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Kategorie: Lautsprecher Stereo
20.10.2015

Einzeltest: Bohne Audio System 15.12 - Seite 2 / 3

Konsequent

Thomas Schmidt
Thomas Schmidt

Wer jetzt glaubt, dass Bohne diesen PA-Boliden mit weiteren Konus-Chassis und/oder einem Horn kombiniert, der sieht sich getäuscht – ein Bändchen-Hochtöner sollte es sein. Und zwar nicht irgendein zugekauftes Bändchen, sondern eines aus eigener Fertigung.

Das ist darin begründet, dass der Konstrukteur schlicht und ergreifend kein Fremdprodukt gefunden hat, das auch nur annähernd seinen Spezifikationen (und den Vorgaben des Tieftöners) genügt hätte. „Dann mache ich es halt selbst“, hat ja schon immer zu den größten Innovationen geführt.Das Resultat ist ein 30 Zentimeter langer Bändchenhochtöner mit einer effektiven Breite von 15 Millimetern. So simpel das Bauprinzip anmuten mag – Alufolie schwingt in Magnetfeld – so schwierig ist es in der Praxis zu realisieren. Das geht los bei der Anordnung der widerspenstigen Neodymmagneten, die in einem bestimmten Raum ein möglichst kräftiges und gleichzeitig homogenes Magnetfeld herstellen sollen. Dann gilt es, die Folie so zu dimensionieren, dass sie einerseits eine gewisse Belastbarkeit hat, andererseits aber auch möglichst wenig Masse mitbringt und einen ausgewogenen Frequenzgang produziert. Und zuletzt muss wegen des fast nicht vorhandenen Innenwiderstands der Folie ein Übertrager gewickelt werden, der den Fast- Kurzschluss auf ein verstärkerfreundliches Niveau hebt, nach oben hin aber nicht zu viele Höhen beschneidet. All das hat Jörg Bohne zu seiner Zufriedenheit geschafft und präsentiert stolz seinen Bändchen- Hochtöner, der einen Übertragungsbereich ab unter 900 Hertz besitzt und dabei von der Belastbarkeit (und Dynamik) mit dem mächtigen Tieftöner mithalten kann.Ganz nebenbei hat Bohne für seine 15.12 zwei Stereoendstufen konstruiert, die er lapidar so beschreibt: „Klassische AB-Schaltung, ordentliche Trafos und Siebkapazität mit ausreichend Leistung.“ Dies bedeutet 2 x 550 Watt für die Tieftöner und noch 2 x 150 Watt für die Hochtöner – damit sollte man auf der sicheren Seite sein. Angesteuert wird die Anlage über den ebenfalls hauseigenen Wandler und Signalprozessor, der DSP-gesteuert für die Weichenschaltung und die Korrektur unerwünschter Raumeinflüsse zuständig ist. Selbstredend arbeitet der DSP mit einer Wortbreite von 24 Bit und einer Samplingrate von 192 Kilohertz – das ist der momentane Stand der Dinge, Bohne arbeitet schon an der nächsten Generation.Beim Hörtest vor Ort konnte ich mich von den Qualitäten des optimal auf den Hörraum eingemessenen Systems überzeugen. Mit einem Wort: sensationell. Und das ist kein leeres Gerede – so, wie mit dem Bohne Audio System 15.12 habe ich noch nie Musik gehört.
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Preis: um 60000 Euro

Bohne Audio System 15.12


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