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Kategorie: Kopfhörer InEar
20.10.2015

Einzeltest: Final Heaven VII

Himmlisch Final hoch 7

11327
Michael Bruss
Michael Bruss

Final hat das Audio Design verloren – nur im vermarkteten Namen, natürlich! Die Aussage aber ist klar: Wer mit einem Kopfhörer oder In-Ear von Final hört, ist am Ende der Suche nach dem bestmöglichen Klang angelangt. Kann der Heaven VII dieses Versprechen einlösen?Auf der High End 2015 in München hat Final gleich zwei Paukenschläge vorgestellt: Die Modelle Sonorous VIII und Sonorous X liegen preislich in Sphären, die mit 2.

700 Euro beziehungsweise 4.500 Euro nicht mehr als günstig bezeichnet werden können. Leider konnte ich die neuen Topmodelle der Japaner auf der Messe nicht intensiv hören, doch dafür soll mich nun der In-Ear Final Heaven VII entschädigen. Auch er ist mit einem unverbindlichen Verkaufspreis von 550 Euro ambitioniert eingepreist, aber der oder die stolze neue Besitzer/-in bekommt dafür auch eine Menge geboten. Da wäre erst einmal das Design zu nennen, das es so bei „ernsthaften“ High-End-Marken wohl kein zweites Mal geben dürfte: Die Rückseite der beiden soliden Metallohrhörer macht ordentlich was her. Interessenten können zwischen den Ausführungen schwarz (na ja, geht so) silbern (wow!) und goldfarben (eher was für außereuropäische Märkte) wählen. Das Gehäuse selbst ist im Metal-Injecton-Molded- Verfahren (MIM) hergestellt, das eine Spritzgussverfahren ist, bei dem ein Metallpulver mit einem Bindematerial und einem Harz vermischt wird und alles zusammen dann extrem hoch erhitzt wird. So sollen die Gehäuse besonders präzise hergestellt werden können, was laut Final einen sehr hohen Einfluss auf die Klangqualität des Ohrhörers hat. Der Grad an Präzision sei mit herkömmlichen Herstellungsverfahren gar nicht zu erreichen, so die Japaner. Ebenfalls sei es nicht möglich, den Grad an Stereoabbildung und Basspräzision in einem In-Ear zu erreichen, wenn man auf konventionelle Treiber setze, so Final; daher baut man im Osten einen Balanced-Armature-Treiber ein, der mit einer speziellen Balancing- Air-Movement“-Technologie gerade in diesen Bereichen außergewöhnliches zu leisten imstande sein soll. Die Heaven-VII-In-Ears kommen übrigens (wie von Final schon gewöhnt) in einer der coolsten Verpackungen ever: Von der Außenverpackung in schwarzer Krokolederoptik über die Fellimitat-Innenausstattung bis hin zum glänzenden Vollmetall- Etui, mit dem die himmlischen Finalisten mehr als standesgemäß ihre Reise in der First Class antreten dürfen. Die Verarbeitungsqualität der Heaven VII ist makellos, die Ohrhörer liegen gut in der Hand und sitzen mit einer der fünf verschiedenen Ohrpassstückgrößen gut (und nicht so tief, wie man es ob der Optik vermuten könnte) im Ohrkanal. Das flache Verbindungskabel soll sehr wenig anfällig für Mikrofonieeffekte sein. Auf eine Kabelfernbedienung oder gar ein Mikrofon verzichten die klangbewussten Japaner selbstredend. 

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Preis: um 550 Euro

Final Heaven VII

Referenzklasse

4.0 von 5 Sternen

-

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