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Kategorie: Kopfhörer InEar
20.10.2015

Einzeltest: Westone W80

Once upon a Time in the West

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Dr. Martin Mertens
Dr. Martin Mertens

Westone gehört zu den Vorreitern in Sachen In-Ear-Monitors. Dank des Engagements von KS-Distribution aus Berlin gibt es die amerikanischen Preziosen jetzt auch in Deutschland.

Da musste natürlich gleich das Spitzenmodell W80 in die Redaktion.Der „harten“ Szene der Kopfhörerfans muss man Weston nicht lange vorstellen. Hier weiß jeder, dass das amerikanische Unternehmen sich seit 1959 mit dem Gehör seiner Kunden beschäftigt. Am Anfang stand, wie auch bei vielen in jüngerer Zeit entstandenen In-Ear- Spezialisten, der professionelle Gehörschutz. Der Weg führte schnell von maßgefertigten Gehörschutzstöpseln zum Thema In-Ear-Monitoring. Nach den ersten maßgefertigten Ohrpassstücken für die kleinen Walkman-Kopfhörer – meine Generation erinnert sich an die Walkman- Kopfhörer in Form überdimensionierter Smarties, deren dünner Schaumstoff-Überzug sich beständig im Zustand der Auflösung befand – führte die Entwicklung bei Westone schnell zur Verwendung von Balanced- Armature-Treibern (BAT) aus der Hörgerätetechnik. Es folgten Entwicklungen für Ultimate Ears und Shure – Namen, die ebenfalls jedem Kopfhörer- Nerd geläufi g sind. Aktuell bietet Westone sowohl maßgefertigte In- Ear-Monitors (Custom Series) als auch solche mit universeller Passform (Universal Series) an. Unter Letzteren richtet sie die W-Serie an Audiophile und Musiker. Der hier zum Test anstehende W80 stellt das aktuelle Spitzenmodell von Westone dar.

Ausstattung


Ich habe ja seit Längerem den Eindruck, dass es unter den Herstellern von In-Ear-Monitors eine Art Wettbewerb gibt, wer die meisten BATs in den winzigen Gehäusen untergebracht kriegt. Zugegeben, da bin ich nicht ganz auf dem aktuellen Stand, aber mit acht Treibern dürfte Westone mit dem W80 hier im Spitzenfeld liegen. Die acht Treiber verteilen sich auf drei Wege, zwei für den Bass, zwei für die Mitten und vier für den Hochton. Eine passive Frequenzweiche teilt den Treibern ihr Signal zu. Der W80 hat eine Impedanz von 5 Ohm und einen Wirkungsgrad von 111 dB. Das ist für mobile Player (bitte höchstwertig) ideal. Konventionelle, besonders röhrenbestückte Kopfhörer-Verstärker könnten sich allerdings an der niedrigen Impedanz verschlucken. Aber wer wird einen kleinen In-Ear-Monitor schon an einen stationären Röhren-Kopfhörerverstärker anschließen. Westone packt dem W80 eine Menge Zubehör bei. Das reicht von zehn verschiedenen Ohrpassstücken über zwei austauschbare Kabel und zwei verschieden große Aufbewahrungsboxen bis hin zu Reinigungsutensilien und vier Paar austauschbaren Metall- Oberschalen in Anthrazit, Gold, Rot und Blau samt passendem Mikro-Schraubendreher zum Wechseln. 

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Preis: um 1580 Euro

Westone W80

Referenzklasse

4.0 von 5 Sternen

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