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Kategorie: Kopfhörerverstärker
20.10.2015

Einzeltest: AudioValve Luminare

Der Einfachalleskönner

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Dr. Martin Mertens
Dr. Martin Mertens

Wenn es um die besten DAC/Kopfhörerverstärker der Welt geht, wird die Luft dünn.  Dann fallen einem vielleicht ein Dutzend Geräte ein.

Seit diesem Jahr können Sie die Liste  erweitern – seit AudioValve den Luminare mit  USB-DAC Boatd vorgestellt hat.Der in der EAR IN 2-3/2015 vorgestellte AudioValve RKV Mk III gehört zu der Handvoll Kopfhörerverstärker, die für mich zur absoluten Weltspitzenklasse gehören. Der Luminare stellt die neueste Evolutionsstufe der Kopfhörerverstärker aus der Kasseler Manufaktur dar. Und – ich falle jetzt gleich mit der Tür ins Haus – in der hier vorgestellten Ausbaustufe mit eingebautem USB-DAC kostet das Gerät 4.200 Euro. Überlegen Sie sich also gut, ob Sie diesen Test weiter lesen oder ob Sie sich gar den Luminare einmal selber anhören ... 

Ausstattung


Die Verstärkerschaltung beruht auf der von Entwickler Helmut Becker bevorzugten Röhrenschaltung, die auch schon im RKV Mk III zum Einsatz gekommen ist und die verschiedene Betriebsmodi erlaubt. Sie ist für einen Kopfhörerverstärker immens leistungsstark. Je nach Betriebsart leistet der Luminare 4 bis 5 Watt. Auf der Front finden sich Anschlüsse für so gut wie alles, was es an Kopfhörern gibt. Das beginnt mit zwei Kombi-Buchsen, die entweder einen 6,3-mm-Stereo-Klinkenstecker oder einen 3-Pol-XLR-Stecker aufnehmen. Hier können bis zu zwei Kopfhörer asymmetrisch mit den üblichen Klinkensteckern oder alternativ ein Kopfhörer symmetrisch über zwei XLR-Stecker angeschlossen werden. Auch eine für den symmetrischen Anschluss von Kopfhörern häufiger verwendete 4-Pol Buchse findet sich auf der Front. Darüber hinaus ist Helmut Becker endlich den vielen Stax-Fans entgegengekommen. Die konnten ihre Kopfhörer am RKV Mk III nur mithilfe des Zusatzgerätes Verto betreiben, das die Bias-Spannung und die hohen Signalspannungen lieferte, die zum Betrieb elektrostatischer Kopfhörer notwendig sind. Beim Luminare hat man diese Option gleich eingebaut, so dass die Front auch eine Stax-6-Pol-Buchse für Stax- Standard- und -Pro-Kopfhörer „ziert“. Insgesamt kann man am Luminare damit so gut wie jeden halbwegs gängigen Kopfhörer betreiben. Auf der Rückseite gibt es zwei Eingänge, zwischen denen auf der Front umgeschaltet werden kann. Eingang 1 kann asymmetrisch via Cinch oder symmetrisch via XLR belegt werden. Das zweite Paar Cinchbuchsen neben Eingang 1 ist ein Signalausgang, der das vorverstärkte und lautstärkegeregelte Signal ausgibt – der Luminare kann also auch als Vorverstärker (und als DAC) eingesetzt werden. Eingang 2 bietet einfach zwei parallelgeschaltete Cinchbuchsenpaare, so dass man das Eingangssignal einfach durchschleifen kann. Optional kann der Luminare wie unser Testgerät mit einem DAC-Board ausgerüstet werden. Das ist natürlich keine Lösung von der Stange, sondern eine eigens für den Einsatz im Luminare entwickelte Platine, die als Wandler auf einen entsprechend programmierten XMOS-Chip setzt, der digitale PCM-Daten bis 24 Bit/384 kHz und DSD bis DSD128 verarbeitet. Eingang 2 schaltet automatisch von analog auf USB um, sobald am USB-Anschluss ein digitales Signal anliegt. Der zweite analoge Anschluss bleibt also erhalten. 

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Preis: um 4200 Euro

AudioValve Luminare

Referenzklasse

5.0 von 5 Sternen

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