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Kategorie: Lautsprecher Stereo, Vor-Endstufenkombis Hifi
20.10.2015

Systemtest: B&W Bowers & Wilkins 803 D3, Rotel RC-1590 / RB-1590 - Seite 2 / 4

Dream- Team

Michael Voigt / Jochen Schmitt

Bowers & Wilkins 803 D3


Unser Testkandidat 803 D3 ist die drittgrößte Standbox aus der brandaktuellen 800er-Serie und mit einer Höhe von 110 Zentimetern ein mächtiger und dennoch wohnraumtauglicher Lautsprecher. Bis auf die Diamantkalotte haben die britischen Entwickler alle Details neu überdacht – ein komplett neues Produkt ist dabei herausgekommen.
Doch was wollen die Briten bei einer 803 Diamond noch großartig verbessern? Nun, die kreativen Köpfe bei Bowers & Wilkins sind immer auf der Suche nach Verbesserungen – ob im Kleinen oder Großen. Und das ist gut so, denn nur so gibt es Innovation. Und davon gab es in der Vergangenheit ja bereits reichlich. Wie eben die legendäre, gelbe Kevlarmembran. Wenn die Briten dann die bereits seit 1974 verwendete Kevlarmembran über den Haufen werfen, geschieht dies garantiert nicht einfach nur so zum Spaß. Mit neuen Möglichkeiten, die beispielsweise eine Laseranalyse bietet, haben sich die Briten an ein anderes Membranmaterial herangewagt. Vor acht Jahren begannen die Entwickler mit ihrer Forschung, dem perfekten Material und der perfekten Struktur und Geometrie auf die Spur zu kommen. Das Ergebnis findet sich in allen neuen Lautsprechern der 800-D3-Modellreihe also auch unserem Testmuster 803 D3.   Seit acht Jahren beschäftigen sich die Briten mit dem neuen Continuum-Material. Wie sie sagen, hat es während der Entwicklung selbst die kühnsten Erwartungen übertroffen, so dass die silbrig schimmernde Flechtmembran nun im Zentrum jedes 800er-Modells ihre Arbeit verrichtet. Bei unterschiedlichen Belastungen und Pegeln schwingt die Continuum-Membran über den gesamten Querschnitt betrachtet sehr gleichmäßig. Unter anderem daher rührt die wohl unvergleichlich neutrale und souveräne Musikwiedergabe. Auch beim Tieftöner haben die Briten nachgelegt. Hier kommt nun statt des bewährten Rohacell-Materials eine neue Membran zum Einsatz, die von den B&W-Machern „Aerofoil“ getauft wurde. Aerofoil wurde mithilfe aufwendiger Computersimulationen entwickelt und durch die Verwendung eines neuen Kernmaterials besonders steif. Der Musikliebhaber profitiert am Ende von äußerst geringen Verzerrungen, die eine besonders hohe Klangtreue erwarten lassen. Beim Hochtöner vertrauen die Engländer auf die bestbewährte Diamantkalotte, die vor Jahren ebenfalls im Hause B&W entwickelt wurde. Allerdings wurde das Hochtönergehäuse grundlegend überarbeitet, das nun aus besonders massivem Aluminium besteht. Um den Hochtöner vom Gehäuse zu entkoppeln, setzen die Briten diesen auf ein Schwingungen reduzierendes Gel-System. Das Lautsprechergehäuse wurde ebenfalls komplett überarbeitet und quasi umgekehrt. Nunmehr ist die Front sanft abgerundet und durch das mehrlagige Holz besonders steif. Kantenreflexionen werden durch diese Bauweise effektiv minimiert. Zudem setzt man auf eine neu konstruierte Aussteifung im Gehäuse. Die „3DMatrix“ besteht jetzt aus Schichtholz anstatt aus MDF, wie bei den Vorgängermodellen. Zusätzlich ist die Matrix an besonders neuralgischen Punkten mit Metallelementen verstärkt. 

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Preis: um 17000 Euro

B&W Bowers & Wilkins 803 D3

Referenzklasse

5.0 von 5 Sternen

-

Preis: um 4750 Euro

Rotel RC-1590 / RB-1590

Referenzklasse

5.0 von 5 Sternen

01/2017 - Michael Voigt / Jochen Schmitt

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