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Kategorie: In-Car Subwoofer Gehäuse
20.10.2015

Einzeltest: CZ Audio SF-12D2 BR12/1

Made in Austria

Car-Hifi Subwoofer Gehäuse CZ Audio SF-12D2 BR12/1 im Test, Bild 1
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Die Marke CZ Audio ist bislang eher in Insiderkreisen bekannt. Neben Arbeitsgerät für SPL-Wettbewerber gibt es auch den relativ gemäßigten Street Fighter.

Car-Hifi Subwoofer Gehäuse CZ Audio SF-12D2 BR12/1 im Test, Bild 2Car-Hifi Subwoofer Gehäuse CZ Audio SF-12D2 BR12/1 im Test, Bild 3Car-Hifi Subwoofer Gehäuse CZ Audio SF-12D2 BR12/1 im Test, Bild 4
Wir klären, was er kann.Der Streetfighter ist bereits die dritte Subwooferserie, die die Firma CZ Audio komplett in Eigenregie auflegt. Entstanden in den 1990ern aus der Wettbewerbsszene, kümmern sich heute Tibor und Zoltan Czenke in zweiter Generation um Entwicklung und Fertigung von ganz speziellen Subwoofern (und mehr). CZ wurde 2008 gegründet und ist im österreichischen Berndorf ansässig, wo auch alle Woofer und Gehäuse mit selbst erdachten Einzelkomponenten gefertigt werden. Membranen und Dustcaps sind eine Spezialität des Hauses, entstanden aus den Anforderungen beim dB-Drag, und sogar die Zentrierungen werden auf eigenen Werkzeugen eigenhändig gefertigt! Demzufolge ist selbst unser Testobjekt, der Street Fighter, durch eine hohe Eigenständigkeit gekennzeichnet. Neben der breiten Masse der Subwoofer sieht er sofort besonders aus. Die SPL-Gene sind auch diesem kleinsten CZ-Woofer anzumerken, so deutet die sehr harte Sicke mit ihrer hohen Kontur genauso wie die von einer Carbokappe verschlossene Membran auf hohen Schalldruck hin. Bei der Schwingspule handelt es sich um ein fettes Teil mit 76 mm Durchmesser, das auch Verstärker im Kilowattbereich verkraften dürfte. Dafür spricht auch der dicke Schwingspulendraht, der allerdings auch die bewegte Masse hinauftreibt. Von nichts kommt nichts, das gilt auch für das Magnetsystem, das mit den zwei XXL-Ferritmagneten eher in Richtung Sumo als in Richtung Fliegengewicht geht. Die Polplatten passen dazu, allein die obere der beiden hübsch verchromten Hardwareteile ist stolze 19 mm dick und erzählt damit einmal mehr von den dB-Drag-Genen des CZ-Woofers. Die Zuleitungslitzen im Schnürsenkelformat gehen ohne Terminals in dicke Kabel über, so dass ein verlustbehafteter Kontakt gespart wurde. Das natürlich ebenfalls im Hause CZ Audio gefertigte Gehäuse steht dem Woofer in nichts nach. Hier kommen 19er-Multiplexplatten zum Einsatz in Kombination mit 22er-Seiten sowie einer Dreiecksversteifung. Auch beim Finish lässt sich die österreichische Box nichts zuschulden kommen, der Filzbezug ist ok und eine mit Kunstleder bezogene Blende verdeckt gefällig den Schraubflansch des Woofers. Das Resultat sind stolze 40 Kilo Lebendgewicht. Man bekommt schon mal eine Menge Woofer fürs Geld. Bei unseren Messungen erweist sich der SF-12 als typischer Vertreter des klassischen Wooferbaus. Seine Parameter machen ihn universell einsetzbar, Antrieb hat er reichlich und er bietet recht viel Spielraum bei der Volumenwahl. Angenehm fällt auf, dass die Resonanzfrequenz trotz des hohen Gewichts nicht zu niedrig liegt, der Woofer hat eine schön stramme Einspannung. mit gut 60 Litern netto ist die Box nicht sehr handlich, dafür stimmt der Output. Das Reflexsystem ist auf 32 Hz getunt, so dass auch Dunkelbässe dem Woofer leicht von der Hand gehen sollten. Auf der Strecke bleibt wie nicht anders zu erwarten der Wirkungsgrad – damit ist der CZ Audio bekanntlich in bester Gesellschaft.

Sound
Im Auto drückt der Street Fighter gefühlt noch tiefer, als es die Messung verheißt. Bei exzessiven Tiefbassorgien ist dieser Woofer in seinem Element. Ohne untenrum auch nur einen Hauch nachzulassen, fegt er Druckwellen durchs Auto, dass einem Angst und Bange wird. Lang gezogene Bässe und Tiefschläge beherrscht der Woofer perfekt, wohingegen er schnelle Technobeats zwar brachial fett, jedoch nicht ultrapräzise zu Gehör bringt. Auch feine Nuancen sind nicht so sein Ding, er spielt zwar nicht unsauber, packt aber allzu gerne den dicken Knüppel aus, um kräftig zuzuhauen. Ganz klar der richtige Woofer für Leute, die von richtigem Tiefbass nicht genug bekommen können. Wem Hip-Hop und RnB lieber sind als Jazz oder Artrock, der wird mit dem CZ sicherlich glücklich.

Fazit

Ganz viel Woofer fürs Geld und ganz viel Tiefbass, dafür steht CZ Audio mit dem SF-12. Gemessen an Verarbeitung und Output ist der Street Fighter ein echtes Schnäppchen für Dunkelbassfanatiker.

Preis: um 280 Euro

CZ Audio SF-12D2 BR12/1

Spitzenklasse

3.5 von 5 Sternen

-

Ausstattung

 
Vertrieb A-2560 Berndorf 
Hotline +43 676 6829109 
Internet www.cz-audio.eu 
Korbdurchmesser (in cm) 31.3 
Einbaudurchmesser (in cm) 28 
Einbautiefe (in cm) 18.1 
Magnetdurchmesser (in cm) 20 
Gehäusebreite (in cm) 61.5 
Gehäusehöhe (in cm) 41 
Gehäusetiefe (in cm) 31 / 40 
Gewicht (in Kg) 39.3 
Nennimpedanz Box (in Ohm) 2 x 2 
Gleichstromwiderstand Rdc (in Ohm) 3.88 
Schwingspuleninduktivität Le (in mH) 2.22 
Schwingspulendurchmesser (in mm) 76 
Membranfläche (in cm²) 531 
Resonanzfrequenz fs (in Hz) 35.1 
mechanische Güte Qms 5.55 
elektrische Güte Qes 0.42 
Gesamtgüte Qts 0.39 
Äquivalentvolumen Vas (in l) 35.1 
Bewegte Masse Mms (in g) 209.5 
Rms (in Kg/s) 8.73 
Cms (in mm/N) 0.09 
B x l (in Tm) 21.3 
Schalldruck 1 W, 1 m (in dB) 84 
Leistungsempfehlung 300 - 600 W 
Testgehäuse BR 67,5 l 
Reflexkanal (d x l) 10 x 23 cm 
Preis/Leistung hervorragend 
Klasse Spitzenklasse 

Bewertung

 
Klang 50% :
Tiefgang 12.50%
Druck 12.50%
Sauberkeit 12.50%
Dynamik 12.50%
Labor 30% :
Frequenzgang 10%
Wirkungsgrad 10%
Maximalpegel 10%
Verarbeitung 20% :
Verarbeitung 20%

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