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Kategorie: Kopfhörer InEar
20.10.2015

Einzeltest: JVC HA-FXZ200-E

Technologieträger

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Dr. Martin Mertens
Dr. Martin Mertens

Mit dem HA-FXZ200-E stellt JVC seinen Technologieträger in Sachen In-Ear- Kopfhörer vor und gibt damit ein Statement auf diesem Gebiet ab. Um es vorwegzunehmen: Die Technik ist kein Selbstzweck, klanglich überzeugen die JVCs auf der ganzen Linie.

In-Ears stellen die Entwickler vor besondere Herausforderungen. Zum einen koppelt der Treiber recht unmittelbar ans Gehör an, so dass man sich wenig Gedanken um die klanglichen Einflüsse großer Gehäuse machen muss, zum anderen bieten die kleinen Stöpsel wenig Platz für aufwendige Technik. JVC hat den Aufwand mit dem HA-FXZ-200-E auf die bisherige Spitze getrieben: Gleich drei Treiber sitzen in jedem der kleinen Gehäuse. JVC gibt bei bei der Entwicklung hochwertiger Kopfhörer richtig Gas. Wie alle Spitzenmodelle des Hauses handelt es sich auch beim HA-FXZ200-E um ein Zwei-Wege- System, bei dem der Mittel-Hochtonbereich im Tiefton durch einen Subwoofer ergänzt wird. Bei diesem, von JVC entwickelten, „Real Sound System“ genannten System handelt es sich um eine Bassreflexkonstruktion, deren Arbeitsbereich nach oben nicht durch eine Frequenzweiche, sondern durch andere konstruktive Maßnahmen begrenzt wird. Das Ganze kann man sich ähnlich wie ein Bandpasssystem bei Lautsprecherboxen vorstellen. Bei den HAFXZ200- E sitzt der Subwoofer hiner den Mittelhochtönern, der Schall wird durch einen speziellen Schallkanal nach „vorne“ zum Gehörgang geleitet. Den Mittel-Hochtonbereich bestreiten gleich zwei identische Treiber. „Twin-Drive-System“ nennt man das bei JVC und verspricht sich davon neben einem höheren Wirkungsgrad auch Vorteile in Sachen Dynamik und Auflösungsvermögen. Die Treiber sitzen in einem Messingträger, der den Treibern sicheren Halt bietet und dem Kopfhörer eine hohe Stabilität verleiht. Bei so viel Aufwand will JVC auch beim Kabel keinen Klang verschenken und setzt auf Leiter aus sauerstofffreiem OFC-Kupfer und einen vergoldeten Klinkenstecker. Die Kehrseite des getriebenen Aufwandes ist offensichtlich: Die In-Ears sind vergleichsweise groß und schwer. Sie verschwinden nicht so dezent im Gehörgang, wie das die kleinsten Exemplare der Gattung tun. Vielmehr ragt der Subwooferteil deutlich aus den Ohren heraus. Dankbarerweise trägt er noch einen JVC-Schriftzug, sodass man das Gefühl hat, das einem Reklametafeln aus den Ohren ragen. Ok, so wild ist es nicht und man wird ja mal ein wenig frotzeln dürfen. Das im Vergleich zu anderen In-Ears etwas höhere Gewicht gleichen die HA-FXZ200-E durch eine geschickte Formgebung aus, so dass sie bequem und sicher in Ohr sitzen. Zur individuellen Anpassung liegen Ohrstücke in drei Größen bei. Klanglich zahlt sich der getriebene Aufwand voll aus. Ich gehe so weit zu behaupten, dass die JVC HA-FXZ200-E die bestklingenden In-Ears sind, die mir bislang in die Ohren gekommen sind. Das fängt beim Bass an, der in dieser Kategorie wirklich Maßstäbe setzt und der sich nicht hinter dem fetter Around-Ears mit 50-mm-Treibern verstecken muss. Er geht tief hinunter, bleibt aber straff und bestens kontrolliert.
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Preis: um 250 Euro

JVC HA-FXZ200-E

Spitzenklasse

4.0 von 5 Sternen

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