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Kategorie: Lautsprecher Stereo
20.10.2015

Serientest: Tannoy Legacy Eaton, Tannoy Legacy Cheviot, Tannoy Legacy Arden

Schöner erben

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Holger Barske
Holger Barske

Es gibt einen Lautsprecherhersteller, dessen Name Einzug in die englische Sprache gehalten hat. So ganz unbedeutend kann die Firma dann wohl kaum seinTatsächlich ist das Wort „Tannoy“ im Englischen ein Synonym für „Durchsagelautsprecher“ und macht umissverständlich klar, wo die Wurzeln des 1926 in London gegründeten Unternehmens liegen.

Jawohl, London: Auch wenn Tannoy heutzutage weithin als schottisches Unternehmen bekannt ist, sind die Ursprünge der Firma in England verortet. Und wer so lange Lautsprecher baut, der hat eine Menge Klassiker gebaut, auf die zurückzublicken sich immer mal wieder lohnt. Eine dieser legendären Baureihen stammt aus den Siebzigern und heißt „HPD“; „High Performance Dual Concentric“. Dabei handelt es sich um eine Serie von Studiomonitoren, die ob ihrer legendären Raumabbildungsfähigkeiten einen Ruf wie Donnerhall genossen und auch heute noch gebraucht hoch im Kurs stehen. Raumabbildung? Richtig, da kommt die große Spezialität von Tannoy ins Spiel, der „Dual-Concentric“-Koaxialwandler. Kaum ein Hersteller hat dem Prinzip, den Hochtöner innen in den Tiefmitteltöner zu integrieren, über die Jahre so konsequent die Treue gehalten und kein anderer Hersteller verfügt über eine auch nur im Ansatz vergleichbare Erfahrung mit dieser Technik. Da wundert es nicht, dass steinalte Tannoy-Koax-Treiber auch in fragwürdigem Zustand gerne mal für vierstelliges Geld pro Paar den Besitzer wechseln. Der langen Rede kurzer Sinn: Es gibt wieder eine an die HPDs zumindest angelehnte Lautsprecherlinie. Sie läuft völlig korrekt unter dem Label „Legacy“ und bildet so etwas wie den Brückenschlag zwischen den noch ungleich „plüschigeren“ und ungeniert dem Vintage-Trend folgenden Prestige-Modellen und den „normalen“ Lautsprechern aus dem Tannoy-Lineup. Jene sind natürlich heutzutage schon eher schlank und stromlinienförmig gestaltet und ohne größere Diskussionen mit der Regierung in ein Wohnzimmer zu integrieren. Bei den brandneuen Modellen mit den altbekannten Typenbezeichnunegn „Arden“, „Cheviot“ und „Eaton“ dürfte das zumindest zum Teil nicht ganz so leicht sein, die größeren Modelle verdrängen durchaus ernsthafte Mengen von Wohlzimmerluft. Alle drei Modelle stecken in wirklich wunderschön verarbeiteten Gehäusen, die Oberfläche bildet ein matt gewachstes Nussbaumfurnier. Ganz klassisch, äußerst attraktiv. Die Preisgestaltung sieht wie folgt aus: 7.600 Euro fürs Paar Arden, 6.200 Euro für die Cheviot und 5.300 Euro für die Eaton. Der recht geringe Abstand zueinander mag zunächst verwundern, macht bei näherer Betrachtung jedoch Sinn: Alle drei Modelle sind technisch und vom Aufbau her verwandt und unterscheiden sich letztlich nur in der Größe von Treiber und Gehäuse. Werfen wir zunächst einen Blick auf die noch einigermaßen kompakte Eaton.
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04/2018 - Holger Barske

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04/2018 - Holger Barske

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