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Kategorie: In-Car-Lautsprecher 16cm
20.10.2015

Einzeltest: Arc Audio RS 6.0/RS 3.0/RS 1.0

Bodenständiges High End

Car-HiFi-Lautsprecher 16cm Arc Audio RS 6.0/RS 3.0/RS 1.0 im Test, Bild 1
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Dass vom amerikanischen Hersteller Arc Audio erstklassige Verstärker kommen, ist allgemein bekannt. Jetzt wollen die Jungs mit der Reference Series auch bei den Lautsprechern ganz vorne mitspielen.

Car-HiFi-Lautsprecher 16cm Arc Audio RS 6.0/RS 3.0/RS 1.0 im Test, Bild 2Car-HiFi-Lautsprecher 16cm Arc Audio RS 6.0/RS 3.0/RS 1.0 im Test, Bild 3Car-HiFi-Lautsprecher 16cm Arc Audio RS 6.0/RS 3.0/RS 1.0 im Test, Bild 4Car-HiFi-Lautsprecher 16cm Arc Audio RS 6.0/RS 3.0/RS 1.0 im Test, Bild 5Car-HiFi-Lautsprecher 16cm Arc Audio RS 6.0/RS 3.0/RS 1.0 im Test, Bild 6Car-HiFi-Lautsprecher 16cm Arc Audio RS 6.0/RS 3.0/RS 1.0 im Test, Bild 7Car-HiFi-Lautsprecher 16cm Arc Audio RS 6.0/RS 3.0/RS 1.0 im Test, Bild 8Car-HiFi-Lautsprecher 16cm Arc Audio RS 6.0/RS 3.0/RS 1.0 im Test, Bild 9
Egal, welche Serie man nimmt, Endstufen von Arc Audio sind erst einmal eines: Sie sind eigenständig und sorgfältig entwickelt und einfach ordentlich gemacht. Solides Engineering eben, und genau so scheint Arc Audio auch bei den High-End-Lautsprechern vorzugehen. Die neuen RS-Speaker sehen appetitlich aus, wie es sich für hochklassige Lautsprecher gehört, allein die präzise Fertigung und die aufwendige Bearbeitung der Einzelteile lässt das Herz jedes Lautsprecherliebhabers höherschlagen. Die Reference Series besteht aus vier Lautsprechern, dem Hochtöner RS 1.0, dem Mitteltöner RS 3.0 und den beiden Tiefmitteltönern RS 4.0 und RS 6.0. Komposysteme mit Frequenzweichen gibt es keine, sodass man sich je nach Anlagenkonzept sein Zwei- oder Dreiwege-Aktivset zusammenstellt. Alle RS-Lautsprecher werden als selektierte Pärchen angeboten, sodass sichergestellt ist, dass man trotz der im Lautsprecherbau (und auch sonst) unvermeidlichen Serienstreuung möglichst gleiche Chassis erhält. Ebenfalls allen Chassis gemeinsam ist die offene Entwicklung from scratch und ohne Restriktionen. Das Resultat ist die Verwendung feinster Materialien, die in aufwendigen Konstruktionen verbaut wer den. Wir durften uns großzügig im RS-Regal bedienen und haben das Dreiwegesystem aus RS 6.0/RS 3.0/RS 1.0 zum Test. Tieftöner und Mitteltöner zeigen eine starke Familienähnlichkeit. Beide kommen mit edlen Druckgusskörben, die mit ihren fünf filigranen Doppelspeichen maximal luftig ausfallen. Und beide glänzen mit bildschön CNC-gefrästen Antrieben, bei denen die gelaserten Beschriftungen das optische Sahnehäubchen bilden. Selbstverständlich kommt Neodym als Magnetmaterial zum Einsatz, und zwar von recht dicken schwarz lackierten Ringen. Das ist gut für einen geringen Platzbedarf, wenn es bei der Montage mal eng wird. Ebenfalls vom Feinsten sind die Schwingspulen, die Gewicht sparend aus CCAW, also verkupfertem Aluminiumdraht gewickelt sind. Das Besondere bei Arc Audio ist, dass die Spulen getempert sind, das heißt, sie wurden stufenweise erhitzt, um Lösemittelreste in Lack und Kleber schonend zu entfernen und sind so schon eingebrannt. Ebenfalls enthalten alle Antriebe Kurzschlussringe oder Polkernkappen aus Kupfer, die gegen Wirbelströme wirken und den Frequenzgang zu hohen Frequenzen hin verbessern. Aus gleichem Grund bestehen die Schwingspulenträger aus nichtleitendem Material wie Kapton oder Glasfaser. Bei den Konusmembranen vertraut Arc Audio auf Papier, allerdings versehen mit Füllfasern aus ägyptischem Papyrus, die sich anscheinend als optimal erwiesen haben. Und auch den Dustcaps erteilten die Entwickler ein überdurchschnittliches Maß an Aufmerksamkeit. Während andere Hersteller eher auf Phaseplugs setzen, bevorzugt Arc Audio die gute alte Dustcap, um Strömungsgeräusche am Polkern zu vermeiden und damit die ganze Membranfläche ausgenutzt wird. Doch statt schlichter Papier- oder Gewebekalotten haben die Arc-Entwickler aufwendige, gerippte Caps entwickelt, deren Design an eine Zitronenpresse erinnert. So wurden typische Dustcapeffekte wie Aufbrechen bei hohen Frequenzen vermieden. Der Hochtöner dagegen setzt auf eine Gewebemembran, die mit ihrer angenehmen Klangcharakteristik bestens zum Papier der Konustöner passt. Auch beim RS 1.0 kommt eine Kupferkappe zum Einsatz, außerdem gibt es ein Koppelvolumen im Aluminiumgehäuse. 

Messungen und Sound


Das kleine Koppelvolumen verhilft der 25-mm-Kalotte des RS 1.0 dann auch zu einer niedrigen Resonanzfrequenz von 900 Hz, die es ermöglicht, den Tweeter ab 2 kHz einzusetzen. Der Frequenzgang geht artig bis 24 kHz, ist jedoch leicht wellig, außerdem findet unser Messsystem eine harmlose Spitze beim „guten“ K2-Klirr, die auch noch mit 12 kHz unkritisch hoch liegt. Der RS 3.0 ist bis über 6 kHz mustergültig und arbeitet nahezu verzerrungsfrei, besser geht´s fast nicht. Hinzu kommt seine für ein derart kleines Chassis enorme Pegelfestigkeit. Auch der RS 6.0 lässt sich von großen Amplituden nicht aus der Ruhe bringen. Sein Klirrniveau ist ebenfalls sensationell niedrig, die „bösen“ ungeraden Harmonischen kleben förmlich an der Nulllinie. Ab 4 kHz bricht seine Membran in eine Reihe gutartiger Resonanzen auf, was ihn entsprechend getrennt problemlos zweiwegetauglich macht. Klanglich reihen sich die RS in der allerobersten Liga ein. Vom Fleck weg gelingt ein Klang, der gleichermaßen detailreich, neutral und angenehm ist. Nicht ein Hauch schiefer Töne oder ungebührlicher Spitzen dringt ans Ohr, besonders bei leisen Tönen hört man, dass das System absolut fehlerfrei arbeitet. Das Schöne ist, dass die RS-Lautsprecher sehr wohl losfetzen können. Heftige Dynamiksprünge werden nicht mit Verschlucken oder Verzerren quittiert, sondern schön präzise wiedergegeben. Der Bass kommt voll ans Ohr, er bleibt in allen Lebenslagen wohldosiert und fügt sich wie der Grundton nahtlos ins Gesamtbild ein. Weil auch die Stimmenwiedergabe zu den Schokoladenseiten der RS-Komponenten zählt, gehören die Arc Audios ganz klar zu den Topfavoriten unter den High-End- Lautsprechern.

Fazit

Mit diesen RS-Lautsprechern muss sich Arc Audio in der Königsklasse nicht verstecken. Sie sind blitzsauber entwickelt und gefertigt, bieten einen hervorragenden Klang und sind – im Umfeld des absoluten High Ends – noch nicht einmal überteuert.

Preis: um 1230 Euro

Arc Audio RS 6.0/RS 3.0/RS 1.0

Referenzklasse

5.0 von 5 Sternen

-

Ausstattung

 
Vertrieb: Fortissimo, Friedrichshafen 
Hotline: 07544 7414750 
Internet: www.arcaudio.eu 
Korbdurchmesser in mm 170 
Einbaudurchmesser in mm 146 
Einbautiefe in mm 69 
Magnetdurchmesser in mm 68 
Korb MT (in mm) 93 
Einbautiefe MT (in mm) 69 
Membran HT in mm 25 
Gehäuse HT in mm 41 
höchste Trennfreq. TT/MT 3,5k/6,0 k 
niedrigste Trennfreq. MT/HT 200/2,0 k 
Trennfreq. im Test 320/2,8k Hz 
EQ im Test Nein 
Gitter Nein 
Sonstiges Nein 
Nennimpedanz in Ohm
Gleichstromwiderstand Rdc in Ohm 3.07 
Schwingspuleninduktivität Le in mH 0.11 
Schwingspulendurchmesser in mm 38 
Membranfläche Sd in cm² 123 
Resonanzfrequenz fs in Hz 59 
mechanische Güte Qms 5.01 
elektrische Güte Qes 0.45 
Gesamtgüte Qts 0.43 
Äquivalentvolumen Vas in l 10.9 
Bewegte Masse Mms in g 14 
Rms in Kg/s 1.04 
Cms in mm/N 0.51 
B*l in Tm 5.87 
Schalldruck 2 V, 1 m in dB 87 
Leistungsempfehlung in W 50 - 200 W 
Preis/Leistung sehr gut 
Klasse Absolute Spitzenklasse 
- „Wenn es vernünftiges High End gibt, dann in Form der Arc-Audio-RS-Serie.“ 

Bewertung

 
Klang 55% :
Bassfundament 11%
Neutralität 11%
Transparenz 11%
Räumlichkeit 11%
Dynamik 11%
Labor 30% :
Frequenzgang 10%
Maximalpegel 10%
Verzerrung 10%
Verarbeitung 15% :
Verarbeitung 15%

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