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Kategorie: Fernseher
20.10.2015

Einzeltest: Hisense H70NU9700

Große Bühne für starke Bilder

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Herbert Bisges
Herbert Bisges

Mit der Diagonale von 70 Zoll bzw. 178 cm präsentierte Hisense auf der IFA in Berlin seinen neuen „ULED-TV“-Boliden H70NU9700, den wir kurz nach der weltweit bekannten Messe auf den Prüfstand stellen konnten.

Die technische Ausstattung mit Full-LED-Backlight, Quantum Dots und 128 Dimming-Zonen, 100-Hertz-Panel und HDR-Wiedergabe ist der Grund dafür, dass wir den Hisense H70NU9700 in die Oberklasse eingruppieren. Damit muss er sich allerdings auch bei unserer Bewertung den Anforderungen dieser Klasse stellen. Hisense bezeichnet den H70NU9700 als „ULED-TV“. Da es sich bei ULED (technisch betrachtet) um die Kombination von LED-Backlight, Quantum Dots und einem LC-Display handelt, lautet für uns die am besten passende Display-Kategorie für diesen Fernseher „Q-LED“. Das Design des rund 36 Kilogramm wiegenden Schwergewichts ist schlicht und dezent, die Verarbeitungsqualität gut. Und auch die Ausstattung kann sich sehen lassen. 

Ausstattung


Bei der Bewertung seiner Hardware-Ausstattung sammelt der riesige Ultra-HD-Fernseher Pluspunkte durch seine aufwendige Displaytechnik, die ihm eine besonders hohe Spitzenhelligkeit und damit einen gigantischen Dynamikumfang garantiert. Von seinen vier HDMI-Eingängen sind zwei nach dem HDMI-2.0-Standard für UHD und HDR mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde geeignet, die anderen zwei erfüllen mit HDMI 1.4 die Anforderungen für UHD-Bilder mit bis zu 30 Hz Bildfrequenz. Wer jetzt bei „HDMI 1.4“ hellhörig wird und an 3D denkt, sollte sich nicht zu früh freuen: 3D-Technik ist nämlich nicht an Bord. Als weitere Anschlussmöglichkeiten sind analoge YUV- und Composite- Video-Eingänge als Cinchbuchsen, ein optischer Digitalausgang und ein Kopfhörerausgang vorhanden. Darüber hinaus gibt es drei USB-Schnittstellen, von denen eine den HDMI-3.0-Standard unterstüzt. Über USB kann man Speichermedien andocken, um Videos (auch in 4K), Fotos oder Musik wiederzugeben; außerdem kann man eine USB-Festplatte für USB-Recording am Fernseher installieren. Die TV-Aufzeichnungen findet man hinterher im Untermenü „PVR“ des integrierten Mediaplayers wieder. Damit der Hisense seinen Aufgaben als Smart-TV gerecht werden kann, sind natürlich auch LAN und WLAN eingebaut. Bei der Software-Ausstattung sind uns im Test die Suchfunktion, mit der sich TV-Programme in der großen Senderleiste aufspüren lassen, und die insgesamt gut gestaltete Menüstruktur positiv aufgefallen. Die Möglichkeiten zur Farbkalibrierung mit Weißabgleich und Farbtonkorrektur bringen zusätzliche Pluspunkte. In diesem Bereich sollte allerdings nur ein Fachmann mit entsprechendem Messequipment Hand anlegen. 

Bedienung


Große, gut verständliche Symbole und eine nachvollziehbare Menüstruktur tragen dazu bei, dass sich die meisten Funktionen intuitiv erschließen. Die Fernbedienung trägt das ihrige mit einem zweckmäßigen Design und einer guten Kennzeichnung der Tasten zum Bedienkomfort bei. USB-Recording lässt sich einfach einrichten und nutzen. Zu bedenken ist jedoch, dass während einer Aufzeichnung keine andere Funktion genutzt werden kann. 

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Preis: um 2700 Euro

Hisense H70NU9700

Oberklasse

4.0 von 5 Sternen

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