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Kategorie: Lautsprecher Stereo
20.10.2015

Einzeltest: Audiodata Master One - Seite 2 / 3

Der neue Chef

Dr. Martin Mertens
Dr. Martin Mertens

Ein erfreulicher Nebeneffekt des halbaktiven Konzepts ist, dass sich die Master One im Bass an die räumlichen Gegebenheiten anpassen lassen. So lässt sich die Übergangsfrequenz zum Mitteltöner in drei Stufen einstellen und die Lautstärke der Bässe regeln.

Beide Möglichkeiten zusammen erlauben eine feine Abstimmung des Bassbereichs an den Grundtonbereich. Ein Subsonicfilter kann die Lautsprecher nach unten bei 20, 28 oder 40 Herz aus dem Rennen nehmen – entweder um Probleme mit der Raumakustik oder Rückkopplungen auf einen Plattenspieler zu verhindern oder um bei sehr großen Abhörlautstärken die Endstufen nicht zu überfordern. Die elektronische Regelung kann hier bei 20 Hz und hohen Lautstärken Leistungen abrufen, die selbst über die 4 x 180 Watt pro Box hinausgehen. Im Hörraum schließe ich die Master One empfehlungsgemäß an: Den Koax über die Bi-Wiring-Terminals an die Leistungsausgänge der Bryston Profiendstufe 4BSST² PRO, die Aktivelektronik per XLR-Kabel direkt an einen der Vorverstärkerausgänge des Accustic Arts Tube Preamp Mk II. Dann noch Strom für die Lautsprecher, und los geht’s. Gleich bei den ersten Takten machen die Master One klar, dass sie es darauf anlegen, hier die All-Time-Referenz in Sachen Bass zu werden. Dass die vier Tieftöner pro Lautsprecher in dem üppigen Volumen, das ihnen zur Verfügung gestellt wird, im Zusammenspiel mit den potenten Endstufen ordentlich Luft bewegen können, war zu erwarten. Doch das, was man theoretisch erwartet, in der Praxis zu hören, ist einfach etwas anderes. Das ist brachial, gewaltig, beeindruckend. Gut dass man mit den Einstellungsmöglichkeiten auf der Rückseite ein üppiges Instrumentarium geboten bekommt, die Basswiedergabe anzupassen. Trotzdem sei hier Kritik erlaubt: Selbst in unserem großen, gut bedämpften Hörraum, wo die Lautsprecher frei stehen, ergab sich ein ausgewogenes Klangbild, als die Bass-Regler auf der kleinsten Stufe standen. Nach oben raus lässt sich der Bass in wirklich unsinnigem Maße aufdrehen. Allerdings besteht häufig die Notwendigkeit, den Bass weiter zu zügeln – etwa, wenn die Lautsprecher näher an die Wand oder gar in eine Raumecke rücken müssen. Und da wäre es einfach praxisgerecht, den Bass noch stärker zügeln zu können. Für einen sauberen Übergang des Basses in Grundtonbereich, ab dem die zentralen Koaxialtreiber der Master One übernehmen, muss man die richtige Einstellung finden.
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Preis: um 69000 Euro

Audiodata Master One


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