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Kategorie: Kopfhörer Hifi
20.10.2015

Einzeltest: Yamaha HPH-MT220

Produzenten im Fokus

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Dr. Martin Mertens
Dr. Martin Mertens

Im letzten Heft habe ich den Yamaha HPH-PRO 500 vorgestellt, der mit seinem stylischen Design und dem eindrucksvollen Bassbereich klar auf den Geschmack des trendigen Endverbrauchers zielt. Der HPHMT220 zielt dagegen eher auf Kunden aus dem professionellen Sektor.

Die Kopfhörer im aktuellen Yamaha Programm sind ganz klar auf zwei Zielgruppen ausgerichtet: den Consumer-Bereich und den profssionellen Bereich. Wobei gerade die Consumer- Modelle stolz ein „Pro“ in der Typenbezeichnung tragen. Der hier getestete HPHMT220 kommt ohne „Pro“ aus. Dass er aber im professionellen Bereich zu verorten ist, zeigt schon, dass unserem Testmuster eine CD-ROM mit der Software Wavelab LE7 von Steinberg beiliegt. Die verhält sich zur „großen“ Version von Wavelab ungefähr so, wie Photoshop Elements zu Photoshop, nur dass es sich hier um eine professionelle Audio- Mastering-Software und nicht um ein Bildbearbeitungsprogramm handelt. (Die aktuelle „kleine“ Version von Wavelab 8 heißt jetzt übrigens Wavelab 8 Elements). Damit spricht Yamaha mit dem HPH-MT220 klar Menschen an, die nicht nur Musik hören, sondern auch Musik produzieren. Für genau die ist Wavelab nämlich das Maß der Dinge. Auch wenn das Design des HPH-MT220 nicht ganz so stylisch ist, ist es auf jeden Fall gut gelungen. Und was noch viel wichtiger ist: Mein größter Kritikpunkt am trendigen HPH-PRO 500, der nicht so optimale Tragekomfort, ist beim HPH-MT220 kein Thema. Die Ohrmuscheln bieten auch großen Ohren Platz, sowohl die Ohrpolster als auch die Polsterung des Kopfbügels sind weich und anschmiegsam. Der Verstellbereich des Kopfbügels ist praxisgerecht und nicht zuletzt der Anpressdruck ist so sanft wie er eben sein kann, um trotzdem einen sicheren Sitz zu gewährleisten. Die Gelenke, die die Ohrmuscheln halten, bieten einen weiten Einstellbereich, so dass der Kopfhörer auf alle Köpfe passen sollte. Einzig, dass die Ohrmuscheln nicht sehr tief sind und größere Ohren die Stoffbespannung vor den Treibern berühren, könnte man kritisieren. Allerdings mag das dem Bemühen geschuldet sein, das Volumen der Ohrmuscheln klein zu halten, um hier mögliche negative Einflüsse zu vermeiden. Da der HPH-MT220 eher für den täglichen Einsatz im Studio gedacht ist, verzichtet Yamaha darauf, ein Etui oder eine Tasche mitzuliefern. Dafür gibt es einen sehr soliden Klinkenstecker. Die 6,3-mm-Klinke kann abgeschraubt werden, darunter verbirgt sich noch eine 3,5-mm-Miniklinke. Ich persönlich schätze, dass Yamaha dem HPH-MT220 ein Spiralkabel spendiert hat. Das ist praktisch, wenn man nah am Kopfhörerverstärker sitzt, da das Kabel ohne Zug recht kurz ist und nicht so schnell irgendwo hängen bleibt, und dabei trotzdem einen hohen Bewegungsspielraum erlaubt. Auch der Klang richtet sich klar an eine andere Klientel als die an die populären „Beats By Dr. Dre“ angelehnten Consumer-Modelle.
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Preis: um 230 Euro

Yamaha HPH-MT220

Spitzenklasse

3.5 von 5 Sternen

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