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Kategorie: CD-Player
20.10.2015

Einzeltest: Electrocompaniet ECC-1

Eisbrecher

901
Holger Barske
Holger Barske

Obschon Electrocompaniet eigentlich als Verstärkerspezialist gilt, listet der aktuelle Produktkatalog gleich sechs Digitalgeräte. Der CD-Player ECC-1 ist der jüngste Spross des norwegischen Herstellers und bekam große Schuhe vor die Tür gestelltDas liegt daran, dass es bei Electrocompaniet ein echtes Player- Highlight gibt, und das schon seit etlichen Jahren: den EMC-1, respektive EMC-1 UP, wie die aktuelle Version heißt.

Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als der norwegische Toplader mit dem Audionet ART und dem Lindemann CD-1 um die Krone der Gerade-noch-irgendwie-bezahlbar- Player stritt; da hatte jede Maschine leidenschaftliche Verfechter, und die Diskussion wurde mitunter, sagen wir mal, sehr emotional geführt. Seitdem ist viel passiert bei Electrocompaniet, und vor einiger Zeit haben sich auch die Besitzverhältnisse an dem Unternehmen gründlich geändert; in diesem Zusammenhang schied auch Per Abrahamsen aus, der die Firma 1972 gegründet und lange Jahre in der Erfolgsspur gehalten hatte. Der ECC-1 nun ist das aktuelle Sonderangebot von Electrocompaniet in Sachen CD-Player, zumindest in der „Classic Line“. Er kostet mit 2.600 Euro nämlich nur rund halb so viel wie der EMC-1 UP, kommt aber ähnlich martialisch rüber wie der Toplader: neun Kilo Lebendgewicht, transparente, schwarz hinterlegte Zehn-Millimeter- Acrylfront und das für die Baureihe typische güldene Taster-Quartett rechts auf der Front. Letzteres zeigt übrigens deutlich, dass auch Männer ab und zu mal in eine Bedienungsanleitung gucken sollten; ich war tagelang davon überzeugt, dass man die Schublade des Gerätes nur mit der Fernbedienung aufbekommt. Das ist natürlich Blödsinn, aber wer kommt schon darauf, dass man dazu die „Navigator“- Taste ein paar Sekunden lang drücken muss? Auch wenn der frontale Schriftzug das Gerät als „High Performance Balanced Compact Disc Player“ ausweist -so ganz stimmt das nicht: Im ECC-1 schlägt nämlich ein DVD-Herz, und deshalb ließe sich angeblich sogar eine MP3-DVD abspielen, in Ermangelung einer solchen konnte ich das aber leider nicht überprüfen. Ehrlich gesagt wusste ich bis dato nicht, dass es ein solches Format überhaupt gibt. Das Großserien-Philips-Laufwerk benimmt sich in Sachen Anfassqualität sehr gesittet: Die Lade gleitet verhältnismäßig sanft und ruhig in Richtung Bediener und zurück. Daran dürfte die massive Aufhängung des Laufwerks nicht unschuldig sein: Es ist über eine zusätzliche, bedämpfte Metallplatte mit dem Gehäuseboden verschraubt, und auch der ist, wie die anderen Gehäuseteile, schon nicht ohne: Ich schätze mal zwei Millimeter dickes, schwarz gepulvertes Stahlblech schaff t eine ordentliche Trutzburg rund ums Interieur. Und da das Kabinett auch von den Abmessungen her zum Rest der Classic Line passen sollte, blieb beim ECC-1 im Inneren noch etwas Luft.
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Preis: um 2600 Euro

Electrocompaniet ECC-1

Spitzenklasse


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