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Kategorie: CD-Player, Vollverstärker, Stereovorstufen, Endstufen
20.10.2015

Serientest: AVM AVM30 CD 30.3, AVM AVM30 A 30.3, AVM AVM30 PA 30.3, AVM AVM30 MA 30.3

HiFi Legenden mit modernem Touch

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Ein Jubiläum feiert man immer gerne, besonders wenn es als Geschenk einige feine Geräte gibt. Die Resonanz auf AVMs dreißigsten Geburtstag war sogar so gut, dass man die Party noch ein wenig weiter gehen lässt.


Im Baden-Württembergischen Malsch entstehen schon seit 1986 hochwertige Audiogeräte unter dem Namen AVM. Genau wie viele Menschen, feierte auch die Audiomanufaktur eine runden Geburtstag auf besondere Weise, weshalb man 2016, dreißig Jahre nach dem Entstehen der Firma, eine spezielle Geräteserie kreierte, die an die Ursprünge von AVM erinnern sollte. Versehen mit dem AVM30 Logo, waren der Vorverstärker, die Monoblöcke und der Vollverstärker auf jeweils nur 1000 Stück limitiert. Die hohe Nachfrage treuer AVM Kunden führte allerdings dazu, dass die Geräte schon nach kurzer Zeit vergriffen waren. Doch der Erfolg der Systeme blieb natürlich nicht unbemerkt und AVM wollte auch denen, die damals leer ausgegangen waren, die Möglichkeit bieten ebenfalls die AVM30 Serie zu erleben. So kommt nun, knapp fünf Jahre nach dem eigentlichen Jubiläum, eine neue Reihe namens AVM30.3 in den Handel, die sich die streng limitierten Geburtstagsgrüße von einst zum Vorbild nahmen. Dabei handelt es sich ganz bewusst nicht um eine einfache Neuauflage, denn wenn man in Malsch von limitiert spricht, dann meint man es dort auch so. Stattdessen wurden die Geräte für die 30.3 Varianten in Teilen, oder sogar komplett neu entwickelt. Insgesamt fünf Geräte tragen nun das 30.3 Siegel. Den Vollverstärker A 30.3, die Vorstufe PA 30.3, die Monoblöcke MA 30.3 und den CD-Player CD 30.3 haben wir uns für unseren Test kommen lassen. Ergänzend dazu bietet AVM außerdem die Phonovorstufe PH 30.3 an. Der CD-Player kommt erst jetzt in das AVM30 Lineup hinzu und wurde dementsprechend neu für die Serie konzipiert. Dabei orientierte sich AVM allerdings an der hauseigenen Evolution Line und übernahm einige Features und Technologien aus der Oberklasse. Herzstück des CD 30.3 ist das Laufwerk, das sich von denen vieler anderer aktueller Transports und Player unterscheidet. Hier wird ein optisches Slot-In-Laufwerk von TEAC eingesetzt, das ausschließlich für die Wiedergabe von CDs konzipiert ist. Anders als die oft verwendeten DVD-Laufwerke, die heute deutlich günstiger und besser verfügbar sind, ist die Geschwindigkeit genau auf die Nutzung von Compact Discs ausgelegt, was in einer genaueren Signalverarbeitung resultiert. Die Wandlersektion nutzt einen WM8741 DAC-Chip von Cirrus Logic, der nicht nur die Signale des integrierten Laufwerks umsetzt, sondern zusätzlich auch von externen Quellgeräten in Anspruch genommen werden kann. Dafür bietet der CD 30.3 neben optischen und koaxialen S/PDIF-Eingängen auch einen AES/ EBU-Anschluss, während die analoge Ausgabe wahlweise symmetrisch oder unsymmetrisch stattfinden kann. Dabei rechnet der Player die Signale zuvor intern hoch. Je nach Frequenz wandelt der DAC also entweder mit 174,6 kHz oder mit 192 kHz. Als perfekter Partner für den Player bietet sich der A 30.3 an. Vollständig neu entwickelt, ist der Vollverstärker an den A2 von einst angelehnt. Wie bei allen AVM30 Geräten wurde auch hier Wert auf ein zeitlos elegantes Design gesetzt. Die glatte Front ist Basis für die beiden großen Drehregler, zwischen denen ein helles Display Auskunft über die Arbeit des Verstärkers gibt. Entgegen der optischen Bezüge auf AVM Geräte vergangener Tage, war es für den Hersteller aber wichtig, ein modernes System zu schaf en, das auch mit aktuellen Quellgeräten harmoniert. Dafür verfügt der A 30.3 über eine umfangreiche Digtalsektion, in dessen Zentrum erneut der WM8741 als Wandler agiert. Optische und koaxiale Verbindungen sind hier ebenso zu finden, wie ein USB-B-Anschluss. Auch an Smartphones hat man gedacht und versah den A 30.3 mit entsprechenden Bluetooth-Funktionalitäten. Auf analoger Seite können drei Cinch und ein XLR-Anschluss verwendet werden. Dank einem Heimkino-Loop, in Verbindung mit einem variablen und einem fixen Analogausgang bietet sich der Verstärker sogar für die Anwendung im AV-Bereich an. Auf einen Phono-Input, der den A 30.3 zu einem absoluten Allrounder gemacht hätte, wurde aus technischen Gründen verzichtet. Der konsequente Doppel-Mono-Aufbau des Vollverstärkers ließ schlicht keinen Platz mehr im Gerät, um eine Phono-Sektion störungsfrei arbeiten zu lassen. Das liegt hauptsächlich an der potenten Stromversorgung des A 30.3, deren kanalgetrennte Trafos die kräftigen Class A/ AB-Endstufen mit Energie versorgen. Zwei große Kühlkörper sorgen dann für einen guten thermischen Ausgleich, um den Verstärker optimal arbeiten zu lassen. Am Messstand zeigten sich die Vorteile der sorgfältigen Entwicklungsarbeit und der ausgewählten Bauteile, die zum Teil aus den Evolution und Ovation Serien von AVM stammen. Bis zu 143 Watt lagen an den hochwertigen Terminals auf der Rückseite an, bevor der Grenzwert von 0,7 Prozent Klirr überschritten wurde. Genügend Power um bei verschiedensten Lautsprechern ordentlich Druck aufzubauen. Dazu kommt ein wunderbar linearer Frequenzgang und ein sehr guter Rauschabstand von knapp 85 dBr. Das Gerät, das bei der ursprünglichen Jubiläumsserie jedoch am schnellsten vergriffen war, war die Vorstufe, die nun mit dem PA 30.3 einen Nachfolger findet. Äußerlich ist sie vom Vollverstärker auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden, denn auch hier stand das bekannte Design Pate. Die beiden Potis bieten eine ausgezeichnete Haptik und besonders die Handhabung des Lautstärkereglers ist eine Freude. Auch Fans guter Kopfhörer werden hier besonders viel Spaß haben, denn der PA 30.3 verfügt, ebenso wie der Vollverstärker auch, über einen 6,3-Millimeter-Ausgang direkt neben dem massiven Regler. Die Vorstufe soll ebenso für alle gängigen Arten der Musikwiedergabe genutzt werden können, weshalb man auch hier auf eine gute Auswahl verschiedener Anschlüsse achtete. Auf digitaler Seite bedeutet das erneut eine Plattform basierend auf dem WM8741, der Signale von USB, Koax-Buchse und Toslink entgegen nimmt. Bluetooth rundet schließlich das digitale Pakte ab, während es auf analoger Seite größere Unterschiede zum A 30.3 gibt. Erneut gibt es drei unsymmetrische und einen symmetrischen Eingang. Diese werden beim PA 30.3 allerdings von einem Phono-Modul ergänzt. Dabei ist es schön zu sehen, das AVM auf ausreichend Flexibilität setzt und sowohl die Verwendung von MM-, wie auch MC-Tonabnehmern erlaubt. Dazu kommt auch hier die zuschaltbare Heimkino-Schleife zum Einsatz und auch eine Klangregelung wurde sowohl der Vorstufe als auch dem Vollverstärker mit auf den Weg gegeben. Letztlich liegt allen drei Geräten noch die hochwertige RC3 Metall-Fernbedienung bei. Dabei kann eine der eleganten Eingabegeräte sowohl für den CD-Player, wie auch für die beiden Verstärker gleichzeitig verwendet werden. Passend zum PA 30.3 bietet AVM die MA 30.3 Mono-Endstufen an. Der Blick für Herkunft und Tradition des deutschen Manufakturbetriebes geht hier am weitesten, denn mit dem Modell M1, das Pate für die neuen Endstufen stand, begann damals der Werdegang der Firma. Mit dem Erscheinen der MA 30.3 ist das Gerät nun schon in der 14. Generation und hatte sich bereits vor zehn Jahren schon über 10.000 Mal verkauft. In dieser Zeit hat sich viel getan, doch manche Dinge werden auch bei der 30.3 Variante beibehalten. So bleib beispielsweise die eigentliche Anordnung der Mos-Fet Transistoren gleich, während nun Schaltungen aus den Top-Serien der Firma Einzug hielten. Nun stammt die eigentliche Transitorphalanx aus der Ovation Line und auch Bauteile aus den Endstufen der Evolution Serie wurden für die Neuaul age übernommen. Neu sind auch einige Features, die das Handling der MA 30.3 vereinfachen. Eine Anschaltautomatik kann von angeschlossenen AVM Geräten genutzt werden, während alternativ auch eine Triggerschaltung bereitsteht. Wie der Vollverstärker beziehen auch die Mono-Blöcke ihre Kraft aus einer Schaltung nach Class-A/AB. Dafür nutzt AVM zwei Stromversorgungen, von denen eine für das Frontend und eine weitere für die eigentliche Leistungssteigerung verantwortlich sind. Spezielles Merkmal der Endstufen aus Malsch ist seit jeher außerdem das Versprechen von einer ordentlichen Portion Leistung. Dabei nimmt AVM den Mund keineswegs zu voll, denn auch die MA 30.3 lieferten tolle Messergebnisse. Als der Grenzwert erreicht wird stehen satte 275 Watt auf dem Bildschirm. Ein paar Endstufen ist also in der Lage, praktisch jeden Lautsprecher anzutreiben. Dank zwei Sätzen Terminals ist bei den MA 303.3 außerdem Bi-Wiring möglich. Die lineare Leistungsentfaltung und der ausgezeichnete Rauschabstand von 90 dBr zeugen darüber hinaus von der guten Arbeit der Entwickler. Doch auch wenn alle die Ausstattung und die technischen Aspekte der AMV 30.3 Serie natürlich interessant sind, sollen die Geräte hauptsächlich durch ihre Art der Musikwiedergabe überzeugen. Das macht sich schnell deutlich, als ich CD-Player und Vollverstärker mit einander kombiniere. Kaum ist das erste Album im schmalen Schlitz an der Front verschwunden, legen die beiden mit einem unheimlichen Antritt los. Von den ersten Takten an versteht es die Kombi, den Hörer mitzureißen. Der Class-A/AB-Verstärker packt kräftig zu und wirkt außerordentlich direkt. Percussions profitieren von der tollen Dynamik, die der A 30.3 an den Tag legt, während das Upsampling des CD 30.3 es gut versteht, noch das ein oder andere unentdeckte Detail aufzudecken. Auch bei der Verwendung von HiRes-Material per Streamer setzt sich der gute Eindruck fort. Problemlos schiebt der Verstärker die Boxen an und bewahrt auch bei hektischen Stücken stets die Kontrolle. Die tolle Räumlichkeit generiert eine große Bühne und die beiden 30er ziehen den Hörer nach einer Weile komplett in ihren Bann. Auch die Kombination aus PA 30.3 und den beiden MA 30.3 zeichnet sich durch einen sehr ähnlichen Charakter aus. Dank dem Leistungszuwachs wirkt die Kombi allerdings noch ein wenig kerniger und ein leichter Hauch von Wärme macht das Spiel nochmals ein wenig runder und enorm musikalisch. Die Endstufen scheinen immer noch ein wenig nach vorne gehen zu wollen und ihre Kraftreserven lassen sie das Spiel problemlos mitspielen. Die Bühne gewinnt nochmals an Größe und auch die Tiefenstaffelung verbesserte sich noch einmal. AVMs 30.3 Serie bietet einfach ein tolles Klangerlebnis, bei dem man voll in der Musik aufgehen kann. Dabei kombiniert man hier geschickt eine gute Anschlussvielfalt mit hochwertiger Audiotechnik. Auch wenn die Ursprünge der Geräte mittlerweile fast 35 Jahre zurückliegen, bekommt man hier moderne Systeme für Liebhaber des guten Klangs.

Fazit

Mit der 30.3 Serie bietet AVM eine tolle Reminiszenz an die eigenen Ursprünge und garniert diese mit hochwertiger Technik und moderner Ausstattung. Doch letztlich ist es der Klang, mit dem die Geräte Kenner der Marke begeistern und garantiert auch zahlreiche neue Fans schaffen werden.

Bezugsquellen
AVM30 CD 30.3
AVM30 A 30.3
AVM30 PA 30.3
AVM30 MA 30.3

Preis: um 2000 Euro

AVM AVM30 CD 30.3


-

Preis: um 3000 Euro

AVM AVM30 A 30.3


03/2021 - Philipp Schneckenburger

Preis: um 2000 Euro

AVM AVM30 PA 30.3


03/2021 - Philipp Schneckenburger

Preis: um 3600 Euro

AVM AVM30 MA 30.3


03/2021 - Philipp Schneckenburger

Ausstattung

 
Preis: um 2.000 Euro 
Vertrieb: AVM, Malsch 
Telefon: 07246 309910 
Internet: www.avm.audio 
Abmessungen (B x H x T in mm) 430/109/302 
Eingänge 1 x CD; 2 x S/PDIF koaxial; 2 x Toslink optisch; 1 x AES/EBU 
Unterstützte Abtastraten: PCM bis 192 kHz, 24 Bit 
Ausgänge: 1 x XLR Stereo; 1 x RCA Stereo; 1 x S/PDIF koaxial; 1 x Toslink optisch 
checksum Mit der 30.3 Serie bietet AVM eine tolle Reminiszenz an die eigenen Ursprünge und garniert diese mit hochwertiger Technik und moderner Ausstattung. Doch letztlich ist es der Klang, mit dem die Geräte Kenner der Marke begeistern und garantiert auch zahlreiche neue Fans schaffen werden. 

Ausstattung

 
Preis: um 3.000 Euro 
Vertrieb: AVM, Malsch 
Telefon: 07246 309910 
Internet: www.avm.audio 
B x H x T: 430 x 113 x 302 mm 
Eingänge: 1 x USB-B; 1 x S/PDIF koaxial; 1 x Toslink optisch; 3 x RCA Stereo; 1 x XLR Stereo, Bluetooth 
Unterstützte Abtastraten: PCM bis 192 kHz, 24 Bit 
Ausgänge: 1 x Lautsprecher Stereo; 2 x RCA Stereo (1 x Fixed, 1 x Pre-Out); 1 x 6,3 mm Kopfhörerausgang (vorne) 
Leistung: etwa 133 Watt bei 8 Ohm; etwa 143 Watt bei 4 Ohm 
checksum: Mit der 30.3 Serie bietet AVM eine tolle Reminiszenz an die eigenen Ursprünge und garniert diese mit hochwertiger Technik und moderner Ausstattung. Doch letztlich ist es der Klang, mit dem die Geräte Kenner der Marke begeistern und garantiert auch zahlreiche neue Fans schaffen werden. 

Ausstattung

 
Preis: um 2.000 Euro 
Vertrieb: AVM, Malsch 
Telefon: 07246 309910 
Internet: www.avm.audio 
Abmessungen (B x H x T in mm): 430/113/302 
Eingänge: 1 x USB-B; 1 x S/PDIF koaxial; 2 x Toslink optisch; 4 x RCA Stereo (davon 1 x Phono); 1 x XLR Stereo, Bluetooth 
Unterstützte Abtastraten: PCM bis 192 kHz, 24 Bit 
Ausgänge: 1 x XLR Stereo; 2 x RCA Stereo (1 x Fixed, 1 x Pre-Out); 1 x 6,3 mm Kopfhörerausgang (vorne) 
Checksum: Mit der 30.3 Serie bietet AVM eine tolle Reminiszenz an die eigenen Ursprünge und garniert diese mit hochwertiger Technik und moderner Ausstattung. Doch letztlich ist es der Klang, mit dem die Geräte Kenner der Marke begeistern und garantiert auch zahlreiche neue Fans schaffen werden. 

Ausstattung

 
Preis: um 3.600 Euro (Paar) 
Vertrieb: AVM, Malsch 
Telefon: 07246 309910 
Internet: www.avm.audio 
Abmessungen (H x B x T in mm): 133/230/351 
Eingänge: 1 x XLR Stereo; 1 x RCA Stereo 
Ausgänge: 2 x Lautsprecher Stereo 
Leistung (8 Ohm in Watt): etwa 217 Watt 
Leistung (4 Ohm in Watt): etwa 275 Watt 
checksum Mit der 30.3 Serie bietet AVM eine tolle Reminiszenz an die eigenen Ursprünge und garniert diese mit hochwertiger Technik und moderner Ausstattung. Doch letztlich ist es der Klang, mit dem die Geräte Kenner der Marke begeistern und garantiert auch zahlreiche neue Fans schaffen werden. 

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