität. Auch das Zappen zwischen den Programmen und im Teletext funktioniert sehr flott. Aufgrund des umfangreichen Senderspeichers ist eine Optionstaste wie bei Sat-Receivern nicht nötig. So werden die einzelnen Unterkanäle von Premiere alle separat aufgeführt. Über den optischen und koaxialen Digitalausgang ist die T-Home-Box auch in der Lage, gesendete AC3 Tonspuren auf die HiFi-Anlage zu übertragen.

Fazit

T-Home Entertainment macht jede Menge Spaß. Gerade diejenigen, die nicht die Möglichkeit der Sat-Schüssel-Installation haben und denen das DVBT-Angebot zu mickrig ist, bekommen mit T-Home ein umfangreiches Programmpaket. Die mitgelieferte Settop-Box arbeitet zuverlässig und bietet eine kundenfreundliche Menüstruktur. Sogar Musik und Bilder vom angeschlossenen PC lassen sich über die Mediabox auf den Fernseher navigieren. Wem das nicht reicht, der kann sich durch Zukauf individueller Programmpakete und einer riesigen Video-on-Demand-Filmbibliothek die kalten Winterabende versüßen.

Preis: um 50 Euro

Mediacenter

Deutsche Telekom T-Home Media Receiver 300

Spitzenklasse


09/2009 - Dirk Weyel

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