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Kategorie: D/A-Wandler
20.10.2015

Einzeltest: Musical Fidelity M6 DAC

Der Mundöffner

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Christian Rechenbach
Christian Rechenbach

Die M6-Serie von Musical Fidelity ist nun nicht mehr ganz neu, doch der M6-DAC lag uns jetzt erst vor. Und was der zu bieten hat ließ uns die Kinnlade runterklappen.

Peripherie:


 Quellen: RipNAS Solid V3, RipNAS Z500, HFX Zonee, Apple MacBook Pro, OSX 10.8.3, iTunes 11, Sonic Studio Amarra, Apple MacBook Pro, Windows 7 Home, JRiver Media Center 18
 Vorstufe: Rogue Audio
 Endstufen: Rogue Audio
 Lautsprecher: Klang+Ton „Nada“, Speaker Heaven Network 5.5 TSi
Fürs Dezember-Heft kam der M6-DAC leider ein wenig zu spät. In der Ausgabe haben wir CD-Player und Verstärker der M6-Serie untersucht; jetzt ist der Wandler da, und motiviert durch die guten Erfahrungen mit seinen Kollegen schießen wir jetzt den Nachtest des M6-DAC hinterher. Er fügt sich optisch nahtlos in die durchgängig nicht billige, aber extrem preiswürdige M6-Reihe des britischen Herstellers Musical Fidelity ein. In dieser Serie dominieren anthrazitfarbene Gehäusefronten, auf ein Minimum reduzierte Bedienelemente und die seitlichen Kühlrippen. Hier meint es jemand ernst, das steht außer Frage. Egal, welches Teil der Serie man sich schnappt: Man merkt sofort, dass man mächtig was in der Hand hat, und da macht der DAC keine Ausnahme. Satte 10 Kilo wiegt das gute Stück. Wenn man sich überlegt, dass der M6 „nur“ ein D/A-Wandler ist, ist das schon eine Menge Holz. Aus der Packung holt man neben dem M6-DAC und seiner Fernbedienung noch eine kleine Antenne, die man in eine Buchse auf der äußeren linken Seite des Wandlers schrauben muss. Damit ist der Wandler dann zu allem Überfluss noch Bluetooth-fähig. Bluetooth scheint mir wieder verstärkt in Mode zu kommen. Lange Zeit wurde es als schlechte, für hochwertiges Audio völlig ungeeignete Schnittstelle betrachtet, doch im Laufe der Zeit hat sich diese Art der Funkübertragung gemausert und ist nun ein ernst zu nehmendes und dabei leicht zu bedienendes Drahtlosprotokoll. Das Einrichten auf Tablet oder Smartphone ist kinderleicht und stellt niemanden, der schon mal ein Headset oder eine Freisprecheinrichtung im Auto „gepairt“ hat vor Probleme, Neulinge brauchen dafür geschätzte zwei Minuten. Wer maximale Qualität über Bluetooth sicherstellen möchte, sollte prüfen, ob das verwendete Smartphone den APT-X- beziehungsweise EDR-Standard unterstützt und wiedergeben kann, denn diese beiden Protokolle bieten den besten Klang. Unabhängig vom Signal findet ein auf 192 kHz festgelegtes Upsampling statt, um das sich ein SRC-Glied (4392 von Texas) kümmert. Quellbedingter Jitter wird somit weitestgehend vermieden und die beiden im Differenzialmodus arbeitenden Burr-Brown-DACs vom Typ DSD1796 finden das natürlich auch gut. Diesen Chip habe ich schon oft in Geräten von Musical Fidelity gesehen, und da die durch die Bank weg hervorragende Klangeigenschaften aufweisen konnten, mache ich mir eigentlich jetzt schon keine Sorgen mehr um die musikalische Performance des M6. Das wird vom Rest der verbauten Hardware noch unterstützt: Eine derbe Stromversorgung sitzt in dem Gehäuse und schafft Vertrauen, auch der Rest der Bauteileauswahl sieht extrem gut aus.
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Preis: um 2550 Euro

Musical Fidelity M6 DAC


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