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Kategorie: Lautsprecher Surround
20.10.2015

Einzeltest: SW Speakers Magic Flute

SW Speakers Magic Flute

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Robert Glückshofer

Meinen Erstkontakt mit den Magic Flute hatte ich auf der High End in München: Diese Lautsprecher sahen dermaßen interessant und fremdartig aus, dass ich sie mir unbedingt genauer anschauen musste. Unmittelbar stellte sich mir ein elegant gekleideter Herr vor und fing ohne Umschweife an, die einzigartigen Tugenden dieser so seltsam aussehenden Lautsprecher zu lobpreisen.

Ich war in der Tat schon von der Formgebung und der Konstruktion an sich sehr beeindruckt – auch wenn ich zugegebenermaßen ein wenig erschrocken bin, als der freundliche Herr mich über den Kaufpreis aufklärte. Meiner Meinung nach ist es ja gerade für Lautsprecher besonders schwierig, ein sehr hohes Preisschild allein über das Preis-Leistungsverhältnis zu rechtfertigen, doch im Fall der Magic Flute hatte ich nach der fachlichen Belehrung zumindest eine vage Vorstellung davon, warum diese Klangskulpturen so viel kosten... Obwohl ein Paar auf der Messe spielte, habe ich die Magic Flutes in München nicht gehört – aber das macht nichts, denn ich versuche generell, Geräte nicht unter solchen mir unbekannten Bedingungen in kürzester Zeit zu beurteilen. Einige Wochen später jedoch rief mich ein Freund aus Dänemark an und versicherte mir, dass die Magic Flutes äußerst interessant seien und bot mir an, ein Paar davon zusammen mit dem Entwickler und Kopf hinter SWSpeakers, Sinan Wasif, vorbeizubringen. Nein, die Magic Flutes sind keineswegs perfekt – es gibt da einige Aspekte des Designs, die durchaus Kritik verdienen – jedoch haben sie sehr greifbare und wahrscheinlich sogar einzigartige Stärken. Das Ergebnis meiner Hörsessions jedenfalls enthüllt die Magic Flutes als äußerst ernstzunehmende Vertreter ihrer Art – auch für den geforderten Preis.Das radikale Styling dieser Lautsprecher sorgt für sehr gegensätzliche Meinungsäußerungen. Klar, so etwas ist eine sehr individuelle Sache – aber das, worauf es wirklich ankommt, ist ein ernsthafter „Form-Follows-Function“-Ansatz, auf dem auch eine noch so eigentümliche Konstruktion basieren muss. Die Geschichte der Magic Flute begann, als Sinan Wasif im Auftrag von Volvo quer durch Europa flog. Er arbeitete an den Sound- Systemen für die Schweden, und eines Tages schaute er durch das Kabinenfenster seines Flugzeugs und bemerkte, wie geschmeidig die Düsentriebwerke sich durch Wolken bewegten, ohne auch nur die geringste Turbulenz zu erzeugen. Er fragte sich, ob eine solche Form nicht auch gut als Lautsprechergehäuse funktionieren könnte – schließlich könnte dies die Schallverteilung in den Raum wesentlich sauberer machen, störende und verfärbende Kantenrefraktionen vermeiden. Mit seinem Background als studierter Akustiker machte er sich also daran, den perfekten Lautsprecher zu bauen. Das Resultat ist die Magic Flute, ein echtes Statement-Produkt. Ein weiterer Umstand für den Preis ist der Sockel und die zentrale Säule aus schwedischem, kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK). Obwohl das Material an sich nicht besonders teuer ist, haut die Verarbeitung desselben mit speziellen Maschinen und Formwerkzeugen kostenmäßig doch so richtig rein. Ich bin kein Experte in Sachen CFK, doch als Gehäusematerial bietet es bekanntermaßen mehrere klare Vorteile. Es ist außergewöhnlich stark und steif, besonders in Relation zu seinem Gewicht, und obwohl ein niedriges Gewicht auf den ersten Blick nicht unbedingt sonderlich relevant zu sein scheint, so bedeutet es doch, dass weniger Energie im Gehäuse gespeichert und somit auch wieder abgegeben wird. Fast der gesamte Lautsprecher kommt im charakter
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