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Kategorie: Hifi sonstiges
20.10.2015

Einzeltest: Shaknspin W&F-Analyzer

Plattenspieler-Messtechnik für jedermann

Hifi sonstiges Shaknspin W&F-Analyzer im Test, Bild 1
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Wissen Sie eigentlich genau, was Ihr Plattenteller auf seinem Weg um die eigene Achse alles so treibt? Mit diesem trickreichen Messgerät eines portugiesischen Startups könnten Sie das feststellenEs trägt den Namen „Shaknspin“ und sieht aus wie ein rund zehn Zentimeter hohes leicht unförmiges „L“ mit eingebautem Display. Mit einem Preis von 250 Euro bewegt sich das ungewöhnliche Maschinchen in einem für seriöse Messtechnik erfreulich gemäßigten Preisbereich.

Hifi sonstiges Shaknspin W&F-Analyzer im Test, Bild 2Hifi sonstiges Shaknspin W&F-Analyzer im Test, Bild 3Hifi sonstiges Shaknspin W&F-Analyzer im Test, Bild 4Hifi sonstiges Shaknspin W&F-Analyzer im Test, Bild 5
Und was genau soll das tun? Im einfachsten Falle die Drehzahl des Plattentellers ermitteln. Das allerdings kann ihr Smartphone auch mit erfreulicher Genauigkeit, und die dazugehörige App ist erheblich günstiger als ein Shaknspin. Auch wenn die im Shaknspin eingebaute Sensorik eine ähnliche ist wie die in Ihrem ständigen Begleiter, kann das Gerät viel mehr: Auf dem drehenden Plattenteller im Bereich um die Tellerachse positioniert, misst es 500 mal pro Sekunde äußerst exakt die eigene Position im Raum und kann aus den gewonnenen Daten ein sehr exaktes „Bewegungsprofi l“ des Plattentellers ermitteln. Der Sinn der Sache besteht darin, so genannte „Wow & Flutter“-Daten zu ermitteln, die vielfältigen Aufschluss über die Meriten des Plattenspielerantriebes und eventuell über das Tellerlager geben. In der Hochzeit des Plattenspielers gehörte die Angabe zumindest des DIN-bewerteten „W&F“-Wertes zwingend zu einem Plattenspieler dazu: Die DIN erlaubt eine Gleichlaufstörung – das bedeutet der englische Begriff ganz grob – von maximal 0,2 Prozent, gute Geräte liegen eine Zehnerpotenz darunter. Shaknspin macht die Ermittlung des Wertes kinderleicht: Man nimmt das Gerät per rückseitigem Schalter in Betrieb, legt es neben den Plattenspieler aufs Rack und wartet, bis es per Display Betriebsbereitschaft vermeldet. Durch Kippen nach vorne oder hinten kann man durch die Menüeinträge „scrollen“, ein Schwenk zur Seite aktiviert die entsprechende Option. Im Falle der W&F-Messung gilt es das Gerät dann in der Nähe der Achse auf den drehenden Teller zu legen und Mikrocontroller und Beschleunigungssensor ihren Job machen zu lassen. Nach rund 15 Sekunden vermeldet das kleine Farbdisplay Vollzug und man kann das Gerät entfernen und die Darstellungen der Messergebnisse bewundern. Davon gibt’s gleich fünfzehn verschiedene plus diverse grafische Darstellungen des Ermittelten. Spannend sind dabei zum Beispiel die statistischen Auswertungen der Geschwindigkeitssabweichungen rund um die Nenndrehzahl, aus der sich eventuelle Probleme mit dem Antriebsmotor, dem Riemen oder anderen Komponenten des Drehers identifizieren lassen. Bis hierhin funktioniert Shaknspin bestens, ab jetzt wird’s in Sachen Computerei etwas anspruchsvoller und hakeliger: Alle Ergebnisse lassen sich per Bluetooth-App auf ein Android-Smartphone oder -Tablet transferieren, es gibt eine App dazu. Mit der lassen sich die Daten im sogenannten „CSV“ Format speichern und weiterverarbeiten. Wer hübsche Grafiken will, der braucht zur Weiterverarbeitung mittels der Dateivorlage des Herstellers zwingend Microsofts Excel in der aktuellen 2019er Version und muss willens sein, die Dezimaltrennzeichen in den Tabellen von Punkten zu Kommata zu konvertieren. Bis jetzt habe ich noch keine gute automatisierte Methode dafür gefunden. Die von dem Gerät gewonnenen Daten sind plausibel, reproduzierbar und erlauben zumindest qualitative Aussagen über den Antrieb eines Plattenspielers. Wir hegen definitiv den Wunsch, unsere Plattenspielertests künftig mit Ergebnissen des Gerätes zu garnieren. Allerdings erst dann, wenn wir eine Möglichkeit gefunden haben, die Messdaten mit einer „richtigen“ W&F-Messapparatur gegenzuchecken. Die gibt’s leider nur noch ziemlich selten, aber wir arbeiten daran. Unserer bisheriger Rekordhalter unter allen gemessenen Geräten ist übrigens, vielleicht nicht ganz überraschend, der TechDAS Air Force III mit einer W&F-Abweichung nach DIN von 0,025 Prozent.

Fazit

Ein cleveres Gerät, mit dem sich vielfältige Aussagen über die Qualität eines Plattenspielerantriebs machen lassen

Preis: um 250 Euro

Hifi sonstiges

Shaknspin W&F-Analyzer


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Ausstattung

 
Kategorie W&F-Messgerät 
Preis in Euro: 250 Euro 
Vertrieb: Shaknspin, Lissabon, Portugal 
Internet: shaknspin.wordpress.com 
Abmessungen (B x H x T in mm) 106/33/63 
Gewicht: ca. 115 g 

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