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Kategorie: Fernseher
20.10.2015

Einzeltest: Panasonic Z1

Völlig kabelfrei

Fernseher Panasonic Z1 im Test, Bild 1
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Mit den Modellen der brandneuen Z1-Serie TX-P46Z1E und TX-P54Z1E will Panasonic neue Maßstäbe im Premium-Segment der Plasmafernseher setzen. Wir haben uns das neue Konzept, das unter anderem auf drahtlose HD-Übertragung setzt, anhand des 46-Zoll-Modells schon vor der offiziellen Markteinführung ansehen können.

Fernseher Panasonic Z1 im Test, Bild 2Fernseher Panasonic Z1 im Test, Bild 3Fernseher Panasonic Z1 im Test, Bild 4Fernseher Panasonic Z1 im Test, Bild 5Fernseher Panasonic Z1 im Test, Bild 6
Gleich beim Auspacken des Z1 im Testlabor fiel auf, dass das über 20 Kilogramm schwere Display bis auf ein Netzkabel und einen HDMI-Eingang keine der üblichen Anschlüsse zeigt. Vielmehr sind sämtliche analogen und digitalen Schnittstellen in einer separaten Tunerbox untergebracht. Diese Empfangs- und Medienzentrale verarbeitet jedes gängige TV-Signal, sei es Kabel, DVB-T oder DVB-S und -S2 einschließlich HDTV und bietet umfangreiche Anschlussmöglichkeiten.
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Vielseitige Ausstattung

Auf der Rückseite der Tunerbox gibt es neben drei HDMI-1.3-Eingängen auch einen HDMI-Ausgang. Über zwei Scartbuchsen, Komponenteneingang, und Audioeingänge finden analoge Signalquellen wie Video- oder DVD-Rekorder, die noch kein HDMI haben, Anschluss. Ein optischer Digitalausgang (S/PDIF) liefert erstklassigen Mehrkanalton. Über eine Netzwerkbuchse kann der Fernseher ins heimische Computernetz eingebunden werden, um auf einen Medienserver oder das Panasonic-Portal Vieracast zuzugreifen. Hinter der Frontklappe der Box finden sich weitere Anschlussmöglichkeiten wie VGA, Video, S-Video, SD-Kartenleser und ein vierter HDMI-Eingang. Der Clou ist jedoch, dass die separate Tunerbox und das Display völlig drahtlos miteinander kommunizieren und dabei die volle HDTV-Auflösung bis 1080p unterstützen. Zu diesem Zweck liefert Panasonic eine Empfängereinheit, die an der Rückseite des Panels befestigt wird, und eine Sendereinheit für die Tunerbox mit, die an deren HDMI-Ausgang angedockt wird.

Drahtlos mit Full HD

Die Funkverbindung zum Display arbeitet im 60- Gigahertz-Bereich, also mit sehr hohen Frequenzen, die den Transport großer Datenmengen ermöglichen. Wie sich das System in der Praxis bewährt, war eine der spannendsten Fragen im Test. Im Testlabor funktionierte die Wiedergabe von digitalem Fernsehen einwandfrei, wobei neben Standardfernsehen auch HDTV über Satellit zugespielt wurde. Der Satellitentuner des Z1 erkannte alle vier Satellitenpositionen unserer Referenz-Satellitenanlage automatisch im kürzester Zeit. Die digitale Bildqualität über DVB-S kann schon als sehr gut bezeichnet werden, wenn man berücksichtigt, dass es sich um Standardfernsehen im Format 576i handelt. Wichtiger noch war der HDTV-Empfang. Sowohl die ARD-/ZDF-Testsequenzen in 720p als auch BBC-HD in 1080i wurden über Astra 19,2° Ost und Astra 2D auf 28,5° Ost empfangen und vom Z1 in hervorragender Qualität dargestellt. Die nächste Herausforderung war das Format 1080p60 vom Blu-Ray-Player. Auch hier spielte die kabellose Kombination einwandfrei mit. Selbst 24p-Signale wurden über die Funkverbindung ohne Beanstandung reproduziert. Erst als wir die Bedingungen verschärften, indem die Entfernung auf über fünf Meter vergrößert wurde und zusätzlich eine Gipskartonwand die direkte Sichtverbindung zwischen Box und Display beeinträchtigte, kam es zeitweise zu sichtbaren Fehlern. Daher sollten Sender und Empfänger immer in demselben Raum bei möglichst ungestörter „Sichtverbindung“ aufgestellt sein.
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Vorbildliches Bild

Das Plasmadisplay des 46-Zoll-„Z1“, das aus der aktuellen NeoPDP-Generation stammt, ist mit unter 3 Zentimetern rekordverdächtig flach. Dennoch überzeugte es im Test mit seiner Bildqualität auch bei kritischen Filmsequenzen. Für die kinogerechte Wiedergabe von hochauflösenden Bildern hält der Panasonic einen speziellen THX Bildmodus bereit. Im THX-Modus lieferte der Panasonic eine sehenswerte Bildqualität mit sehr natürlicher Farbwiedergabe und räumlicher Tiefenwirkung. Insgesamt brachte er über HDMI im THX-Modus eine ausgesprochen ausgewogene Darstellung, die zudem feinste Details auch in dunklen Partien erkennen ließ.

Ausbaufähig

Das Unterhaltungsprogramm des Panasonic TXP46Z1E fängt mit Fernsehen, HDTV und Blu-ray- Wiedergabe erst an. Wer einen fetteren Sound als über die passend mitgelieferten schlanken Säulen wünscht, die direkt an die Seiten des Displays montiert werden können, kann etwa ein Panasonic Surroundsystem anschließen und über „HDAVI Control“ in den Grundfunktionen über den Z1 steuern. HDAVI ermöglicht übrigens außerdem die Steuerung von Pansonic-DVD-Geräten und Blu-ray-Playern über den Fernseher. Für den Anschluss einer HD-Digitalkamera bietet sich der Front-HDMI-Eingang der Tunerbox an, die auch über einen SD-Kartenleser beispielsweise die letzten Urlaubsbilder oder AVCHD-Videos zeigt. Die Netzwerkschnittstelle ist zum einen das Tor zum Panasonic-Medienportal „Viera Cast“, zum anderen unterstützt sie dank DLNA-Zertifizierung auch die Vernetzung mit anderen netzwerkfähigen Geräten, etwa einem Medienserver-PC oder einer NAS-Festplatte.

Fazit

Mit der Z1-Serie ist Panasonic ein großer Wurf gelungen, in dem sich neueste Technik und elegantes Design zu einem überzeugendem Gesamtkonzept verbinden, das nicht nur durch die innovative Wireless- HD-Übertragung und Vielseitigkeit, sondern vor allem durch hervorragende Bildqualität besticht. Ein Highlight ist der integrierte HDTV-Empfang. Allerdings wird diese Schönheit mit rund 5.500 Euro (UVP) auch ihren Preis haben, wenn sie auf den Markt kommt.

Preis: um 5500 Euro

Panasonic Z1

Referenzklasse


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