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Kategorie: Lautsprecher Stereo
20.10.2015

Einzeltest: Onda Ligera Wave 168D

Es werde Licht

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Holger Barske
Holger Barske

Der Name ist schon mal fast so opulent wie die Box, um die es hier gehen soll: „Onda Ligera“ heißt der Hersteller, und das stammt aus dem Spanischen und heißt „Lichtwelle“. Die iberische Halbinsel allerdings ist Tausende Kilometer von der Heimat dieser Lautsprecher entferntDie Heimat von Onda Ligera ist die lettische Hauptstadt Riga.

Wer immer noch der Meinung ist, dass der eine oder andere osteuropäische Staat technisch noch nicht mit unseren Breitengraden mithalten kann, der sollte sich dieses Statement in Sachen Lautsprecherbau mal ganz genau ansehen: Die „Wave 168D“ – an dieser Stelle hat’s leider nicht für eine angemessen schöne Typenbezeichnung gereicht – ist in Sachen Aufbau und Verarbeitung ein Hammer. Allerdings einer, der seinen Preis hat: Bei uns wechselt das Paar für satte 32.000 Euro den Besitzer. Das ist eine Menge Holz, allerdings habe ich schon viele Lautsprecher gesehen, bei denen es für noch mehr Geld erheblich weniger Gegenwert gab.
Die Wave 168D ist ein zweiteiliger Dreiwegelautsprecher, bei dem Bass- und Mittelhochtonteil fest miteinander verbunden sind. Die Schall abstrahlenden Protagonisten sind jeweils hinter einer Abdeckung verborgen, was zumindest beim Bass keine so schlechte Idee ist, denn hinter dem Bespannrahmen sieht’s gewöhnungsbedürftig aus: Das Tieftongehäuse hat einen breiten senkrechten Schlitz, an dessen Seitenwänden zwei Acht-Zoll-Tieftöner gegenüber sitzen und mit ein paar Zentimetern Abstand „aufeinander feuern“. Darunter gibt’s ein voluminöses Bassreflexrohr. Prinzipiell haben wir es mit einem Reflexsystem zu tun, die Anordnung der Bässe dürfte aber für einen erhöhten akustischen Strahlungswiderstand sorgen. Die Anordnung hat ein ganz kleines bisschen was von einem sehr kurzen Horn und sorgt außerdem für eine akustische Filterung zu höheren Frequenzen hin – das ist nicht ungeschickt und erlaubt den Einsatz eines flachen Sechs-Dezibel-Filters an dieser Stelle. Dem Wirkungsgrad jedenfalls scheint’s nicht zu schaden, die Wave 168D punktet im Labor mit echten 93 Dezibel – Kompliment. Für Ruhe im Karton sorgt ein aufwendiges Gehäuse nach dem Sandwichprinzip; die Wände bestehen aus verschiedenen Holzsorten, Aluminium und einer Lage Sand – hier steckt ein großer Teil der satten 100 Kilogramm Gewicht pro Box. Auf diesem Luxus-Bassabteil steht eine flache, enorm aufwendig gefertigte Mittelhochtoneinheit: Alle Kanten großzügig gerundet, gebogene Wände, ein absolut makelloses Vogelaugenahornfurnier – das ist Schreinerhandwerk vom Allerfeinsten.
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Preis: um 32000 Euro

Onda Ligera Wave 168D


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