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Kategorie: DLNA- / Netzwerk- Clients / Server / Player
20.10.2015

Einzeltest: Linn Kiko

Ganz der Papa

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Christian Rechenbach
Christian Rechenbach

Wenn man eine Liste erstellen wollte, die die größten Spezialisten für netzwerkbasierte Musikwiedergabe beinhaltet, müsste Linn ganz weit oben stehen. Sie haben vor Jahren schon erkannt, dass der moderne Mensch seine Musik wie selbstverständlich übers LAN schickt.

Doch die maßgeschneiderte Lösung für den jungen Netzwerkmusiker fehlte bislang.

Peripherie:


Quellen: RipNAS SoliEs kribbelt mir ja immer in den Fingern, wenn ein Linn-Karton bei uns im Lager steht, denn was auch immer ich von den Glasgowern bisher in den Händen hielt, es war exzellent. Linn war ja einer allerersten Spezialisten, die sich dem Thema Streaming auf ernsthaftem, professionellem Level widmeten. Das war in einer Zeit, in der Musik aus dem Heimnetz weit weniger salonfähig war als sie es heute ist. Das Potenzial hat Linn damals schon erkannt und sogar konsequenterweise vor ein paar Jahren die Produktion von CD-Playern aufgegeben und sich auf die Entwicklung von Netzwerkplayern konzentriert. Die Ergebnisse dieser Maßnahme kennen Sie sicher, denn Linn baut mit die besten Streaming- Clients überhaupt und bietet in den Preisbereichen „teuer“ bis „sehr teuer“ seine ausgereiften Konzepte an. Doch irgendwann ist Linn wahrscheinlich aufgefallen, dass eine bestimmte Zielgruppe bisher vernachlässigt wurde: junge, modern denkende Menschen, die einen vernünftigen Job haben und natürlich auch gern Musik hören. Diese Leute hegen Ansprüche hinsichtlich Design und Kompaktheit ihrer Musikanlage und legen außerdem Wert auf einfache und elegante Bedienung. Genau hier kommt der Kiko ins Spiel, der weniger auf eingefleischte, militante Audiophile alter Schule als auf die gerade angesprochenen Musikfeunde zielt. Klein ist er. Und hübsch obendrein. Linn hat dem neuen Spross ein ganz modernes Design mit gewölbtem Boden- und Deckelblech und dazu passenden Lautsprechern verpasst. Natürlich bietet man auch verschiedene Farbvarianten mit Farben, die so tolle Namen tragen wie „Blue Monday“, „Champagne Supernova“ oder „Silver Hammer“, an. Hochachtung muss man wieder vor der Verarbeitung haben, denn obgleich sich das Kiko äußerlich so schnuckelig gibt, ist es für seine Stabilität und handwerkliche Umsetzung hoch zu loben. Vor meinem geistigen Auge sehe ich ihn in einem modernen Wohnumfeld, das auf hübsches Ambiente getrimmt ist. So schön und wichtig unser Hobby auch ist, man muss sich vor Augen halten, dass es auf dieser Welt auch Menschen gibt, die andere Dinge im Kopf haben als stundenlanges „Kabelhören“ und nicht enden wollendes Austauschen von Einzelkomponenten. Trotzdem: Der „New Audiophile“, so nennt Linn die angepeilte Zielgruppe, ist natürlich auch anspruchsvoll hinsichtlich des Klangs, weshalb Linn auf technischer Seite nichts anbrennen lassen konnte.
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Preis: um 3000 Euro

Linn Kiko


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