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Kategorie: D/A-Wandler, Vollverstärker
20.10.2015

Systemtest: Music Hall c-dac15.3, Music Hall a15.3

Zurück zur Musik

D/A-Wandler Music Hall c-dac15.3, Music Hall a15.3 im Test , Bild 1
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Die Entwicklung, die HiFi in den letzten Jahren gemacht hat, stößt bei einigen auf Widerstand. Mancher will einfach nur Musik hören, ohne über Internet und Apps nachdenken zu müssen.

Kein Problem, wir hätten da was.Um ganz ehrlich zu sein, ist HiFi als Hobby heute deutlich weniger beliebt als vor einigen Jahren. Über die Gründe streitet man sich vortrefflich, denn diese können sowohl innerhalb als auch außerhalb der Szene liegen. Von außen kann man stets die generelle wirtschaftliche Situation anführen oder die Tatsache, dass mit Smartphones, Laptops und all den anderen tollen Spielzeugen, die es gibt, zu viel Konkurrenz für die Musikwiedergabe per Anlage entstanden ist. Innere Faktoren - und jetzt wird es interessant - spielen aber wahrscheinlich eine noch größere Rolle. Zum einen hat der technologische Wandel mit Fokus auf Streaming viele ehemalige HiFi-Enthusiasten unvorbereitet getroffen, denn die Art, Musik zu hören, hat sich verändert. Netzwerke und Tablets sind jetzt auch im Hörraum oft vonnöten und die Einarbeitung wird von vielen als zu hohe Hürde gesehen. Ein anderer Faktor ist, dass mittlerweile ein wenig der mittlere Preissektor abhandengekommen ist. Schaut man sich im normalen Handel um, hat man oft den Eindruck, dass es nur noch Bluetooth-Tröten für 19 Euro gibt. Auf HiFi-Messen dagegen werden immer größere Geschütze aufgefahren. Anlagen oder sogar Einzelkomponenten mit fünfstelligem Preisschild scheinen immer mehr zur Norm zu werden, anstatt das Besondere auszuzeichnen. Zumindest auf diese Probleme kann man aber eine Antwort finden, denn es gibt durchaus noch Geräte, die bezahlbar sind und gut Musik machen können. Bereits 1985, also noch in der Hochzeit der HiFi-Welle, gründete Roy Hall seine eigene Audiofirma, die genau diesem Konzept nachgehen wollte und dies bis heute tut. Von eben jener Firma, von ihrem Gründer Music Hall getauft, haben wir nun gleich zwei Testgeräte vom neuen Deutschlandvertrieb bekommen. Die beliebten Plattenspieler, die ebenfalls von der Firma gebaut werden, sind für unser Magazin dann aber doch etwas zu analog, weshalb wir uns lieber den c-dac15.3 und den passenden Vollverstärker a15.3 haben kommen lassen. Um es gleich vorweg zu erwähnen, wirklich modern ist die Optik der beiden Geräte eher weniger geraten. Ein paar blaue LED-Leuchten ersetzen die übliche Skala am Poti, was durchaus nett aussieht. Die Generation Smartphone wird das Design alleine dennoch kaum wieder in Richtung HiFi lenken. Music Hall setzt auf ein geradliniges, eher schnörkelloses Aussehen, das die Funktionalität in den Vordergrund stellt. Auch bei der Farbpalette setzte man auf die Klassiker Silber und Schwarz, die trotz aller wild kolorierten Konzepte verschiedener Hersteller am Ende doch von 95 Prozent aller Kunden gewünscht sind. Recht so. Statt Touchscreens oder berührungssensitiven Tasten gibt es solide Knöpfe, die alle mit gut hörbarem Klicken ihre Arbeit verrichten. Das fühlt sich sowohl beim Verstärker als auch beim DAC angenehm an, da die Druckpunkte stimmen und die Knöpfe alle eine angemessene Größe besitzen. Haptisch beinahe perfekt ist dann der Lautstärkeregler an der Front des a15.3, der genau das richtige Maß an Widerstand besitzt, sich so in einer angenehmen Geschwindigkeit bewegt und eine präzise Dosierung des Schalldrucks zulässt. Da lässt man die Fernbedienung, mit der man beide Systeme kontrollieren kann, gerne einmal weg, steht auf und setzt die Finger am glatten Metall an. Auch die Verarbeitung der Gehäuse überzeugt. Angemessene Materialstärken bringen Stabilität, lassen die Waage aber bei einer vertretbaren Zahl stehen bleiben. Optik und Verarbeitung wirken einfach irgendwie stimmig, so dass man das Gefühl hat, etwas wirklich Solides in den Händen zu haben. Handwerkskunst, so weit man im Elektronikbereich davon sprechen kann, findet man besonders beim Vollverstärker im Inneren. Ein ansehnlicher Ringkerntrafo sorgt für die anständige Aufbereitung der Netzspannung. Dazu gibt es einen sauber konstruierten Signalweg von den Ein- bis hin zu den Ausgängen. Dabei wird strikt nach Kanal getrennt, bis alles über die festen, vergoldeten Lautsprecherklemmen an angeschlossene Schallwandler weitergegeben wird. Die Sorgfalt bei der Konstruktion macht sich auch messtechnisch bemerkbar, denn der a15.3 gab sich in unserem Labor keinerlei Blöße. Bei vier Ohm Impedanz lieferte der Verstärker 80 Watt und damit sogar noch mal 5 Watt mehr, als das Datenblatt versprach. Dabei entwickelte der Music Hall erfreulich wenig Klirr, selbst bis kurz vor seine Leistungsgrenze. Auch der Rauschabstand von knapp 85 dB kann sich sehen lassen. Insgesamt macht der Verstärker technisch einfach eine gute Figur. Messwerte spielen beim DAC zwar nur eine untergeordnete Rolle, doch auch beim c-dac15.3 setzt sich der positive Eindruck der Kombi fort. Genau wie beim Verstärker gibt es auch hier erst mal frisch aufbereiteten Strom, allerdings mit einem etwas kleineren Trafo. Für das Auslesen optischer Speichermedien nutzt Music Hall im 15.3 ein Sanyo HD850, das schwingungshemmend gelagert ist, um möglichst präzise mit dem Lichtstrahl über die Disc zu fahren. Verantwortlich für die Verarbeitung der digitalen Daten aus dem Laufwerk ist ein Wandler von Burr-Brown. Der PCM1796 passt vom Konzept wunderbar in ein solches System, denn auch er möchte sich primär durch seine Musikalität auszeichnen. Dann folgt allerdings noch eine Überraschung, denn Music Hall trennt bei seinem Wandler nach Laufwerk und externen Quellen. Neben der CD-Schublade an der Front bietet die Rückseite noch jeweils einen optischen und einen koaxialen Digitaleingang, ergänzt um einen USB-B-Port. So weit so bekannt, doch überraschenderweise laufen Signale, die über diese drei Anschlüsse ankommen, durch einen anderen DAC-Chip. Hier nutzt Music Hall eine Wolfson-Plattform, den WM8805. Grund mag das integrierte S/PDIF-Interface sein, das dem Burr- Brown fehlt. In Sachen Auflösung bieten beide DACs nämlich die gleichen Eckdaten, die dann auch mit dem cdac15.3 ausgeschöpft werden können. Bis zu 96 kHz bei 24 Bit können sowohl der optische wie auch der USB-Eingang verarbeiten. Koaxial sind sogar bis zu 192 kHz möglich. Prinzipiell könnte man jetzt darauf pochen, dass ein USB-Port eigentlich zu noch höheren Auflösungen in der Lage wäre. Faktisch ist das richtig, allerdings benötigt man dann eine sehr unterschiedliche Signalarchitektur, und realistisch gesehen steht das HiRes-Wettrüsten klar im Gegensatz zur Gerätephilosophie der 15.3-Serie. Selbst auf unserem Redaktionsserver überwiegt die Anzahl der Alben in 44,1 oder 96 kHz mehr als deutlich die Aufnahmen in DXD oder DSD. Bei den meisten Nutzern, selbst denen mit High-End-Systemen, sieht es ähnlich aus. Mit den vorhandenen Kapazitäten in Sachen Auflösung und vor allem den vorhandenen Anschlüssen ist der c-dac15.3 wunderbar aufgestellt. CD-Hörer freuen sich über das gute Laufwerk, und wer dazu noch Streaming nutzen möchte, kann unkompliziert ein System hinzufügen und Teil der HiRes-Audiowelt sein. Auch beim Vollverstärker stimmt die Wahl der Anschlüsse. Digitales überlässt der a15.3 seinem DAC, dafür bietet er gleich fünf analoge Cinch-Eingänge und einen weiteren für den Anschluss eines MM-Tonabnehmersystems. Für den schnellen Anschluss eines Mobilgerätes bei findet sich an der Front nochmals ein zusätzlicher analoger Eingang in Form eines 3,5-Millimeter- Klinkenanschlusses. Die Kombination aus c-dac und Verstärker bietet damit also bereits alle Voraussetzungen, um jede Art von Quellgerät und eine Vielzahl von möglichen Lautsprechern zu verwenden. Also alle Kabel dran, und beim Verstärker auf die Taste mit der deutlichen Aufschrift „One“ gedrückt, um den passenden Eingang zu wählen. Beim cdac führt der Weg der Hand zur Eject- Taste, nach deren Betätigung sich sanft und flüsterleise die Schublade des optischen Laufwerks in ihre geöffnete Position bewegt. Nach dem Einlegen der Scheibe scannt der Transport die CD kurz durch, bevor die Music-Hall- Kombi mit der Play-Taste zur Arbeit motiviert wird. Mit schönem Fluss legen CD-Transport und Verstärker los. Die ersten Anschläge eines Klaviers preschen aus der Stille heraus, bevor das Stück Fahrt aufnimmt und sich die Noten wie ein Puzzlespiel zusammenfügen. In den obersten Frequenzbereichen geht es dabei immer wieder richtig knackig zu, während in den Mitten ein wenig sanfter agiert wird. Mit dem Genrewechsel hin zu Rock liefern Laufwerk und Burr-Brown-Chip angenehm diffusen Bass, der durchaus Kraft besitzt und ein schönes Fundament für die gute Stimmenwiedergabe bildet. Der Sound groovt vor sich hin und hat mit seinem leichten Hang zur Wärme einen angenehmen Charakter. Drums treffen ihr Ziel auf den Punkt und in Sachen Dynamik zeigt die gute alte CD noch einmal, was sie kann. Beim direkten Vergleich desselben Stücks per USB scheint die CD sogar in puncto Kontur leicht die Nase vorn zu haben. Bei 16 Bit zeigt sich der Wandler minimal geringer als sein Kollege von Wolfson. Mit HiRes-Material ist der Vorteil dann aber passé, denn hier profitiert der zweite DAC von erhöhter Auflösung. Die Klangcharakteristik ist dabei der des Burr-Brown sehr ähnlich. Auch per USB gibt es gute Dynamik im Groben wie im Feinen. Anstatt es damit zu übertreiben und zu klinisch zu wirken, behält das Spiel seine Musikalität stets bei. Das führt zu einer guten Langzeittauglichkeit, die perfekt für den alltäglichen Gebrauch ist, da Ermüdungserscheinungen ausbleiben. DAC und Verstärker klingen geschmeidig, ohne dabei zu zahnlos zu wirken. Einfach ein sympathischer, stimmiger Sound, der bei den verschiedensten Genres gut funktioniert. Auf der Suche nach einer bezahlbaren Anlage, die man jeden Tag nutzen möchte, sollte man Music Hall definitiv auf dem Schirm haben. Mit dem c-dac15.3 erhält man einen flexiblen, HiRes-fähigen CD-DAC, der einem das Tor zur Welt des Streamings bereits weit aufmacht. Dabei harmoniert der Wandler wunderbar mit dem a15.3, dessen gute Leistungswerte und analoge Fähigkeiten ihn zu einem enorm soliden Verstärker machen, der äußerst ausgewogenen Klang bietet. 47 Anzeige Sofanella, Ihre neue Komfortzone: Cinema Sofa >> Hier mehr erfahren FazitKlanglich ausgewogen und mit toller Musikalität laden a15.3 und c-dac15.3 immer wieder zum Hören ein. Music Hall bietet mit dem Verstärker und dem passenden CD-Wandler eine bezahlbare Kombi, die sich für den Alltag genauso eignet wie für konzentrierte Hörsessions

Preis: um 600 Euro

Music Hall c-dac15.3


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Preis: um 600 Euro

Music Hall a15.3


03/2019 - Philipp Schneckenburger

Ausstattung

 
Preis: um 600 Euro 
Vertrieb: Reichmann Audiosysteme, Niedereschach 
Telefon: 07728 1064 
Internet: www.reichmann-audiosysteme.de 
B x H x T: 430 x 79 x 336 mm 
Eingänge: 1 x CD, 1 x USB-A 1 x S/PDIF koaxial 1 x Toslink optisch 
Unterstützte Abtastraten: PCM bis 192 kHz, 24 Bit 
Ausgänge: 1 x RCA Stereo 1 x S/PDIF koaxial 
checksum: „Klanglich ausgewogen und mit toller Musikalität laden a15.3 und c-dac15.3 immer wieder zum Hören ein. Music Hall bietet mit dem Verstärker und dem passenden CD-Wandler eine bezahlbare Kombi, die sich für den Alltag genauso eignet wie für konzentrierte Hörsessions.“ 

Ausstattung

 
Preis: um 600 Euro 
Vertrieb Reichmann Audiosysteme, Niedereschach 
Telefon 07728 1064 
Internet www.reichmann-audiosysteme.de 
Abmessungen (B x H x T in mm) 430/79/364 
Eingänge: 6 x RCA Stereo (davon 1 x Phono) 1 x 3,5-mm-Klinke (vorne) 
Augänge: 2 x Lautsprecher Stereo 1 x 3,5-mm-Kopfhörerausgang (vorne) 
Leistung: etwa 59 Watt an 8 Ohm etwa 80 Watt an 4 Ohm 

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