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Kategorie: Lautsprecher Stereo
20.10.2015

Einzeltest: KEF Reference 1

Mit Lizenz zum Klingen

10640

Auch wenn sie nicht 007, sondern nur 1 heißt, hat die KEF Reference 1 ein paar Gemeinsamkeiten mit dem Geheimagenten seiner Majestät. Beide stammen aus dem vereinigten Königreich, der Ruhm beider begründete sich in der Mitte des 20.

Jahrhunderts, beide sind die Besten ihrer jeweiligen Organisationen.Wie James Bond erlebt auch die Reference 1 verschiedene Inkarnationen. Wenn man unbedingt will, kann man die Gene der Reference 1 bis zum legendären BBC-Monitor LS 3/5A zurückverfolgen, der Ende der 1960er-Jahre nicht nur in den Studios der BBC für Furore sorgte. Die 3/5A hatten, wie die Reference 1, größere Geschwister, und wie bei der Reference 1 waren die eingesetzten Chassis Eigenentwicklungen von KEF. Auch die Reference-Serie hat bei KEF Tradition. Hier fließen seit Jahren die technologischen Errungenschaften der Technologieträger in Serienmodelle ein. Damit bildet die Reference-Serie die Top-Range unterhalb der „Flagship“-Serie. Und so strotzt die kompakte Reference 1 mit aufwendiger Technik. Da ist zum einen das koaxial aufgebaute Mittelhochton-System. Eine 25-Millimeter-Alu-Kalotte sitzt im Zentrum eines 125-Millimeter-Aluminium-Mitteltöners. Uni-Q nennt KEF diese Technologie, die unter anderem auch beim Flaggschiff Blade zum Einsatz kommt. Auch den Tieftöner mit einer als Inverskalotte geformten Alu-Membran und 165 Millimeter Durchmesser hat man bei der Blade zuerst in ähnlicher Form gesehen. Die Sicke ist bei diesem Chassis quasi hinter der Membran angebracht. Das hat laut KEF akustische Vorteile, sieht aber auch stark aus. Die Rückseite der Reference 1 ist nicht weniger beeindruckend. Das mächtige Bi-Wiring-Terminal benötigt keine Verbindungsbrücken. Die kleineren Schrauben zwischen den Polklemmen sorgen eingeschraubt für die Verbindung zwischen Tief- und Mittelhochton-Einheit. Soll mit zwei Kabelsätzen gearbeitet werden, werden die Schrauben einfach gelöst. Innovativ ist auch das austauschbare Bassreflexrohr. Je nach Geschmack und Aufstellung kann man unterschiedlich lange Rohre einsetzen. Die trompetenförmige Auslassöffnung hat eine Art Bajonettverschluss. Eine kleine Drehung, und hinter dem Stutzen wird das eigentliche, aus einem Schaummaterial bestehende Bassreflexrohr sichtbar. Zur Änderung der Bassabstimmung kann man das serienmäßig montierte längere Rohr gegen das beiliegende kürzere austauschen. Nimmt man das Bassreflexrohr heraus, fallen zwei Dinge auf: Das Rohr sitzt schräg im Gehäuse, was beim Einsetzen des Rohres und noch stärker bei der Montage des Anschlussstutzens zu beachten ist – der ist nach innen nämlich auch abgeschrägt und kann nur in einer Ausrichtung montiert werden. Zum anderen fallen beim Blick ins Innere des Lautsprechers die aufwendigen Verstrebungen des Gehäuses auf. Die erklären einen guten Teil des ordentlichen Gewichts von gut 18 kg, die die Reference 1 auf die Waage bringen. Äußerlich beeindruckt die perfekte Verarbeitung des Gehäuses. Den Hörtest beginne ich mit Astor Piazzolla, „Live in Lugano“.
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Preis: um 6600 Euro

KEF Reference 1

Referenzklasse

5.0 von 5 Sternen

-

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