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Kategorie: Kopfhörer Hifi
20.10.2015

Einzeltest: Abyss AB 1266 Phi

Amerikanisch abgedreht

Kopfhörer Hifi Abyss AB 1266 Phi im Test, Bild 1
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Die Headline verlangt eine Klarstellung: Ich meine das nicht politisch, sondern auf den Kopfhörer Abyss AB 1266 Phi bezogen. Der ist nämlich ein positives Beispiel dafür, dass es im Land der unbegrenzten Möglichkeiten eben unbegrenzte Möglichkeiten gibt, die auch zu solch leicht abgedrehten Produkten führen können.

Kopfhörer Hifi Abyss AB 1266 Phi im Test, Bild 2Kopfhörer Hifi Abyss AB 1266 Phi im Test, Bild 3Kopfhörer Hifi Abyss AB 1266 Phi im Test, Bild 4Kopfhörer Hifi Abyss AB 1266 Phi im Test, Bild 5
Das hat Charme. So einfach mal in die Vollen, ohne Rücksicht auf Kleinigkeiten wie Kostenkalkulation (Erbsenzählerei), Ästhetik (Blödsinn, HiFi ist ein Männerhobby) oder einfach alles, was nicht dem ultimativen Klang oder solider Unzerstörbarkeit dient (if it brakes, make it bigger) . Ergonomie oder Passform? Da kann man vielleicht geringfügige Zugeständnisse machen – müssen wir noch drüber reden. Schließlich hat ja sogar Harley die Sache mit dem Starrrahmen irgendwann aufgegeben und Federelemente an Motorrädern verbaut. Bis dahin hat es aber auch ein Fahrradsattel getan. Nun kommt der Abyss AB 1266 Phi nicht aus Milwaukee, Wisconsin, sondern aus Lancaster, New York, und zwar aus der Schmiede von JPS Labs. Schwerpunktmäßig hat sich die Firma auf HiFi-Kabel spezialisiert und vor einigen Jahren mit Abyss eine Marke für kompromisslose, magnetostatische Kopfhörer etabliert. Und ja, den Vorgänger, den Abyss AB 1266, habe ich schon vor drei Jahren an dieser Stelle einmal vorgestellt. Zur diesjährigen High End hat Abyss aber die neue, überarbeitete „Phi“ Version mitgebracht, und der rührige Deutschland-Vertrieb in Form von Uwe Heile hat mir den neuen Wurf von Joe Subinski, Chef und Mastermind von JPS Labs, für einen Test zur Verfügung gestellt.
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Ausstattung

Prinzipiell handelt es sich beim Abyss AB 1266 Phi um einen offen gebauten, magnetostatischen Kopfhörer. Aber um was für einen. Die Treiber werden einzeln von Hand bei JPC beziehungsweise Abyss gebaut. Im Vergleich zum Vorgängermodell haben die Amerikaner vor allem am Magnetsystem gearbeitet – das große Phi (Φ) ist unter anderem die physikalische Bezeichnung für den magnetischen Fluss. Okay, das Tüfteln an den Magnetstrukturen der magnetostatischen Treiber gehört offensichtlich zu den Lieblingsbeschäftigungen von Entwicklern magnetostatischer Kopfhörer. Darüber hat mir schon Sankar Thiagasamudram, Mitbegründer und Chefentwickler von Audeze, einen stundenlangen Vortrag gehalten. So auskunftsfreudig wie bei Audeze gibt man sich bei Abyss leider nicht. Am „Chassis“ hat sich offensichtlich wenig getan. Der schwarz anodisierte Aluminium-Bügel, an den die Treiber starr befestigt sind, scheint mir unverändert. Und auch das elastisch aufgehängte Kopfband aus Leder, das die Konstruktion auf dem Kopf und über den Ohren schweben lässt, scheint mit keine Veränderung erfahren zu haben. Die magnetisch haftenden Ohrpolster aus Lammleder, die weiterhin kaum Kontakt zu den Ohren oder zum Kopf aufnehmen, gab es auch schon beim Vorgänger. Kleine Veränderungen gab es bei den elektrischen Parametern, die neue Version hat mit 42 Ohm eine etwas geringere Impedanz und mit 88 dB einen etwas höheren Wirkungsgrad als der Vorgänger. Auch die aktuelle Version will über ein eigenes Kabel pro Kanal symmetrisch angesteuert werden. Für das neue Modell bietet JPS Labs auch ein gegenüber dem Serienkabel aufgewertetes Austauschkabel an. 
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Passform

Passform? Kann man so eigentlich nicht sagen. Der AB 1266 Phi passt nicht, soll nicht passen, muss auch gar nicht passen. Zumindest nicht im üblichen Sinn. Wenn das Gerät auf dem Kopfband über den Ohren schwebt, reicht das völlig. So hält der Abyss sogar erstaunlich sicher. Gut, Headbangen sollte man damit nicht, aber es ist kein Problem, den Kopf zu neigen um an der Kaffeetasse zu schlürfen oder auch mal nach dem auf dem Couchtisch vor einem liegenden Plattencover zu greifen. Dabei bleibt der Kopfhörer, wo er hingehört. Der große Vorteil eines so entspannten Sitzes, bei dem die Ohrpolster kaum den Kopf berühren, ist, dass Brillenträger kein Problem mit dem Abyss haben.

Klang

Mittlerweile ist auch bei einem Kopfhörer ein Preisschild von 5.000 Euro kein Alleinstellungsmerkmal mehr – da hatte ich inzwischen auch andere in der Redaktion. Und von Geräten wie einem Sennheiser HE 1 (neuer Orpheus) für mittlerweile 60.000 Euro oder einem HiFiMan Shangri-La, der hier um die 70.000 Euro kosten würde, wollen wir mal gar nicht reden. Innerhalb seines preislichen Umfeldes ist der AB 1266 Phi sein Geld wert, das muss ich an dieser Stelle ganz deutlich sagen. Was dieser Kopfhörer an Transparenz, Auflösung und Details bietet, ist atemberaubend. Dass er das Ganze immer in einem musikalischen Zusammenhang belässt, macht ihn perfekt. Ich kenne kaum einen Kopfhörer, der ein großes Symphonieorchester so überzeugend abbilden oder einen großen Konzertflügel in seinem gesamten Facettenreichtum und seiner Komplexität so darstellen kann wie der AB 1266 Phi. Und wenn Zaz in „Je veux“ eindringlich singt, „vergiss Dein Geld“, möchte ich ihr leidenschaftlich beipflichten. Allerdings – ohne Geld kann man sich einen AB 1266 Phi niemals leisten.

Fazit

Ja, rund 5.000 Euro für den Abyss AB 1266 Phi sind viel Geld. Und ja, er bietet einen angemessenen klanglichen Gegenwert.

Preis: um 5000 Euro

Abyss AB 1266 Phi

Referenzklasse

4.0 von 5 Sternen

-

Ausstattung

 
Vertrieb Hifi Studio Falkensee 
Internet www.berlin-hifi.de 
Anschluss: 2 x 3-Pol-XLR 
Frequenzumfang 5 – 28.000 Hz 
Impedanz (in Ohm) 42 Ohm 
Wirkungsgrad (in dB) 88 dB 
Bauart Over-Ear, offen 
Gewicht (in g) 620 g 
Kabellänge (in m) austauschbar, serienmäßig 2 x 2,5-m-XLR-Einzelkabel 
Kabelführung beidseitig 
geeignet für: High End 
Ausstattung Anschlusskabel: 2,3 m mit 3-Pol-XLR-Steckern; Ledertasche 
Klasse Referenzklasse 
Preis/Leistung angemessen 

Bewertung

 
Klang 50%
Passform 20%
Ausstattung 20%
Design 10%

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