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Kategorie: Lautsprecher Stereo
20.10.2015

Einzeltest: Inklang Advanced Line 10.2

Nesthäkchen

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Thomas Schmidt
Thomas Schmidt

Wie klein kann High End sein? Die meisten von uns verbinden mit Musikhören auf hohem Niveau ja auch entsprechend voluminöse Geräte. Ein kleiner Zwei-Wege-Lautsprecher ist angetreten, uns eines Besseren zu belehrenAls ich die Inklang 10.

2 zum ersten Mal in unserem Fotostudio habe stehen sehen, dachte ich mir, dass da ein Kollege ein Teil seines Surroundsets vergessen hatte. Ich meine, gut gemacht und hübsch sah das Böxchen ja aus, aber halt so verdammt klein. Dann belehrte mich ein Kollege eines Besseren und teilte mir mit, dass der kleine Lautsprecher nur einer von zweien eines Stereosets sei und zum Testfeld der aktuellen LP gehöre. Jetzt war ich neugierig und schnappte mir die Inklang. „Schnappen“ ist übrigens leicht dahergeredet: Die 10.2, so kompakt sie in den Außenmaßen auch sein mag, ist durchaus sehr ernst gemeint. Und das merkt man, wenn man sie in die Hand nimmt: Mal eben beide Boxen unter den Arm klemmen ist nicht, dazu sind sie einfach viel zu schwer. Und da die samtige Lackoberfläche auch nicht besonders griffig ist, habe ich mich beim Transportieren sozusagen auf ein Mono-Setup beschränkt. Thomas Carstensen hat das Lautsprecher-Unternehmen Inklang vor ein paar Jahren in Hamburg gegründet. Das ist insofern noch nichts Besonderes, als dass jedes Jahr neue Lautsprechermarken aus dem Boden sprießen, die mit mehr oder weniger originellen Produkten ihre Chance auf dem gut gefüllten Marktplatz suchen. Carstensen hat dieses Pferd anders aufgezäumt: Er setzt nicht auf marktschreierische Behauptungen völliger technischer Innovation bei seinen Produkten, sondern auf solide Qualität und Nachhaltigkeit seiner Produkte und eine komfortable Bestell- und Vertriebsstrategie. Die Lautsprecher werden bei Inklang in Hamburg geordert, nachdem man sich im dortigen Showroom entschieden hat, welches Modell das richtige ist. Die Bestellung erfolgt über den Inklang-Online-Konfigurator, bei dem man sich anhand diverser Kriterien den eigenen Inklang-Lautsprecher „aufbaut“. Angefangen bei der Modellwahl über die Farbe, die Frequenzweiche bis hin zur Namensgravur auf dem Typenschild reichen die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten. Inklang bietet die Möglichkeit, bei der Endmontage des gewählten Lautsprechers dabei zu sein, ja, sogar selber Hand anzulegen und so gleich eine ganz persönliche Bindung zum gekauften Lautsprecher zu gewinnen. Damit wird man natürlich nicht gleich zum Lautsprecherexperten und der zusätzliche Service kostet sogar etwas Geld – auf der anderen Seite hat man dabei ein Erlebnis, das man sonst eher nicht bekommt und für die Angestellten von Inklang bedeutet dieses „betreute Montieren“ inklusive anschließendem Champagner-Empfang ja zusätzlichen Arbeitsaufwand.
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Preis: um 899 Euro

Inklang Advanced Line 10.2


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