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Kategorie: D/A-Wandler
20.10.2015

Einzeltest: Audio Optimum NOS-DAC2

Nicht so schnell!

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Philipp Schneckenburger
Philipp Schneckenburger

An bestimmte Dinge hat man sich bei D/A-Wandlern gewöhnt. Schön, wenn man sieht, dass auch das Anders-Denken sich noch bezahlbar machen kann.

In unserem Hörraum hat man schon so manches gesehen und vor allem gehört, dementsprechend sind echte Überraschungen mittlerweile fast ein wenig selten geworden. Dennoch sitze ich mit offenem Mund auf der Couch, erstaunt über das, was gerade aus den Lautsprechern kommt. Zwei mittelgroße, schwarze Boxen, angetrieben von jeweils einem Monoblock, die aus derselben Manufaktur namens Audio Optimum stammen, versetzen mich in diesen Zustand. Über unseren Streamer wähle ich per App ein Album aus, es spielt, und ich bin fasziniert. Enorm plastisch und detailliert startet der erste Song. Dabei denke ich zunächst, dass irgendetwas falsch verkabelt ist, denn ich höre einige ungewohnte Geräusche. Nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass alles korrekt ist. So korrekt sogar, dass sich die Geräusche als Teil der Aufnahme herausstellen, die mir zuvor schlicht unbekannt waren. Nach und nach ist es möglich, alles aufzunehmen, was hier aus dem Signal herausgeholt wird. Der wunderbar offene Raum füllt sich mit den einzelnen Komponenten, die fein säuberlich auf der Bühne platziert wirken, wie Figuren auf einem Schachbrett. Bereits bei recht geringer Lautstärke wirkt das Spiel dynamisch, bevor man mit zunehmendem Schalldruck merkt, wie viel Raum da trotzdem noch nach oben ist und auch gefüllt wird. Feinzeichnend und wunderbar detailliert erklingt die mittlerweile doch recht laut gewordene Musik. Dabei fällt die hohe Lautstärke zunächst kaum auf, weil man als Hörer so beschäftigt damit ist, dem Spiel bis in jede dargestellte Kleinigkeit zu folgen und alles in sich aufzunehmen. Selbst mit dem Wechsel auf eigentlich eher mittelmäßig abgemischte Alben wirkt alles enorm differenziert. Fast so, als hätte man sich die Mühe gemacht, alle Einzelteile des dicht gemischten Notengetümmels auseinanderzuziehen. Potenter Bass, geschmeidige Mitten und knackiger Hochton, alles wirkt schlüssig und wunderbar klar vor einem enorm dunklen Hintergrund. Es klingt einfach klasse. Das allein ist aber nur ein Teil der begeisterten Verwunderung, denn das, wodurch dieser Klang ermöglicht wird, ist die eigentliche Überraschung. Neben den MS8-Lautsprechern und den beiden Sincos-Endstufen ist dieser Sound einem kleinen, eher unscheinbaren Kästchen zuzuschreiben, dass neben den anderen High-End- Geräten in unserem Rack beinahe verloren ausschaut. Auch er kommt von der Recklinghausener Firma Audio Optimum und trägt den Namen NOS-DAC2. Die Geschichte hinter dem Gerät ist dabei so kurios wie das Konzept des Gerätes selbst. Eigentlich handelt es sich bei Audio Optimum um einen Hersteller, der sich auf hochwertige Studiomonitore und High- End-Lautsprecher spezialisiert hat.
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Preis: um 3800 Euro

Audio Optimum NOS-DAC2


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