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Kategorie: Hifi sonstiges
20.10.2015

Einzeltest: Nessie Vinylcleaner Pro

Meister proper

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Die plattenwaschende Welt hat sich ans Loch-Ness-Monster gewöhnt: Unter dem Label „Nessie“ erschien unlängst das dritte Modell des norddeutschen Herstellers Draabe. Wir haben Probe gewaschenEs ist Bewegung drin in der Welt der spezialisierten Reinigungsgeräte für Schallplatten: Lange Jahre war der Remscheider Hersteller Hannl (ja, genau, der mit der Rundbürste) in erster Reihe am Markt zu finden, jetzt isser weg: Günter Hannl hat seinen Betrieb schon vor längerer Zeit an Uwe Draabe verkauft.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die bekannten Hannl-Modelle über kurz oder lang vom Markt verschwinden, dürfte ziemlich hoch sein, Alternativen aus dem Haus des neuen Besitzers gibt‘s jedoch allenthalben. Die „Ur-Nessie“ namens „Vinylmaster“ bildet nach wie vor das Topmodell der Baureihe, nach dem „Nessie Vinylcleaner“ gibt‘s jetzt zusätzlich den „Vinylcleaner Pro“, der mehr oder weniger eine aufgebohrte Version des Vinylcleaners darstellt. Mit 1.350 Euro ist der Preis für die komplett ausgestattete Maschine ziemlich fair, wenn man sich ansieht, in welche Dimensionen sich die Preise für solche Geräte im Laufe der Jahre entwickelt haben. Gewiss, man muss die Waschflüssigkeit von Hand auftragen und die Maschine wäscht auch nur eine Plattenseite, weitere Einschränkungen gegenüber den superkomfortablen Geräten am Markt gibt‘s aber nicht. Der Vinylcleaner Pro steckt in einem aus dicken Kunststoffplatten aufgebauten Gehäuse. Das Verbinden der einzelnen Elemente besorgen Aluminiumprofile an den Kanten, in die die Platten eingeschoben werden. Deckel und Boden sind verschraubt. Das ist eine stabile und servicefreundliche Konstruktion. Das Gerät verfügt lediglich über einen einzelnen Taster zur Bedienung, ein Mikrocontroller steuert diverse Komfortfunktionen bei. Das Waschen einer Platte funktioniert so: Die Platte wandert auf den Plattenteller, ein Druck auf besagten Taster lässt den Antrieb mit einem leisen Knurren zum Leben erwachen. Der Hersteller empfiehlt eine „Vorwäsche“ mit einem feuchten Mikrofasertuch, damit dürfen Sie sich jetzt der Plattenoberseite widmen. Damit man besser überall hinkommt, tut der „Plattenpuck“ jetzt auch noch nicht not. Der Tellerantrieb wechselt in regelmäßigen Abständen die Drehzahl, das hilft auch in diesem Stadium schon bei der Entfernung von Verunreinigungen. Jetzt kann man per erneutem Druck auf den Taster den Motor wieder abschalten – muss man aber nicht. Den schweren, das Plattenlabel per Gummilippe gegen Feuchtigkeit schützenden Puck kann man auch so auflegen. Draabe liefert eine 200-Milliliter-Spritzflasche mit dem hauseigenen Reiniger „Vinylin“ mit. Nun gilt es, ein paar Spritzer davon auf die Plattenoberfläche zu praktizieren und den Bürstenarm über die Platte zu schwenken. Jener Arm trägt eine über die gesamte Plattenbreite reichende Bürste mit „Polyamid- Carbonfasern“.
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Preis: um 1350 Euro

Nessie Vinylcleaner Pro


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