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Kategorie: Lautsprecher Stereo
20.10.2015

Einzeltest: Teufel LT 3

Schicke Schale

Lautsprecher Stereo Teufel LT 3 im Test, Bild 1
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Auch Heidi Klum hätte wohl Spaß an dem brandaktuellen Säulensystem LT3 von den fleißigen Boxenbauern aus Berlin. Rank und schlank sind die neuen Teufel-Lautsprecher, die durch ihr elegantes Erscheinungsbild und den stilsicheren Auftritt all das mitsichbringen, was „Topmodels“ eben auszeichnet.

Lautsprecher Stereo Teufel LT 3 im Test, Bild 2Lautsprecher Stereo Teufel LT 3 im Test, Bild 3Lautsprecher Stereo Teufel LT 3 im Test, Bild 4
Zwischen den Schwestersets LT2 und LT4 reiht sich das neue 5.1 Lautsprechersystem ein und wirft wie diese Modelle schicke Aluminiumgehäuse in die Waagschale. Teufel gestaltet die Speakersäulen nun noch filigraner – im Vergleich zum direkten Vorgänger wurden in der Höhe und Breite einige Zentimeter eingespart. Nicht nur optisch bringt diese Schlankheitskur Vorteile. Von der schmaleren Bauweise profitiert ebenfalls die akustische Leistung der Lautsprecher, was sich in einer sehr gleichmäßigen Schallabstrahlung auch abseits der Hauptachsen äußert. Komplett überarbeitet wurden die zur Verwendung kommenden Lautsprecherchassis des LT3-Systems. Die Entwickler aus Berlin setzen in ihren schmalen Säulen nun noch kleinere, aber umso kraftvollere Treiber ein.

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Ausstattung und Design


Die schlanken Säulenlautsprecher L 330 FR des Teufel-Sextetts erfüllen mit ihrer eleganten Gestaltung und dem tollen Oberflächenfinish auch gehobene Designansprüche. Nicht nur in modernen Wohnräumen finden die durch ihre titanschwarzen Gewänder mit „Hairline-Struktur“ ausgesprochen edel wirkenden und nur zehn Zentimeter breiten Aluminiumlautsprecher ein hübsches Plätzchen. Zum eleganten Äußeren tragen auch die Bodenplatten aus dickem Glas bei, die für den sicheren Stand der 112 cm hohen Klangsäulen sorgen. Dass die verantwortlichen Ingenieure bei Teufel pro Satellit gleich fünf Chassis ihre Arbeit verrichten lassen, sieht man den grazilen Säulen auf den ersten Blick nicht an. Und doch kümmert sich hinter den schalldurchlässigen Metallabdeckungen ab etwa 3.000 Hertz je eine Gewebekalotte mit 25 mm Durchmesser um den Hochtonbereich. Die um sie herum paarweise angeordneten 80-mm-Chassis sind für tiefe und mittlere Tonlagen zuständig, wobei nur zwei davon bis hinab zu einer Frequenz von 120 Hertz spielen müssen. Ein vergoldetes Single-Wiring-Anschlussterminal auf der Säulenrückseite nimmt Lautsprecherkabel bis zu einer Stärke von vier Millimetern auf. Der für eine horizontale Aufstellung konzipierte Center
L 330 C baut mit 45 cm Länge nur etwa halb so groß wie die Säulenlautsprecher. Trotzdem ist die Anzahl und Beschaltung der Systeme gleich, was mit einer besonders homogenen Schallabstrahlung entlohnt wird. Auf dem mitgelieferten Tischfuß lässt sich der Centerspeaker ideal auf den Hörplatz ausrichten. Alternativ bietet sich aber auch die Montage an einer Wand mithilfe der integrierten Lautsprecher-Halterungen an. Wird der Center vertikal montiert, verbessert sich das Abstrahlverhalten des Lautsprechers abseits der Hauptachse, was sich unter Umständen bei ungünstiger Sitzplatzanordnung klanglich positiv bemerkbar machen kann. Im Tieftonbereich sorgt der Subwoofer L 3300 SW mit seiner 200 Watt starken Endstufe und dem 250-mm-Basstreiber für ordentlichen Druck. Spitze Kegel schaffen den zum Arbeiten nötigen Abstand zum Fußboden, da es sich bei dem Teufel um einen Subwoofer handelt, der nach dem „Downfire-Prinzip“ spielt. Gleichzeitig sorgen die Spikes für eine Entkopplung des Tieftonspezialisten. Über drei kleine Drucktasten auf der Front lässt sich der etwa 45 cm hohe und 50 cm tiefe Aktivsubwoofer bedienen. Bequemer geht dies jedoch auch vom Hörplatz aus mit der mitgelieferten Infrarot-Fernbedienung. Das Verstärkermodul bietet neben Niederpegel-Ein- und -Ausgängen über Cinchbuchsen auch eine Hochpegelvariante mit Schraubterminals, einen Schalter, der die Phase um 180 Grad dreht, Standby-Automatik sowie einen Netzschalter, der den Subwoofer dauerhaft vom Strom trennt.

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Klang


Das neue Lautsprecher-Ensemble darf sich erst einmal ein ganzes Wochenende lang in unserem Heimkino austoben, damit alle schallerzeugenden Bauteile für den kommenden Hörtest richtig fit sind. Nach dieser Einspielprozedur und der korrekten Einmessung auf den Hörraum legen wir sogleich mit dem Test los. Da sich die Kraftwerk-DVD noch im Laufwerk befindet, nutzen wir diese gleich, um den Lautsprechern auf den Zahn zu fühlen. Als ob es keiner Anstrengung bedürfte, legen die filigranen Standsäulen mit der Unterstützung des Subwoofers vehement los und füllen den ganzen Raum mit elektronischen Klangeffekten. Der satte Tiefton des Subwoofers schafft einen tollen Unterbau für die agilen Satelliten, die dank der identischen Lautsprecherbestückung sehr homogen aufspielen. Geradezu lässig schüttelt der potente Subwoofer seine Tiefbasswellen aus dem Gehäuse. Auch bei großer Lautstärke bewahrt er sein druckvolles und präzises Spiel. Die ab 120 Hertz zum Einsatz kommenden Satelliten stehen dem in nichts nach und bleiben auch bei diesem Pegel noch absolut relaxt. Mit unseren Test-DVDs und -Blu-rays wechseln wir das Genre und loten die Qualitäten des LT3-Systems bei der Filmtonwiedergabe aus. Wie nicht anders zu erwarten, zeigt auch hier der Subwoofer sein Können und scheut sich nicht vor heftigen Bassattacken – so macht Filme gucken Spaß. Aber auch die kleinen Satelliten beweisen eindrucksvoll, dass die Lautsprecherentwickler bei Teufel ihre Hausaufgaben gemacht haben. Das Set spielt sehr harmonisch zusammen und gefällt durch seinen niemals aufgesetzt wirkenden Klang. Die neutrale Abstimmung überzeugt mit guter Detailauflösung und lässt Dialoge auch im größten Schlachtengetümmel sehr gut nachvollziehen. Im Stereomodus mit Unterstützung durch den Subwoofer beweisen die kleinen Standsäulen ebenfalls eindrucksvoll Größe. Schon bei geringer Lautstärke wirkt die Wiedergabe sehr lebendig und auf der breiten virtuellen Bühne dürfen sich die Akteure nach Herzenslust austoben.

Fazit

Das Heimkinosystem LT3 weiß auf den ersten Blick durch das elegante Design und die hervorragende Verarbeitungsqualität zu gefallen. Aber nicht nur optisch überzeugt das 5.1-Set. Im heimischen Wohnraumkino weckt das System mit seiner druckvollen und bombastischen Klangperformance wahre Emotionsschübe, die zwangsläufig dazu führen, dass Filmabende künftig länger dauern werden. Wohl dem, der bequeme Kinosessel, eine Popcornmaschine und dieses LT3 sein Eigen nennen darf!

Preis: um 1000 Euro

Lautsprecher Stereo

Teufel LT 3

Mittelklasse


08/2009 - Jochen Schmitt

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