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Kategorie: D/A-Wandler
20.10.2015

Einzeltest: NuForce icon HDP

Hört, hört

1909
Christian Rechenbach
Christian Rechenbach

Die amerikanische Marke NuForce ist noch nicht so wirklich lange auf dem deutschen HiFi-Markt vertreten, aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass wöchentlich Neues, Abgefahrenes in unseren Landen eintrudelt. So auch der icon-DAC, der erst mal nach nichts aussieht.

..... und, das werden Sie gleich lesen, trotzdem Dinge leistet, die dem geneigten HiFi-Freund Lob und Anerkennung entlocken. Er gibt sich erst einmal wie eine kleine externe Soundkarte mit Kopfhörerausgang. Doch das machen die Jungs aus Kalifornien oft so. Wenn man nach Informationen über ihn im Internet sucht, muss man die „High-End-Audio“-Ecke der Herstellerseite ignorieren und sich in der Rubrik „Desktop-Audio“ umsehen. Und eins kann ich Ihnen sagen: High- End ist das kleine Teil trotzdem. Von vorne sieht man lediglich einen Schalter für die Quellenwahl und einen Lautstärkeknopf, die LED leuchtet je nach gewähltem Eingang in unterschiedlichen Farben. Das ist nett und ganz witzig, interessant wird’s auf der Rückseite. Dort gibt es insbesondere in Anbetracht des verfügbaren Platzes eine Menge zu tun. Digitale Signale können koaxial oder optisch verbunden werden, sogar ein Pärchen Analogeingänge hat noch draufgepasst. Außerdem, ganz wichtig, sitzt da noch die USB-Buchse, die den direkten Anschluss an den Rechner ermöglicht. Die Quellenwahl unterscheidet dabei zwischen USB, analogem und digitalem Eingang. Sollten beide belegt sein, bekommt der optische Eingang Priorität und der elektrische wird stillgelegt. Gleiches passiert mit dem analogen Ausgang, sobald vorne ein Kopfhörer eingestöpselt wird. Das Netzteil musste ausgelagert werden, was im Zeitalter der Klein- und Kleinstkomponenten ja Gang und Gäbe ist. Es hätte auch nicht mehr so viel ins Gehäuse gepasst, die DAC-Box ist pickepacke voll. Diskrete Bauteile, und davon gibt’s im icon doch eine Menge, nehmen nun mal Platz weg. Trotzdem hat NuForce darauf geachtet, dem Signal, gleich ob digital oder analog, so wenige Bauteile wie möglich in den Weg zu legen. Messtechnisch ist das Teil jedenfalls ohne Fehl und Tadel, mit einem Rauschabstand von 95 dB (A-gewichtet) und einem Verzerrungsniveau, das im Bereich um die 0,01 Prozent pendelt konkurriert er jedenfalls mit den ganz großen, teuren 43-Zentimeter-Wettbewerbern. Für die eigentliche Wandlung der digitalen Signale zeichnet der von mir wegen seiner tollen Räumlichkeit sehr geliebte Sabre von ESS verantwortlich. Das war mit Sicherheit eine gute Wahl. Dieser Wandler hatte doch unlängst erst in einem kleinen DAC-Shoot-out so hervorragend bei mir abgeschlossen. Im Chip sitzen gleich vier Wandler, die vollsymmetrische Verarbeitung erledigen. Die digitalen und analogen Sektionen des DACs verfügen über getrennt geregelte Betriebsspannungen; ganz besonders klasse finde ich die Schnittstelle zwischen USB und DAC-Platine. Für den Datentransport wird die I2S-Schnittstelle genutzt, was in seiner Konsequenz nicht zu toppen ist. Das, was auf der Platine über dem DAC zu lesen ist, verzückt übrigens in hohem Maße. Dort steht: „96 kHz, 24 Bit USB2.0 CoDAC“ und „192 kHz, 24 Bit D/A-Converter“. Das sind doch mal Zahlen, mit denen man arbeiten kann. 96 kHz per USB ist bei Weitem nicht die Regel und ließ mir sofort ein paar Ideen in den Kopf schießen. Da ich im Büro am Mac sitze, lag es nahe, die von mir geschätzte Software „Amarra“ mit dem NuForce auszuprobieren. Die umgeht die schlechte Signalverarbeitung der Apple-Abspielsoftware iTunes und holt klanglich teilweise Sachen aus dem Ärmel, die augenöffnend sind. Und so richtig Sinn macht sie erst bei hohen Samplingfrequenzen, was über USB leider
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Preis: um 450 Euro

NuForce icon HDP


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