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Kategorie: Kopfhörerverstärker
20.10.2015

Einzeltest: RHA DACAMP L1

Runde Sache

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Will man wissen, was der Dacamp L1 vom Glasgower Audiospezialisten RHA genau ist, reicht ein Blick auf den Namen: das solide Gehäuse beherbergt in der Hauptsache einen DAC, also Digital-Analog-Wandler, sowie einen Amp, also einen Verstärker. Genaugenommen einen hochwertigen Kopfhörer-Verstärker, denn der Dacamp L1 ist grundsätzlich für den mobilen Einsatz gedacht.

Dafür spricht unter anderem der integrierte 4000-mAh-Akku, der auch als Powerbank fürs Smartphone genutzt werden kann. Darüber hinaus ist der Dacamp umfassend ausgestattet; mit zwei Gummi-Strapsen, die ihn fest ans Smartphone binden, sowie zwei USB-Kabeln zum Laden oder zur Verbindung mit Smartphone oder Laptop. Wird der Dacamp aufgeladen oder soll er Strom abgeben, muss der Gain-Schalter auf das Blitz-Symbol gestellt, und die entsprechenden Gerätschaften angeschlossen sein.

Daheim und unterwegs

Voll aufgeladen, muss man sich für die nächsten acht bis zehn Stunden, je nach Hörlautstärke und Beanspruchung der Wandlerchips, keine Gedanken über die Stromversorgung machen, es sei denn, man möchte das Smartphone noch mit einem Energieschub versehen. Also flugs das kurze USB-Verbindungskabel zwischen Smartphone und Dacamp gesteckt, einen anständigen Kopfhörer an den Ausgang gestöpselt, und schon kann es losgehen. Daheim angekommen, kann man den Kopfhörer vom Dacamp abklemmen und stattdessen via Line-Ausgang über die heimische Anlage weiterhören. Man könnte sogar so weit gehen, den optischen Ausgang eines, sagen wir mal, Mittelklasse-CD-Players mit der Kombi-Buchse des Dacamp verbinden, diesem die Wandlung des digitalen Ausgangssignals überlassen, um dann das analoge Endprodukt wiederum in den heimischen Verstärker einzuspeisen. Die im Dacamp verwendeten ESS-Sabre32-Wandler-Chips geben das locker her.

Klang

Diese sind nämlich in der Lage, ein breites Spektrum hochauflösender Datenformate auf feinste Art und Weise aufzudröseln, darunter selbst DSD-Audio mit einer Sampling-Rate bis 11,2 MHz. Auch der integrierte Kopfhörerverstärker arbeitet auf höchstem Niveau und kann dank dreier Gain-Einstellungen optimal an die Kopfhörer-Impedanz angepasst werden. Mit einem hochwertigen Kopfhörer verbandelt, zeigt der Amp sogleich die ganze Bandbreite seines Könnens. Er ist dabei sehr neutral abgestimmt und fördert eine mitreißende Dynamik zutage, so sie denn von dem Quellmaterial gefordert ist.

Fazit

Mit dem Dacamp L1 ist den Schotten ein richtig rundes Produkt gelungen. Wer vorwiegend oder zumindest häufig die Musikbibliothek seines Smartphones nutzt, kann dies mit dem Dacamp auf allen Kanälen und mit hervorragendem Klang. Ein Gerät, an dem man so gar nichts vermisst.

Preis: um 550 Euro

RHA DACAMP L1

Spitzenklasse

5.0 von 5 Sternen

-

Ausstattung

 
Preis: um 550 Euro 
Vertrieb: RHA, Glasgow (UK) 
Internet: www.rha-audio.com/de 
Abmessungen: 72/188/20 
Gewicht: 233 g 
Eingänge: 1 x microUSB, 1 x USB-A, 1 x 3,5-mm-Toslink-Kombibuchse 
Ausgänge: 1 x 3,5-mm- und 1 x 4-Pin-Mini-XLR-Kopfhörerausgang, 1 x 3,5-mm-Line-out 
Samplingrate: PCM 44,1 kHz - 384 kHz, 16 / 24 / 32 -bit, DSD Audio bis 11,2 Mhz 
Maximale Ausgangsleistung: 300 mW an 16 Ohm; 28 mW an 300 Ohm; 
Frequenzbereich: 20 Hz – 100 kHz 
Versorgung: Interner Akku mit 4.000 mAh, auch fürs Smartphone nutzbar 
+ hervorragender Klang 
+ vielseitig einsetzbar 
Klasse: Spitzenklasse 
Preis/Leistung: gut - sehr gut 

Bewertung

 
Klang 50%
Praxis: 30%
Ausstattung: 20%

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