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Kategorie: Car-Hifi Subwoofer Chassis
20.10.2015

Einzeltest: Mutant MTCON12

Bass satt!

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Elmar Michels
Elmar Michels

Mit Mutant schickt sich eine neue Marke an, den Car-Entertainment-Bereich zu erobern. Allen voran die Conquest-Serie, deren Zwölfzoll-Woofer wir zum Test eingeladen haben.

Mutant wird für die meisten Leser eine neue Marke sein, dabei sind die Engländer bereits seit vielen Jahren im Geschäft. Mutant gehört zu Armour Automotive, einem der größten Anbieter von Car-Entertainment-Komponenten in England. Neben Mutant (HiFi) gehören unter anderem die Marken Veba (Multimedia), Radiomobile (Steuergeräte) und Autoleads (Zubehör) zum Katalog der seit 1990 bestehenden Firma. Uns soll nun der 12“-Subwoofer aus der Conquest Serie interessieren, die bereits die Top-Range bei Mutant darstellt. Dass der Woofer dennoch mit 130 Euro sehr bezahlbar bleibt, spricht für eine angenehm bodenständige Modellpolitik der Engländer. Großartig gespart haben die Entwickler aber nicht bei unserem MTCON12, denn er ist mit seinem stabilen Druckgusskorb samt perfekter Belüftung keinesfalls billig ausgestattet. Auch die Membran ist hervorragend stabil: Auf einem Papierkonus sitzt eine Schüssel aus echtem Glasfasergewebe, was zusammen eine höchst stabile Angelegenheit ergibt. Die Zentrierspinne ist trotz der recht großzügigen Platzverhältnisse im Korb hochgelegt, um der Membran zusätzliche Bewegungsfreiheit zu ermöglichen. Der Grund für diese Maßnahme offenbart sich beim forschenden Blick auf die Schwingspule. Diese weist nicht nur mit 2,5“ einen sehr großzügigen Durchmesser auf, sondern steht geschätzte 20 mm über die Polplatte! Das bedeutet einen linearen Hub von 20 mm in jede Richtung und nebenbei eine Kühlfläche, die locker beim Dreifachen des Klassenstandards liegen dürfte. Technisch ein sehr ernst zu nehmender Kandidat also, was noch durch die agressive Schwingspulenkonfi guration von 2 x 2 Ohm unterstrichen wird, womit er mit 1 Ohm Nennimpedanz an entsprechend stabilen Endstufen richtig Leistung aufnehmen will und kann. Verarbeitungstechnisch haben wir nur ein Haar in der Suppe gefunden: Die Polkernbohrung ist nicht strömungsgünstig geformt und auch unsauber gebohrt – das sieht nicht hübsch aus, ist aber eher ein Schönheitsfehler als ein technisches Problem.

Labor

Die von uns ermittelten Daten deuten bereits an, wohin die Reise geht. Hohe Güte und niedrige Resonanz deuten vor allem auf eines hin: viel Bass! Dazu zeigen die sehr hohe bewegte Masse und der überaus kräftige Antrieb an, dass wir es nicht mit einem wieselflinken Karatekämpfer zu tun haben, sondern eher mit einem Schwergewichtsboxer. Dies bringt uns auch zur Gehäusewahl. Obwohl der MTCON12 hervorragend und mehr als ausreichend tief in geschlossenen Gehäusen von 25 – 40 l läuft, genehmigen wir ihm eine fette Bassreflexbehausung. Mit 57 l, schön tief abgestimmt, sind wir wieder beim Thema: viel Bass!
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Preis: um 130 Euro

Mutant MTCON12

Oberklasse


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