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Kategorie: Kopfhörer Hifi
20.10.2015

Einzeltest: Perfectsound m100

Ein bisschen wie Lego

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Dr. Martin Mertens
Dr. Martin Mertens

Das mit dem Lego ist nicht im Geringsten despektierlich gemeint. Ich glaube, kaum ein Spielzeug regt die Fantasie, das dreidimensionale Denken und die motorischen Fähigkeiten so an wie die genialen bunten Steinchen, denen ich allerhöchsten Respekt zolle.

Und damit ist die Überschrift ein Kompliment an den Perfectsound m100.Was mich beim Perfectsound m100 an Lego erinnert? Nun, erstens, dass es ihn in recht bunten Farben gibt – neben dem Orange/Blau des Testmusters gibt es ihn noch in Schwarz/Rot; zweitens, dass er im Wesentlichen aus einem sehr zähen, hochwertigen Kunststoff besteht und drittens, dass man ihn umbauen kann. Das sieht man an der einfachen, aber effektiven Mechanik, die einerseits ein ganz klein wenig retro, andererseits eben auch ein bisschen wie Lego aussieht. Der Sinn dieser Mechanik ist, dass man die Gehäuse mit den „normalen“ Treibern gegen solche mit „Super-Bass“-Treibern austauschen kann. Ich gebe zu, ich war ziemlich überrascht, als ich den Perfectsound m100 o („o“ für orange, die rote Version trägt erwartungsgemäß ein „r“ hinter der Typenbezeichnung) in den Händen hielt. Vom verwendeten Material und damit vom Anfassgefühl stellt er quasi die Antithese zum kürzlich an dieser Stelle vorgestellten Spitzenmodell von Perfectsound, dem Dido d901 dar. Der hat einen recht selbstbewussten Preis, den er aber klanglich uneingeschränkt rechtfertigt. Allerdings macht Perfectsound den Anspruch seines Spitzenmodells auch durch eine ziemliche Materialschlacht deutlich. Selten hatte ich einen Kopfhörer in der Hand, bei dem so viel massives Metall verbaut war – was sich leider auch in einem vergleichsweise hohen Gewicht und damit verbundenen leichten Einschränkungen beim Tragekomfort niederschlug. Die filigrane Kunststoffkonstruktion des m100 wiegt nicht die Hälfte von einem Dido d901. Als On-Ear ist er darüber hinaus ein wenig kleiner, auch wenn er für einen On-Ear wiederum nicht ganz so zierlich ausgefallen ist.

Ausstattung


Zur Ästhetik des m100 muss man stehen. Zumindest ist das beiliegende, 1,3 Meter lange Flachkabel in einem zum Kopfbügel passenden Orange gehalten. Es verfügt über eine Ein- Tasten-Fernbedienung mit Mikro, so dass der m100 am Smartphone auch als Headset eingesetzt werden kann. Dass das Kabel austauschbar ist, dürfte klar sein – schließlich kann man ja die Treibereinheiten wechseln, und die müssen natürlich verkabelt werden. Neben den fast üblichen Adaptern (auf 6,3-mm-Stereoklinke und auf einen Flugzeuganschluss) ist im Lieferumfang noch eine Transporttasche enthalten, die gleich den notwendigen Platz für die Austauschtreiber bietet.

Passform


Aufgrund seines geringen Gewichts und der üppigen Ohrpolster sitzt der m100 ausgesprochen bequem. Einzig, dass die Gehäuse nicht in der Vertikalen beweglich sind und auch ohne ohrgerechte Winkel montiert sind, bewirkt, dass allein die Polster ausgleichem müssen, dass die Ohren nun mal nicht flach am Kopf anliegen. So entsteht eine ungleichmäßige Druckvertreilung auf die Ohren. Das ist dank der weichen Polster aber kein Problem.

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Preis: um 240 Euro

Perfectsound m100

Spitzenklasse

4.0 von 5 Sternen

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