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Kategorie: Car-HiFi Endstufe 4-Kanal
20.10.2015

Einzeltest: Mosconi Gladen AS100.4

Design and function

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Christian Rechenbach
Christian Rechenbach

Audio System hatte lange Zeit neben ihrer Hausmarke noch etwas highendiges aus Italien im Vertrieb. Die einst erhältlichen Steg-Endstufen waren technologisch und klangliche richtige Knaller.

Leider gibt es diesen Hersteller mittlerweile nicht mehr, weshalb man sich in Walddorfhäslach auf die Suche machen musste, eine würdige Alternative, wenn möglich auch italienisch, zu finden. Und tataa: Haben sie gefunden. Sogar in Italien. Ich stelle jetzt mal nicht lauthals Vermutungen an, wo sie genau herkommen, das geschulte Auge sieht jedoch Ähnlichkeiten mit Endstufen aus dem schönen Mailand. Eigentlich ist das ja auch egal, ich will ja viel eher wissen, was sie können. Zunächst können sie erst mal eins: hübsch sein. Von Design verstehen die Bewohner der Apenninhalbinsel ja bekanntlich etwas. Die Behausung ist aus Druckguss, absolut einzigartig und weiß lackiert - und besteht aus einem Stück. In Zwischenräumen sind Kunststoffabdeckungen für Regler, Terminals und Lüfter, was optisch ein ansprechendes Bild erzeugt. Das ist zwar im direkten Vergleich zu den Steg-Verstärkern das maximal mögliche Kontrastprogramm, aber nicht gerade unspannend. Die darf man genau genommen nicht verstecken. Ich habe die Platine ganz genau betrachtet, die kann man aber nur sehen, wenn man alles auseinandernimmt. Das Ausbauen des eigentlichen Verstärkers (inklusive Kühlkörper) ging auch recht simpel vonstatten, man muss lediglich ein paar Schrauben lösen, Seitenwangen entfernen, die Platine rausflutschen lassen und darf anschließend auch sofort staunen. Was man da herausholt ist nämlich die hohe Schule der gewissenhaften und blitzsauberen Bestückung. Dem Netzteil glaubte ich zwar erst mal nicht, dass es für viermal 160 Watt (so viel soll sie an zwei Ohm können) gut ist, aber das sollte sich ja noch zeigen. Die Endtransistoren kamen mir ebenfalls etwas klein vor, das sind aber tatsächlich MOSFETs. Sieht man auch nicht alle Tage, dass ein Class- A/B-Verstärker auf diese Art Halbleiter baut. Klanglich ist das aber auf jeden Fall eine gute Wahl. In der Gesamtheit ist das ziemlich genau zu jeweils fünfzig Prozent aus Verstärker und Kühlkörper bestehende Schätzchen, das ich da in der Hand hielt, als wunderschön, technisch offensichtlich auf dem neuesten Stand und qualitativ exzellent zu bezeichnen.



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Labor



Im Labor musste ich erst mal meine Zweifel in Sachen Ausgangsleistung bestätigt sehen, wurde jedoch eines Besseren belehrt: Das Teil schiebt sogar noch mehr, als die Herstellerangaben versprechen! Die normale 4-Ohm-Messung war für mich erst bei 110 Watt zu Ende, an zwei Ohm gar erst bei 185 Watt! Wer zwei Kanäle brücken will, um einen Subwoofer anzuschließen, kann bis zu 360 Watt abrufen. Das tut‘s in den meisten Fällen. Auch alle weiteren Messungen verliefen durchweg positiv: Der Klirr liegt unterhalb der 0,03-Prozent-Grenze, Rauschen gibt es nicht und die Dämpfungsfaktoren verheißen viel Kontrolle im ganzen Frequenzbereich. Wenn die jetzt noch klingen ...



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