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Kategorie: D/A-Wandler
20.10.2015

Einzeltest: Ultrasone Panther

Universaltalent

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Thomas Johannsen
Thomas Johannsen

Um es gleich vorwegzunehmen: Das Gehäuse des Panther von Ultrasone besteht nicht wirklich aus Kohlefasern; wenngleich die Oberfläche das täuschend echt vermittelt, besteht sie doch aus normalem Kunststoff. Das macht den Panther leicht, ist ziemlich kratzfest und schützt die inneren Werte.

Gespeist wird der Ultrasone Panther vorzugsweise mit digitaler Kost, schließlich ist ein hochwertiger Wandler vom Typ AKM 4490 eingebaut. Davon abgesehen ist er bezüglich der digitalen Quelle nicht besonders wählerisch, den insgesamt vier Adaptern dürfte da vom PC bis hin zum Smartphone keine Anschlussbuchse fremd sein. Einzige Ausnahme ist wohl der USB-Anschluss vom Typ-C, was allerdings nicht am Panther, sondern eher an den Smartphone-Herstellern liegt, die recht frei in der Umsetzung des Standards sind. In diesem Falle geht’s dann zur Not auch über den Kopfhörer-Ausgang des Smartphones, sofern es den gibt. Zur Energieversorgung ist ein Riegel mit 3.000 mAh eingebaut, und der reicht mindestens für 15 Stunden Musikgenuss.


Output

Der Panther verfügt sowohl über einen unsymmetrischen als auch einen symmetrischen Kopfhörerausgang für entsprechende Mitspieler. Bei mir durfte er erst mal den Tio bespielen, den In-Ear der uns zusammen mit dem Test muster erreichte. Nun stellt der Tio gerade für den Verstärkerausgang keine große Herausforderung dar, wenngleich er schon in der Lage ist, die Qualität des eingebauten Wandlers zu dokumentieren. Der Panther bekam sein Signal digital über den USB-Eingang des Smartphones. Im direkten Vergleich mit dem Kopfhörerausgang desselben Smartphones fiel auf, dass das Frequenzband breiter ist, und zwar sowohl im Tief- als auch im Hochtonbereich, das Klangbild ist insgesamt differenzierter, auch die räumliche Abbildung ist weiter, und die Tiefenstaffelung hat deutlich zugelegt. Noch deutlicher wird der Unterschied mit dem anspruchsvolleren DT1990 von Beyerdynamic hörbar. Spätestens jetzt kommt der Gain-Schalter an der Unterseite des Panther zum Tragen, um den Pegel an die vorher gehörte Lautstärke anzupassen. Jetzt macht die Kombi aus audiophilem Wandler und potentem Verstärker absolut Sinn, denn rein über den Smartphone- Ausgang kann der Beyerdynamic sich kaum entfalten und überfordert die Ausgangsstufe hörbar. Nicht so über den Panther; der DT1990 macht seinem Ruf alle Ehre, er spielt absolut entfesselt und hochdynamisch alles, was man ihm via Tidal, Smartphone und Panther serviert, man vermutet weder das Smartphone noch den kleinen Panther hinter dieser Performance.

Fazit

Ultrasone hat mit dem Panther ein echtes Universaltalent entwickelt; der Wandler arbeitet taktgenau, der Kopfhörer-Verstärker ist eine Wucht und der integrierte Akku die beste Voraussetzung für einen ausgiebigen Großstadt-Marathon.

Preis: um 400 Euro

Ultrasone Panther

Spitzenklasse

4.5 von 5 Sternen

-

Ausstattung

 
Preis: um 400 Euro 
Vertrieb: Ultrasone, Wielenbach 
Telefon: 0881 901150–0 
Internet: www.ultrasone.com 
Abmessungen: 116 x 56 x 12 mm 
Gewicht: 110 g 
Eingänge: USB / Line-in 
Samplingrate: 32 kHz – 384 kHz/32 bit 
Unterstützt: DSD 64, 128, 256 
Frequenzbereich: 20 Hz – 40 kHz 
Versorgung: 4 Anschlusskabel (microUSB, Typ-A, Typ-C, Lightning), 3,5-mm-Audio-Kabel 
Lieferumfang: 4 Anschlusskabel (microUSB, Typ-A, Typ-C, Lightning), 3,5-mm-Audio-Kabel 
+/- + vielseitige digitale Quellen 
Klasse Spitzenklasse 
Preis/Leistung sehr gut 

Bewertung

 
Klang 50%
Praxis 30%
Ausstattung 20%

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