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Kategorie: Car HiFi Endstufe Multikanal
20.10.2015

Einzeltest: Mohawk MC-600.3

Drei für alle Fälle

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Elmar Michels
Elmar Michels

Für die schlanke Car-HiFi-Anlage aus Frontsystem und Subwoofer reichen eigentlich drei Kanäle. Warum dafür zwei Endstufen verbauen, wenn es auch mit einer geht? Mohawk bringt jetzt mit der MC-600.

3 ein cleveres Angebot zu diesem Thema.Die Marke Mohawk ist seit vier Jahren auf dem deutschen Markt aktiv. Das heißt nicht, dass die Jungs Newbies wären, ganz im Gegenteil, Mohawk gibt es schon seit 1979. Ursprünglich als kleine Schwester von Kicker gegründet, hat sich Mohawk über die Jahre freigeschwommen und ist heute eine unabhängige Firma mit eigener Entwicklung. Das traditionelle Geschäft bestand hauptsächlich in der preiswerten Schiene, doch in den letzten Jahren kam das eine oder andere ambitionierte Teil ins Sortiment. Spätestens mit der gerade erfolgenden Erweiterung der Crystal-Endstufenserie wird klar, dass Mohawk ernst macht. Von den fünf neuen Modellen sind zwei für die Subwoofer dieser Welt zuständig, dazu gibt es neue Amps mit zwei, vier und drei Kanälen. Die letzteren drei sind auf der Höhe der Zeit, es sind Schaltverstärker, sie gehören zu den voll im Trend liegenden Fullrange-Digitalen. Unser Testling ist die MC-600.3, ein Dreikanalamp und damit ein Exot am Markt. Dabei sind Dreikanäler eigentlich sehr nützlich. Gerade in der heutigen Car-HiFi-Anlage, die unsichtbar verbaut wird, ist eine digitale Dreikanal doch eine prima Sache. Mit 295 x 180 Millimetern Grundfläche ist die Mohawk noch nicht mal richtig winzig – die Designer haben mit den cleanen Kunststoffkappen an den Fronten ordentlich Platz verbraten. Betrachtet man nur die Platine, ist klar, dass wir eine absolut moderne Endstufe vor uns haben. Dank der sorgfältigen Filterung sowohl eingangs an den Stromklemmen als auch ausgangs hinter den Class-D-Spulen wirft die MC-600.3 nur wenig hochfrequenten Müll raus. Die beiden kleinen Kanäle sind relativ zentral auf der Platine gelegen, zu erkennen an den achtbeinigen Treiberchips und den in Ferrit gepackten Spulen. Der stärkere Basskanal hat eine entsprechend dick dimensionierte Spule und sitzt direkt vor den Lautsprecherklemmen. Im Labor macht sich die Mohawk dadurch beliebt, dass sie gehörig Leistung schiebt. Mit 88 und sogar 160 Watt stehen die Frontkanäle gar nicht schlecht da – genug Dunst, um auch ein anspruchsvolles Komposystem zu treiben, ist jedenfalls da. Auch der Basskanal heizt mit 245 bzw. 360 Watt einem moderat dimensionierten Subwoofer völlig ausreichend ein. Bei der Ausstattung gefallen Eingangswahlschalter zur Mitversorgung des Basskanals über die Fronteingänge und die beiliegende Bassfernbedienung, bei den Aktivweichen gehen die Einstellmöglichkeiten zumindest in Ordnung. Was bei einer derartig kompakten Eine-für-alles- Endstufe fehlt, ist eine Einschaltautomatik mit Signalerkennung fürs Werksradio.

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Preis: um 280 Euro

Mohawk MC-600.3

Spitzenklasse

3.5 von 5 Sternen

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