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Kategorie: DLNA- / Netzwerk- Clients / Server / Player
20.10.2015

Einzeltest: Electrocompaniet ECM 1 Mk II

Soundmaschine

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Electrocompaniet überarbeitet seine Referenzmodelle der Classic Line. Auch der Netzwerkplayer ECM 1 wird neu aufgelegt und lässt Taten statt Worte sprechen.

Bei einem Gerät mit einem derart auf fälligen Design von Zurückhaltung zu sprechen, mag ein wenig paradox klingen, doch Electrocompaniet übt sich momentan auch in dieser Disziplin. Die neuen Systeme der Classic-Serie verfügen nach wie vor über den typischen schwarzen Look mit den bekannten goldenen Tasten und Buchstaben, doch genau von Letzteren bietet die Front des neuen ECM-1-Modells nun deutlich weniger. Während der Vorgänger all seine Funktionen beinahe berstend vor Stolz auf seiner Frontplatte darstellte, liest man auf der neuen Version nur noch „ECM 1 Mk II“. Gradlinig gedacht und in ebendiesem Stil geht es mit dem norwegischen Music Player auch in fast allen Bereichen weiter. Beim Design bedeutet das den markentypischen Stil. Eine Acrylplatte an der Front, ein blau leuchtendes Display mit rudimentären Informationen und einige Tasten für die Auswahl von Quelle und Lautstärke. Rechte Winkel dominieren das Gehäuse, dessen Teile mit den gewohnt üppigen Materialstärken aufwarten. Diese zeigen sich auch mitverantwortlich für das stattliche Gewicht des ECM 1, denn mit etwas über acht Kilogramm ist der Norweger für Ein Gerät seiner Kategorie gut dabei, Das bedeutet auch, dass der Netzwerkplayer enorm stabil auf seinen hochwertigen Füßen steht und sich durch Erschütterungen praktisch nicht aus der Ruhe bringen lässt. Generell verströmen die Systeme der Classic Line eine Aura der Wertigkeit. Da ist auch der ECM 1 keine Ausnahme. Obwohl auf der neuen Front nicht mehr von einem „High Performance Balanced Network Player“ die Rede ist, ist auch die Mk-II-Version genau dies. Hier bekommt man den kompletten digitalen Part seiner Anlage aus einer Hand, denn neben der Funktion als Netzwerkplayer ist der ECM 1 darauf ausgelegt, die gespielten Musikdateien direkt intern zu wandeln. Zwar gibt es auch einen digitalen S/PDIF-Ausgang auf der Rückseite, doch der Verzicht auf die symmetrischen und unsymmetrischen Analogausgänge beraubt den Nutzer des ausgesprochen guten Sounds des Gerätes. Als Testredakteur im Arbeitsmodus hört man ein wenig anders als sonst. Es geht um Details und kleine Facetten, auf die man besonders achten will, das Genießen von Musik ist eigentlich erst einmal zweitrangig. Doch während ich in tief versunken in Denkerpose auf der Couch im Hörraum sitze, die Hand nachdenklich durch den Bart streifend, zieht der ECM 1 mich trotzdem in seinen Bann. Mir wird klar, dass ich unbewusst zum Takt von Bostons Klassiker „More h an a Feeling“ nicke und auch die Füße haben sich schon längst zum Mitwippen entschlossen. Der Player reißt schnell mit und sein wunderbarer Flow überzeugt auf ganzer Linie.
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Preis: um 4400 Euro

Electrocompaniet ECM 1 Mk II


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