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Kategorie: Car HiFi Endstufe Multikanal
20.10.2015

Einzeltest: Audiocontrol D-6.1200

Alles drin

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Elmar Michels
Elmar Michels

Nachdem wir bereits die Sechskanälerin LC-6.1200 im Test hatten, widmen wir uns diesmal der DSP-Endstufe.

Bereits in Heft 5/2017 hatten wir der LC- 6.1200 bescheinigt, dass sie eine Integrationskünstlerin sei, denn mit ihren sehr variablen Eingängen und sogar einer analogen Summierfunktion ist bereits die „normale“ 6.1200 ohne DSP bestens für Originalsysteme ausgestattet. Schließlich heißt es im damaligen Test: „Angesichts dieses Aufwands hätte man auch gleich einen DSP einbauen können“. Genau das hat Audiocontrol bei der D-6.1200 auch getan. Und zwar einen richtig guten. Wir finden eine reichlich bestückte Signalplatine, die mit ordentlichen Operationsverstärkern punktet. Das Herzstück ist der allseits beliebte DSP ADAU1452 von Analog Devices, der auch in einigen anderen DSPs seinen Dienst tut. Da er keine integrierten Wandler besitzt, stehen ihm die entsprechenden Chips zur Seite, wobei Audiocontrol sich ebenfalls bei Analog Devices bedient. Die Wandlung von analog erfolgt über zwei vierkanalige AD1974, für die abschließende DA-Wandlung ist ein achtkanaliger AD1933 zuständig – alles gute Bauteile, mit denen sich Audiocontrol nicht verstecken muss. Sie ähnelt damit eher dem Stand-alone-DSP DM-810 als ihrer Vierkanalschwester D-4.800, die nicht an dieses Niveau herankommt. Was besonders an den Geräten des amerikanischen Herstellers gefällt, ist die Pegelkontrolle – gerade bei DSPs mit der wichtigste Faktor für optimalen Klang. So hat auch die D-6.1200 eine ganze Armada von Clipping- LEDs, die sowohl hardwaremäßig am Gerät zu beobachten sind als auch in der Software abgebildet werden. Eine Besonderheit ist das firmeneigene MILC-System, das zuerst das Clipping der Headunit selbst überwacht, sodass man sofort sieht, wie weit man aufdrehen darf. Dann gibt es zur Einstellung der Input-Gains pro Kanalpaar eine LED und schließlich gibt´s dasselbe noch einmal für die Ausgänge. Als Sahnehäubchen findet sich auf der Platine eine sehr schöne Pegelregelung über zwei vierkanalige Digitalpotenziometer. Das Highlight der Software sind die in Echtzeit funktionierenden Eingangs- und Ausgangs-Frequenzfenster, die eine permanente Messung anzeigen. So lässt sich sofort erkennen, ob beispielsweise eine korrekte Summierung bei Werksausstattungen stattfindet, die getrennte Frequenzbereiche anliefern. Ebenfalls sehr nützlich ist die Laufzeitkorrektur auch an den Eingängen, die wieder bei manchen Soundpaketen hilft. Weiterhin gibt es die Audiocontrol-eigene Accubass- Funktion, die bei manchen Werks-Paketen hilft, den Bass zurückzugewinnen. Wenn eine Soundanlage bei höheren Pegeln den Bass rausnimmt, um die Werkslautsprecher zu schonen, gewinnt Accubass diesen zurück, dazu lassen sich Einsatzschwelle und Betrag der Rückgewinnung ans System anpassen. Der Nachteil an der Software ist, dass man die eigenen Einstellungen nicht klar grafisch aufbereitet findet. Überhaupt legt die Audiocontrol-Software höchsten Wert auf einfache Bedienbarkeit, was dazu führt, dass gegenüber den „Experten- DSPs“ am Markt einiges an Funktionalität verschenkt wird. So lassen sich Frequenzweichen, EQs und leider auch Pegel nur gemeinsam für die Kanalpaare einstellen. Die Laufzeitkorrektur erfolgt in großen 28-Millimeter-Schritten, was weit hinter den Möglichkeiten der Hardware zurückbleibt. Und von einem Frequenzbereich über 22 kHz, wie man ihn bei HiRes-Musik gerne hätte, kann die Software nur träumen, obwohl die Hardware wieder einiges mehr könnte. Auch eine intelligente Quellenumschaltung brauchen die Amis nicht; immerhin gibt es gegen A
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Preis: um 1000 Euro

Audiocontrol D-6.1200

Referenzklasse

5.0 von 5 Sternen

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