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Kategorie: DLNA- / Netzwerk- Clients / Server / Player, Vollverstärker
20.10.2015

Systemtest: Ava Media Rip-n-Play, Ava Media Maestro-50

Lautstark zurückgemeldet

7943
Christian Rechenbach
Christian Rechenbach

Vor ein paar Jahren hatte ich es mit netten Produkten der englischen Marke AVA zu tun und habe die Sachen für fortschrittlich und gut befunden. Dann war es leider schlagartig ruhig.

Und auf einmal kam wieder ein Lebenszeichen.

Peripherie:

 Streaming-Client: Raspberry Pi, Wheezy-Betriebssystem, GMediarenderer, Apple MacBook Pro, OSX 10.8.3, iTunes 11, Sonic Studio Amarra 2.85, Meridian Explorer
 Lautsprecher: Klang+Ton „Nada“, Speaker Heaven Network Edition 30AVA war mit eine der ersten Marken, die einen Ripping-Server anbieten konnte und gehörte zu den Pionieren des dateibasierten Musikzeitalters. Auf einmal war es zumindest in Deutschland sehr ruhig um die Marke. Doch man trifft sich ja meist zweimal im Leben. Und so kam es natürlich auch: Alexander Tempel vom AVA-Vertrieb Vivateq war neulich bei uns im Verlag und schob mir quasi nebenbei zwei Kartons in den Schoß. Beide waren mit AVA beschriftet, und so konnte ich mir schon denken, was drin ist. Ich sollte zu fünfzig Prozent recht behalten. Denn in einem war tatsächlich ein Ripping-Server, im anderen überraschenderweise ein kleiner Verstärker. Das war mir neu, dass die Engländer nun auch HiFi-Elektronik anbieten. Und recht interessante und innovative obendrein. Der „Maestro- 50“ getaufte Vollverstärker gehört zur einer besonders stromsparenden Zunft. Um einen möglichst hohen Wirkungsgrad zu erreichen, musste natürlich Class-D-Schaltungstechnik herhalten. Ich mag es eigentlich nie, wenn man einen Class-D-Amp als „Digitalverstärker“ bezeichnet, doch hier könnte man sich fast dazu hinreißen lassen. Na ja, fast, denn auch hier wird vor der Verstärkung ja prinzipiell nach analog gewandelt, wenn auch pulsweiten- und nicht amplitudenmoduliert. Modulation ist auch gleich das richtige Stichwort für das intelligente Prinzip, das hinter einem solchen Maestro-50 steckt. Obwohl er ausschließlich digitale Eingänge hat, findet hier keine D/A-Wandlung im herkömmlichen Sinne statt. Das ankommende PCM-Signal wird vielmehr direkt in pulsweitenmodulierte Form gebracht, was genau die Form ist, in der ein Class-D-Verstärker verstärkt. Er muss als nicht erst ein Signal „zerhacken“, um es verstärken zu können. Das ist zum einen, da ja quasi ein Wandlungsschritt übersprungen wird, aus klanglicher Sicht gut und bevorteilt den kleinen Stereoverstärker auch hinsichtlich Wirkungsgard und dementsprechend Stromverbrauch. Das Ding wird im Betrieb gerade mal handwarm und nutzt tatsächlich den Großteil der zur Verfügung stehenden Energie zur Verstärkung des Audiosignals und nicht wie so oft zum Heizen des Hörraums. So kann man den kleinen Amp auch getrost in eine Schublade stecken ohne Angst haben zu müssen, dass es anfängt zu brennen, wenn man mal einen Abend lang richtig Gas gibt. Eigentlich, wenn ich so drüber nachdenke, muss man beide, Rip-n-play und Maestro, nicht verstecken. Denen wurde nämlich eine sehr ansehnliche, stabile und astrein gefertigte Behausung made in England auf den Leib geschneidert. Und wer die beiden zum ersten Mal hochhebt weiß auch, dass er etwas Hochwertiges in den Händen hat, denn die beiden sind schwer, massiv, stabil, klapperunanfällig.
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Preis: um 1000 Euro

Ava Media Rip-n-Play


-

Preis: um 360 Euro

Ava Media Maestro-50


05/2013 - Christian Rechenbach

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