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Kategorie: Car-Hifi Subwoofer Gehäuse
20.10.2015

Einzeltest: Kicker 43L7QB82

Powercube

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Elmar Michels
Elmar Michels

Mit dem L7QB8 bietet Kicker einen edlen Miniwoofer an, der durch ungewöhnliche Details auffällt. Wir fühlen dem Winzling auf den Zahn.

Kleine Subwoofer sind in, bereits seit geraumer Zeit verlangt die Kundschaft beim Fachhändler immer öfter nach unauffälligen Lösungen. Richtig guten Bass wollen sie aber alle, was die Hersteller vor eine Herausforderung stellt. Denn wenn es etwas lauter werden soll, hilft normalerweise nur mehr Membranfläche, und das artet meist in große Gehäuse aus. Will man es klein und trotzdem gut, muss erstklassige Technik her – und die kostet. Für letzteren Weg hat sich Kicker beim L7QB8 entschieden, hat man doch mit dem kleinen Achtzöller aus der quadratischen L7-Serie einen der ernsthaftesten Kleinsubwoofer am Markt im Regal. Und um Nägel mit Köpfen zu machen, baute man dann ein maßgeschneidertes Edelgehäuse um ihn rum. Die Basis für das nur 11 Liter kleine Gehäuse ist ein extrem robuster Aluminiumkörper mit 6 mm Wandstärke, der am Stück aus einem massiven Aluminiumstrang gezogen wird. Eine Holzkiste kam für das Premium-Projekt nicht infrage, weil das zum Umbauen des geforderten Volumens benötigte Holz in 16 mm Materialstärke alleine schon 5,5 Liter in Anspruch nimmt. Gleiches gilt für ein Bassreflexrohr, das bei so wenig Volumen ewig lang werden müsste. Dafür gibt es nur eine Lösung: eine Passivmembran – was wiederum nicht billig ist. Am Ende steht ein erschreckende 700 Euro teurer Edelbrüllwürfel vor uns, der fast mehr an einen Bluetooth-Lautsprecher für unterwegs als an einen Subwoofer erinnert. Das hat sich Kicker wohl auch gedacht und liefert augenzwinkernd eine passende Tragetasche mit. Weiterhin gehört eine Befestigungsschiene dazu, für die zwei Nuten im Alugehäuse vorgesehen sind. Insgesamt ist der L7QB8 ein echter Handschmeichler geworden, der standesgemäß mit echter Wertigkeit punktet. Woofer und Passivmembran füllen die Fronten saugend aus, während stabile und formschöne Designergitter das Ganze schützen. Als i-Tüpfelchen sind die Befestigungsschrauben am Wooferfl ansch (8 Stück!) noch hinter Aufklebern versteckt – das ist mal Detailverliebtheit. Zur Technik des verbauten Woofers muss man nicht mehr viel sagen, Kickers Top-Serie L7 ist seit Jahrzehnten Legende. Auch der kleine 8"-L7 weist alle Kicker-typischen Goodies auf wie z.B. die charakteristische Quadratmembran mit den stabilisierenden sternförmigen Ausformungen. Die Schwingspule ist für einen 20er mit 50 Millimetern Durchmesser zudem sehr stämmig ausgefallen. Verbaut ist übrigens ein D4-Modell mit parallelgeschalteter 2 x 4 Ohm-Doppelschwingspule, so dass sich fürs Gehäuse ein Wert von 2 Ohm an den Single-Terminals ergibt. Zur Abstimmung lässt sich vor allem eins sagen: tief! Die Passivmembran-Geschichte funktioniert ja wie ein Bassreflexgehäuse als Helmholtz- Resonator und dieser hier hat eine Abstimmfrequenz von 32 Hz – nicht schlecht für einen Achtzöller in 11 Litern. Der Preis für die Breitbandigkeit ist ein eher bescheidener, um nicht zu sagen miserabler Wirkungsgrad von 82 dB bei 1 W/1 m. Auch der Frequenzgang ist nicht sehr linear – beides ist zwangsläufige Folge des Tiefbass-ohne-Volumen- Konzepts. Pegeltechnisch gehört der 8"-L7 jedoch zu den potentesten 20ern am Markt, hier hilft ihm auch seine quadratische Membran, die ihm ungefähr ein Plus von 25 % Membranfläche gegenüber einem Rundwoofer beschert. 

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Preis: um 700 Euro

Kicker 43L7QB82

Referenzklasse

3.5 von 5 Sternen

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