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Kategorie: DLNA- / Netzwerk- Clients / Server / Player
20.10.2015

Einzeltest: Denon DNP-F109

Formatwechsel

7050
Christian Rechenbach
Christian Rechenbach

Zweikanaliges von Denon ist legendär. Das japanische Unternehmen gehört zu den großen HiFi-Marken mit Tradition.

Für Einsteiger in die streamende HiFi-Welt gibt’s seit Kurzem eine kompakte Netzwerklösung mit Charme.Der F109 genannte Streamer gehört zu einer kompletten Familie von Mini-Komponenten, zu der noch der passende Verstärker mit und ohne DAB+, ein CD-Player und passende Lautsprecher gehören. Das gibt‘s alles einzeln zu kaufen oder als Bundle, wenn man alles aus einer Hand haben und dabei Geld sparen will. Unverkennbar ist bei allen das Design, das umgehend an Produkte aus dem Hause Denon erinnert. Dementsprechend sauber ist auch die Verarbeitung. Eine hübsche Alufrontpartie bettet das schwarze Display; das Tastenkreuz rechts und ein kleiner Knopf für die Quellenwahl sind die einzigen Bedienelemente. Mehr wäre auch Quatsch, damit hat man alles in der Hand. Der F109 versteht sich als reiner Netzwerkplayer (okay, eine USB-Buchse für Sticks oder iPods ist dran), weshalb sich die Buchsenvielfalt auf der Rückseite aufs Nötigste beschränkt. Analoge Ausgänge und ein S/PDIF-Ausgang sind dran, eine Netzwerkbuchse (eine WLAN-Antenne ist im Gerät) und das war‘s dann auch schon. Die enge Verwandtschaft zum vollformatigen DNP-720AE ist natürlich sofort zu erkennen. Die Menüstruktur und überhaupt fast die komplette Bedienung wurde für den kleinen Bruder übernommen. Gut so, denn das Konzept ist einwandfrei. Ein Einrichtungsassistent hilft dabei, den kleinen Netzwerkplayer innerhalb von Minuten mit dem heimischen LAN zu verbinden, und sobald das geschehen ist, kann es auch sofort losgehen. Wer gern iTunes nutzt und ein iPhone, iPad oder einen iPod Touch sein Eigen nennt, kann Airplay nutzen, um die auf den diversen Apple-Geräten gespeicherte Musik wiederzugeben. Früher hab ich die Nase gerümpft, wenn es um diese Schnittstelle geht, doch mit der Zeit habe ich mich immer öfter dabei erwischt, diese Funktion zu nutzen. Klanglich ist das tatsächlich völlig in Ordnung und der Komfort, den Airplay nun mal zweifelsohne bietet, ist ganz einfach Klasse. Die Bandbreite ist hierbei zwar begrenzt, doch befinden sich auf den für Airplay nutzbaren Handhelds eh nur Dateien mit einer maximalen Auflösung von 48 kHz, mehr wird von iTunes ja nicht synchronisiert. Da macht es also herzlich wenig aus, das die größte mit dem proprietären Apple-Protokoll verschickbare Abtastrate auf eben diese 48 kHz beschränkt ist. Außerdem muss man ja neidlos anerkennen, dass die „Musik“-Applikation die dafür genutzt wird, eine sehr gute Bedienung bietet. Per UPnP-Streaming ist dann hinsichtlich Abtastrate mehr drin, der 109er schafft so problemlos volle 192 kHz. Echte 192 kHz. Da war ich echt erstmal überrascht, denn das machen oft nicht einmal weitaus teurere Kandidaten. Sogar Gapless-Wiedergabe ist möglich, was insbesondere die Freunde von Live- und Klassik- Aufnahmen freuen wird. Die Steuerung kann man dank des Universalprotokolls natürlich mit einer Vielzahl von Tablet- und Smartphone-Applikationen erledigen, am besten ist es jedoch, die Denon-eigene App zu nutzen, da die Vollzugriff auf Internetradio, USB-Sticks und angeschlossene Apple-Mobilgeräte ermöglicht. Die werden digital ausgelesen, damit auch über diese Schnittstelle klanglich keine Kompromisse eingegangen werden.

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Preis: um 400 Euro

Denon DNP-F109


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