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Kategorie: Lautsprecher Stereo
20.10.2015

Einzeltest: Krell Modulari Duo

Full Metal Jacket

9299
Holger Barske
Holger Barske

Der US-Hersteller Krell ist einer, an den man nicht unmittelbar denkt, wenn’s um Lautsprecher geht. Dabei ist das hier beileibe nicht der erste Ausflug der Amerikaner ins Schallwandlermetier

Anlage


 Plattenspieler: Transrotor Zet1 TMD / SME 5012 / Transrotor Merlo Reference
 Vollverstärker: darTZeel CHT 8550
 Phonoverstärker: Malvalve preamp three phono
 Vorverstärker: D’Agostino Momentum Pre
 Endverstärker: D’Agostino Momentum Mono  
Holz? Bei Krell? Das glaubste doch wohl selbst nicht.
Und selbstverständlich waren Krell-Lautsprecher immer eine Angelegenheit, bei dem das im Boxenbau übliche Material keine Chance hatte. Krell, das ist die absolute Autorität in Sachen Schwergewichts-HiFi, die Erfinder der „begehbaren Endstufe“: Diesen Beinamen haben sich die Monos vom Typ „MRA“ seinerzeit redlich verdient, denn die hünenhaften 340-Kilogramm-Monos mit einer Ausgangsleistung im zweistelligen Kilowattbereich verdrängten mehr Wohnzimmerluft als jeder andere Verstärker vor oder nach ihnen. Das ist der Stoff, aus dem die hitzigen High-End-Träume aus dem Hause Krell gemacht sind. Da darf der passende Lautsprecher nicht zurückstehen. Tut er auch nicht, was den Materialeinsatz angeht: 156,5 Kilogramm pro Kanal sind ein Wort, in Sachen Volumenbedarf jedoch ist der Zweiteiler namens „Modulari Duo“ erstaunlich sittsam geraten: Die Box ist nicht wirklich groß, mit knapp 120 Zentimeter Höhe und unter 30 Zentimetern Breite trägt das Ganze nicht übertrieben dick auf. Beim Preis relativiert sich die Angelegenheit dann wieder: Fürs Paar sind ziemlich unerfreuliche 60.000 Euro fällig. Die Lautsprecher entstammen konstruktiv noch noch aus einer Zeit, mit der man bei Krell eigentlich abgeschlossen hat: Sie sind die letzte noch in Produktion befindliche Entwicklung des Firmengründers Dan D’Agostino, der seit geraumer Zeit unter eigenem Namen tätig ist und die Verstärker anbietet, die Krell groß gemacht haben: leistungsfähige Macho-Maschinen im brachialen Heavy-Metal-Outfit. Und weil die eigentlich viel besser zu diesen Lautsprechern passen als die aktuellen, deutlich stromlinienförmigeren Krells, haben wir vom Vertrieb gleich eine D’Agostino- Kombi für den artgerechten Betrieb der Modulari Duo bekommen. Die Box ist dreiwegig konzipiert. Im unteren Abteil stecken drei Achtzoll-Tieftöner fürs Fundament, in der kompakten Zweiwegebox (knapp 40 Kilo schwer!) ein Siebzehner und eine Kalotte für den Rest des Spektrums. Das Topteil lässt sich auch separat erwerben, hört dann auf den Namen „Modulari Primo“ und macht auch alleine eine gute Figur. Alle Treiber sind mehr oder weniger sonderangefertigte Konstruktionen vom dänischen Zulieferer Scan-Speak, definitiv eine der besten Adressen für Lautsprecherchassis auf Topniveau. Im Bass schaltete D’Agostino gleich drei Achtzöller mit schwerer und stabiler Alumembran und langhubiger Gummisicke parallel.
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Preis: um 60000 Euro

Krell Modulari Duo


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