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Kategorie: Hifi sonstiges
20.10.2015

Einzeltest: Aqvox MyDDC

USB mal anders

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Christian Rechenbach
Christian Rechenbach

Der eine oder andere Hersteller bietet sogenannte USB-Transports an, die sich als USB-Audiogerät am Computer anmelden und ein normales digitales Signal herausgeben. So etwas tut auch der Aqvox MyDDC.

Doch wozu braucht man so was?Vor ungefähr zwei Jahren ging es los. Plötzlich wollte die HiFi- Welt wieder D/A-Wandler, vorzugsweise mit USB-Anschluss. Die ersten Modelle konnten jedoch leider nur mit Basis-Austattung, also einer adaptiven Schnittstelle, die bis 48 kHz arbeitet, aufwarten. Wer Hochbit-Aufnahmen ordnungsgemäß darüber abspielen möchte, muss in Röhre gucken. Dieses Problem zu lösen und nebenbei noch klangliche Verbesserungen zu implementieren hat sich das Hamburger Unternehmen Aqvox auf die Fahne geschrieben und eine ganz interessante und ausgereifte Lösung entwickelt. Das Gerät, von dem ich rede, nennt sich MyDDC und kostet erfreulicherweise so wenig, dass sich die Investition lohnt. Ihren alten D/A-Wandler können Sie also ruhig behalten, er wird durch diesen netten, kleinen Kasten lediglich aufgewertet. Der MyDDC ist in der Lage, die heutzutage geforderte Bandbreite von 192 kHz in 24 Bit über USB zu verdauen und an die S/PDIFSchnittstelle des Wandlers weiterzuleiten. Das ist seine primäre Aufgabe. Und dieser kleine USB-Transport ist mal ein ernsthaftes Teil geworden. Da sollte man sich von der schieren Größe der Behausung gar nicht ablenken lassen. Auf der Habenseite, jetzt kommen wir zur zweiten Aufgabe, die er zu erfüllen hat, stehen Dinge wie Hardware- Asio, asynchrone Übertragung und Re-Clocking. Genau so macht man das heutzutage, wobei gerade die hundertprozentige Asio-Implementierung ein nicht zu verachtender Punkt ist. So ist bitgenaue Übertragung der Musikdaten in den D/A-Wandler möglich, und das ist doch genau das, was wir erreichen wollen. Und auch zum Thema asynchron hat Aqvox noch was zu sagen. So hundertprozentig asynchron ist die Übertragungsstrecke nicht – eher besser. Die Hamburger nutzen für die Übertragung der Musikdaten den asynchronen Bulk-Modus. Diese Art der Datenübertragung wird auch beispielsweise bei Druckern oder anderen Geräten verwendet, bei denen hundertprozentig korrekte Übertragung großer Datenmengen sicher sein muss. Der Bulk-Transfer sendet seine Datenpakete, die je nach Abtastrate des Musiksignal unterschiedlich groß sind, alle fünf Milisekunden. Die dadurch erzielte Datenrate ist so groß, dass noch genug Headroom bleibt für Fehlerkorrektur, Neuversenden der Daten und so weiter. Das bedeutet, dass die Übertragungsrate 5-mal geringer ist als bei herkömmlichem isochronen Transfer. Der PC muss nicht mehr einmal pro Millisekunde einen Transfer ausführen, sondern nur noch alle fünf Millisekunden, was die Übertragungsstrecke weniger anfällig gegen Dinge wie Überlastung des Mikroprozessors macht. Im Prinzip ist dieser Bulk-Modus genauso gut wie der normale asynchrone Modus, belastet den Computer aber weitaus weniger.
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Preis: um 150 Euro

Aqvox MyDDC


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