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Kategorie: D/A-Wandler
20.10.2015

Einzeltest: DiDiT DAC212

Von klein nach groß

D/A-Wandler DiDiT DAC212 im Test, Bild 1
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Ob man will oder nicht, oft ertappt man sich dabei, wie man Dinge schlicht und einfach danach beurteilt, wie groß sie sind, denn unterbewusst ist man geprägt zu denken, dass größer immer besser ist. Das jedoch ist eine Fehleinschätzung.

D/A-Wandler DiDiT DAC212 im Test, Bild 2D/A-Wandler DiDiT DAC212 im Test, Bild 3D/A-Wandler DiDiT DAC212 im Test, Bild 4D/A-Wandler DiDiT DAC212 im Test, Bild 5D/A-Wandler DiDiT DAC212 im Test, Bild 6D/A-Wandler DiDiT DAC212 im Test, Bild 7
Die Qualität von Dingen von außen zu beurteilen, ist nicht leicht, aber im Leben oft nötig. Doch aus der Ferne oder rein optisch ist dies selten möglich, so dass man sich hier gewisse Kriterien bereitgelegt hat, um sich zumindest einbilden zu können, dass man alles Nötige erfahren hat. So durchblättern wir regelmäßig Tabellen mit Spezifikationen und Werten, vergleichen Zahlen und Werte und versuchen Dinge so in unser Empfinden von Qualität und Wertigkeit einzuordnen. Zum Beispiel beim Autokauf, bei dem mittlerweile alles darauf ausgelegt, ist entweder mehr Leistung zu bieten als die Konkurrenz, weniger Benzin zu verbrauchen oder mehr Ladevolumen zur Verfügung zu haben. Bei Fernsehern geht es stets um Bildschirmdiagonale, Pixelanzahl und Farbraum, und natürlich ist auch der HiFi-Sektor davon betroffen, wo Verstärkerleistung, Anschlussanzahl und natürlich Abtastraten und Bittiefen als Faktoren immer gefragt sind. Steht ein Gerät dann vor uns, wird es zunächst haptisch überprüft. Beim Auto wird erst einmal sinnlos gegen die Reifen getreten, während Unterhaltungselektronik in der Regel etwas liebevoller angegangen wird. Hier wird über das Material gestrichen, das Gewicht überprüft und an den Knöpfen und Reglern gespielt. Wir als Fachpresse sind an diesen Vorgängen nicht ganz unschuldig und natürlich richten auch wir uns für erste Einschätzungen nach Wertetabellen und greifen auf jeder HiFi-Messe erst einmal ungeniert an jedes neue Gerät. Schließlich hat sich herausgestellt, dass dieser erste Eindruck, den Dinge auf uns machen, erlangt durch Anschauen und Anfassen, sich mehrheitlich auch als letztlich richtig erweist. Oft gilt einfach tatsächlich: je größer, desto besser. Doch es gibt eben auch die Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Gerade im HiFi-Bereich gelten weitere Faktoren, die entscheidend sind und nichts mit Tabellen und Werten zu tun haben müssen. Allen voran natürlich der Klang, und gerade im digitalen Bereich hat sich gezeigt, dass Größe hier selten mit dem klanglichen Endergebnis in Relation zu stellen ist. Wenn Mechanik durch Software ersetzt werden kann, spielt Größe eine untergeordnete Rolle, wie sich zum Beispiel beim DiDiT DAC212 zeigt. Mit den namengebenden 212 Millimetern in Breite und Tiefe des Gerätes, ergänzt durch lediglich viereinhalb Zentimeter in der Höhe, läuft man Gefahr, den kleinen Wandler zu unterschätzen. Nach dem ersten Blick wird jedoch zur Tat geschritten und wie bereits gesagt bedeutet das für einen Redakteur, dass zunächst geguckt und gestreichelt werden muss. Das lohnt sich bereits, denn in Sachen Design und Verarbeitung weiß sich der DAC212 durchaus zu behaupten. Das aus dem Vollen gefrästen Aluminiumgehäuse weist keine sichtbaren Schrauben auf, bietet eine recht große Materialstärke und ist dank gerundeter Kanten und der leicht eingerückten Front weit davon entfernt, ein seelenloses Stück Metall zu sein. Auffällig ist besonders das Rasterdisplay, bei dem LEDs durch viele kleine Löcher an der Gehäusefront scheinen, so dass sich auch ohne den Einsatz eines klassischen Displays alle Informationen zum Gerät und dessen Bedienung darstellen lassen. Nun mag man in Anbetracht der Tatsache, dass die Eingangswahl im Prinzip die einzig wirklich notwendige Information ist denken, wozu das unbedingt nötig ist. Doch da wären wir schon wieder bei Mutmaßungen, denn das Display des DAC212 sollte seine Notwendigkeit durchaus noch beweisen. Doch folgen wir weiter den stereotypen Kriterien, die Hersteller, Presse und Nutzer gleichermaßen schätzen. Bei den Anschlüssen zum Beispiel übertrifft DiDiTs kleiner Wandler schon die Erwartungen, denn recht weit in das Gehäuse hinein versetzt versteckt sich eine ganze Reihe von Buchsen, die man an einem kompakten DAC wie diesem nicht unbedingt vorhergesehen hätte. Optische und koaxiale S/PDIF-Verbindungen gehören zum Standard und auch ein USB-Anschluss ist heute das Mittel der Wahl für die digitale Datenübertragung. Eher ungewöhnlich ist hingegen das Vorhanden sein eines AES/EBU-Anschlusses in Form einer dreipoligen XLR-Buchse. Hier wird der High-End-Standard, dem sich DiDiT in ihrem Markenlogo auf der Geräteoberseite verschreiben, also schon angedeutet. Noch mehr geschieht dies durch den ebenfalls vorhandenen HDMI-Port, mit dem der DAC in der Lage ist, auch I²S-Signale in Empfang zu nehmen. Gerade dieser Anschluss ist zurzeit tatsächlich nur der audiophilen Oberklasse vorbehalten und wird sicherlich in zukünftig noch deutlich weiter verbreitet sein, als es bisher der Fall ist. Zukunftssicherheit ist also schon einmal gegeben. Für bequeme Smartphone-Einbindung ist sogar noch ein Bluetooth-Receiver integriert. Gleiches gilt auch für die möglichen Abtastraten, denn der unumgängliche Blick auf die Gerätespezifikationen lässt Gutes erahnen. Per USB und HDMI ist der DAC212 in der Lage, PCM-Signale mit bis zu 384 kHz bei 32 Bit zu entschlüsseln. Damit spielt man natürlich ganz oben mit, denn die Wandler, die zu noch mehr in der Lage sind, lassen sich praktisch an einer Hand abzählen. Bei DSD verhält es sich ebenso, denn mit den maximal nutzbaren 22,5 MHz, also DSD512, ist der Standard weit übertroffen und die tatsächlich vorhandene Musik bisher noch vergleichsweise rar. DiDiT holt also hier praktisch alles aus dem ES9018 DAC-Chip von ESS heraus, wozu der Chip seinem Spezifikationsblatt zufolge in der Lage ist. Doch auch die eigene Entwicklungsarbeit, die das niederländische Team von DiDiT hier vollbracht hat, hat durchaus Hand und Fuß. So wurde zum Beispiel ein besonders stabil arbeitendes Netzteil entwickelt, das zudem noch besonders effizient und reaktionsschnell auf Dynamikpeaks reagiert. Außerdem verzichtete man beim DAC212 auf Kondensatoren im Signalweg, um Frequenz und Phase nicht unnötig zu beeinflussen. Dazu arbeitet die vollkommen kanalgetrennte Ausgangsstufe rein symmetrisch, weshalb der DAC auch nur XLR-Buchsen zur Weitergabe des variablen Signales an eine Endstufe besitzt. Nutzer von Verstärkern mit Cinch-Buchsen müssen jedoch nicht verzweifeln, denn per Adapter kann der DAC212 auch diese mit gewandelten Signalen versorgen, wozu sich die Ausgänge auf eine unsymmetrische Arbeitsweise umschalten lassen. Für ebendiese und eine Menge weiterer Funktionen kommt dann die erwähnte Anzeige ins Spiel. Mit einem längeren Druck auf die Mute-Taste der Fernbedienung gelangt man in das Setup-Menü des DACs, wo sich dann das volle Ausmaß an Optionen eröffnet, die DiDiT dem Nutzer zur Verfügung stellt. Eher Banales, wie das automatische Dimmen oder die Anzeigeart des Displays ebenso wie Parameter zu Ein- und Ausgängen des Geräts. Auch der Gain von Ausgangsstufe und Kopfhöreranschluss lässt sich hier separat einstellen. Außerdem kann die Bluetooth-Funktion nach Wunsch abgeschaltet werden, oder man ermöglicht das Einschalten des DACs auch vom Smartphone aus. Besonders relevant sind aber sicherlich die Optionen, welche die Arbeitsweise des DACs beeinflussen. Filter verschiedenster Art können hier ebenso eingestellt werden wie die Quantisierung oder die automatische Jitter-Reduktion. Wer sich gerne intensiv mit seinen HiFi-Systemen befasst und die eine oder andere Nacht mit Feintuning verbringen möchte, i ndet hier das perfekte Werkzeug, auch wenn die Bedienung mit Fernbedienung und dem doch vergleichsweise kleinen Display manchmal ein wenig fummelig ausfallen kann. Dennoch ist der Funktionsumfang des Gerätes enorm. Der Kleine kann also hier schon einmal den einen oder anderen überraschen. Restlos vom Gedanken größer ist immer besser kommt man dann ab, wenn man sich den DAC212 schließlich einmal angehört hat. Egal ob bei CD-Qualität oder HiRes-Material, der Wandler erzeugt eine unerwartet offene Bühne. Dabei breitet sich das Spiel nicht nur schön aus, sondern erzeugt auch eine tolle Tiefe im Raum. Sofort stellt sich ein guter Flow ein, der bei dem einen oder anderen Stück sofort ein unbewusstes Fußwippen auslöst. Besonders eindrucksvoll war jedoch die dynamische Weite, die der kompakte Wandler an den Tag legte. So ließ die Aufnahme von Strauss‘ „Unter Donner und Blitz“ der Wiener Philharmoniker mich ein ums andere Mal deutlich auf der Couch zusammenzucken. Doch auch abseits von großen Orchestern ist der DAC212 in der Lage, eine tolle Dynamik im Detail zu entwickeln. Trotzdem stellte er sich als langstreckentauglich heraus und ließ auch bei längerem Hören keine Ermüdungserscheinungen zu. Deutlich größer, als man es zunächst erwartet, spielt der DAC212 also auf. Und größer ist in diesem Fall tatsächlich einmal besser. Der erste Eindruck kann also durchaus täuschen.
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Fazit

DiDiT schafft es, mit dem DAC212 enorm viel HiFi in ein kleines Gerät zu verpacken. Anschlussvielfalt, Funktionsumfang und nicht zuletzt der wunderbar dynamische, offene Klang überzeugen, so dass hier wahrlich Großes vollbracht wird.

Preis: um 4000 Euro

DiDiT DAC212


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Ausstattung

 
Preis: um 4.000 Euro 
Vertrieb: SoReal Audiovertrieb, Unterweilenbach 
Telefon: 08445 2670030 
Internet www.soreal-audio.de 
Abmessungen (B x H x T in mm) 212/45/212 
Eingänge 1 x USB-B, 1 x I²S HDMI, 1 x AES/EBU, 
- 2 x S/PDIF koaxial, 1 x Toslink optisch, Bluetooth 
Unterstützte Abtastraten: PCM Dateien: bis 384 kHz, 32 Bit DSD: bis DSD512, 22,5 MHz, 1 Bit 
Ausgänge: 1 x XLR Stereo, 1 x 6,5-mm-Kopfhöreranschluss (vorne) 
checksum DiDiT schafft es, mit dem DAC212 enorm viel HiFi in ein kleines Gerät zu verpacken. Anschlussvielfalt, Funktionsumfang und nicht zuletzt der wunderbar dynamische, offene Klang überzeugen, so dass hier wahrlich Großes vollbracht wird. 

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