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Kategorie: Kopfhörer InEar
20.10.2015

Einzeltest: Final Heaven II

Himmlisch räumlich!

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Michael Bruss
Michael Bruss

Ein inhärentes Problem von In-Ear-Hörern ist es, dass sie den Schall sehr nah am Trommelfell entstehen lassen und somit genau die Einflüsse ausblenden, die ein „räumliches“ Hören ermöglichen. Final Audio will mit seinem Balanced-Armature- Treibersystem diesem negativen Effekt entgegenwirken.

Falls Sie noch nie etwas von Final Audio Design gehört haben sollten, muss Sie das nicht nachdenklich stimmen. Zwar wurde bereits seit 1979 von Kanemori Takai, der gegenwärtig auch der Chef von Final Audio Design ist, hochwertiges HiFi auf den Markt gebracht (unter anderem ein 800 Kilogramm schwerer Hornlautsprecher aus Edelstahl, die OPUS204, oder der monumentale „Parthenon 2052“-Plattenspieler), doch Kopfhörer und In-Ear-Hörer unter dem Namen Final Audio Design sind erst seit dem Jahr 2009 auf dem Markt erhältlich. Besagtes „Balanced-Armature-System“ ist eine von Final Audio Design selbst entwickelte Technologie, die versucht, etwas Distanz zwischen Schallerreger und Trommelfell zu bringen und so eine realistischere Räumlichkeit und ein Live-Erlebnis zu erzielen. Dazu setzen die Japaner bei den Heaven-Modellen auf ein relativ langes Ohrstück aus mehreren Teilen. Im hinteren Teil aus Hartplastik sitzt das eigentliche Treibersystem. Davor schließt sich ein rohrförmiges, maschinell bearbeitetes, hochfestes Edelstahlgehäuse an, auf dessen vorderem Ende ein „mechanischer Filter“ aus zwei verschiedenartigen Schaumstoffmaterialien sitzt, der die Klangbalance justieren soll. Darauf kann der Kunde dann verschieden große Ohrpassstücke setzen – und auch noch zwischen zwei unterschiedlichen Formen wählen: einmal eine nach hinten abgerundete, fast kugelförmige Version, und dann die gebräuchlichere, haubenartige Variante. Das ganze Ensemble ist ungewöhnlich lang, was zu einem etwas ungewohnten Tragegefühl führt, denn zumindest in meine (recht kleinen) Gehörgänge lassen sich selbst die kleinsten Passstücke nicht sehr tief einführen, so dass die In-Ears gefühlt relativ weit herausragen. Die Schwerkraft sorgt dann dafür, dass es sich ein bisschen so anfühlt, als ob die Teile gleich herausfallen wollten; was mir während der Testphase allerdings nie passiert ist. Die gummierten Kabel sind ausreichend lang und machen einen stabil an den Ohrhörern befestigten Eindruck. Aufgefallen ist mir, dass es mit diesem Kabel zu relativ geringen Mikrofonieeffekten kam. Ausstattungsseitig gibt sich Final Audio Design beim in Schwarz und Grau-blau erhältlichen Heaven II recht bescheiden. Hier geht es um guten Klang bei bester Verarbeitungsqualität – Schnickschnack wie ein Mikrofon, Lautstärkeregelung, Titelwahl und Play/Pause-Tasten oder Y-Adapter am Kabel sucht man vergebens.
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Preis: um 100 Euro

Final Heaven II

Oberklasse

3.5 von 5 Sternen

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