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Kategorie: D/A-Wandler
20.10.2015

Einzeltest: Hegel HD11 - Seite 2 / 3

Ehrlich währt am längsten

Christian Rechenbach
Christian Rechenbach

Computeraudio


Die USB-Buchse bezieht Computermusik bis 96 kHz und eignet sich somit für die allermeisten Musikstücke. Die Übertragung erfolgt adaptiv, es werden also vom Computer vorgegebene Datenpakete gesendet.
Wenn man es schafft, den Jitter gering zu halten, ist das ja auch völlig in Ordnung. Den Vorteil sieht man bei Hegel darin, dass die meisten Betriebssysteme diesen Übertragungsmodus mit höherer Priorität versehen und es allein schon aus diesem Grund vorteilhaft sei, diesen Modus zu verwenden. Auch die geringere maximal mögliche Abtastrate sei verschmerzlich. Es sieht ja in der Tat nach wie vor so aus, dass die 192-kHz-Aufnahmen eher rar gesät sind, weshalb es heute so ist, dass man mit der verfügbaren Bandbreite sehr gut leben kann. Außerdem bringt das den für viele entscheidenden Vorteil, völlig treiberlos arbeiten zu können. Mac-Besitzer kennen die Installation von Gerätetreibern ja eh kaum, doch gibt es heute immer noch viele am Rechner eher unerfahrene Musikfreunde, die die Installation eines solchen Treibers scheuen und froh darüber sind, dass der verwendete DAC auch ohne ihn klarkommt. Alle Abtastraten außer 88,2 sind bis zur Bandbreitengrenze herzlich willkommen, der Rest wird auf eine Samplingrate gebracht, die der HD11 empfangen kann. Ein Komfort-Feature hat man trotzdem noch vorgesehen: Der DAC steuert bei Bedarf die Player-Software. Wenn man sich einmal seine Playlist zusammengestellt hat, kann man mit der mitgelieferten Scheckkartenfernbedienung Titelsprung oder Pause initiieren, ohne an den Rechner laufen zu müssen. Das ist ein sehr nettes Feature, das ich immer wieder zu schätzen weiß. In einem S/PDIF-Receiver kommen zunächst sowohl die Computerdaten als auch die Signale der anderen Digitaleingänge zusammen, erfahren dort ein Resampling und wandern abschließend in den 32-Bit-Wandler, ebenfalls vom japanischen Hersteller Asaki Kasai. Dort wird in feinen 32-Bit-Quantisierungsstufen und mit einem dann verwendbaren 32-Bit-Linear-Phase- Filter weitergearbeitet. Der verwendete 4399EQ-DAC ist so freundlich, gleich symmetrische Ausgangsspannungen zu liefern, wodurch ohne Differenzverstärker schön symmetrisch weitergearbeitet werden kann. Die analoge Pufferstufe wird durch separate Spannungsregler gestützt und ist soweit möglich in platzsparender SMD-Bauweise aufgebaut. All das steckt in einer skandinavischunscheinbaren Verpackung. Der HD11 kommt in einem sehr schlichten, schwarzen Kasten daher, der vorn den ausgewählten Eingang anzeigt und ansonsten sein Dasein eher im Verborgenen führt. Ich finde so etwas ja hübsch, Design kann auch mit schlichten Mitteln gefallen. Das recht hohe Gewicht von über 3 kg verschuldet zum Großteil der kräftige Trafo, die Alu-Frontplatte und der Gehäuse- Body geben der Platine eine stabile Behausung.

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Preis: um 1050 Euro

Hegel HD11


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