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Kategorie: Car-HiFi Endstufe 4-Kanal
20.10.2015

Einzeltest: Audio System M 80.4

Klassenprimus

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Elmar Michels
Elmar Michels

Die beiden M-Endstufen aus dem Hause Audio System sind so etwas wie die Allrounder auf dem Markt. Genug Leistung, wertige Machart und reelle Preise machen sie für viele Car-Audio-Fans zur ersten Wahl.

Grund genug, die überarbeitete M 80.4 unter die Lupe zu nehmen.Seit 2014 bringt Audio System in loser Folge neue Versionen der Endstufen heraus. Die sehen auf den ersten Blick genau aus wie die Vorgänger und unterscheiden sich durch die „+5-Typenbezeichnung“, also 5 Watt mehr im Namen. Grund dafür ist die Zusammenarbeit mit einem neuen Verstärkerspezialisten, der den Verstärkern eine neue Abstimmung verpasst. Dies geschieht meist durch Feinarbeit; hier mal ein anderer Bauteilewert, dort mal am Schräubchen gedreht. Das Platinenlayout bleibt in der Regel annähernd gleich. Wenn man schon dabei ist, wird jedoch die Ausstattung auf den neuesten Stand gebracht. Jetzt war die M 75.4 dran, die jetzt als M 80.4 vorliegt. Auch hier sind äußerlich keine Unterschiede zu erkennen. Wir haben nach wie vor ein wertiges und formschönes Gehäuse mit einem recht aufwendigen Stranggusskühlkörper, bei dem alle Leistungsbauteile auf einer Seite versammelt sind. Gegenüber finden sich alle Anschlüsse und Regler. Damit lässt sich eine saubere und optisch ansprechende Installation realisieren. Im Inneren muss man genau hingucken, um die neue zu identifizieren. Bei den vier schön säuberlich in SMD gebauten Verstärkerzügen hat sich am Layout nichts geändert. Mehr schon an der Spannungsversorgung. Der Netztrafo hat ein klein wenig mehr Draht bekommen, was für die marginale Mehrleistung bestimmt nicht zwingend notwendig gewesen wäre. Die wichtigste sichtbare Änderung betrifft die Netzteilsteuerung. Hier findet sich sowohl auf der Hauptplatine als auch auf der Tochterplatine ein Mehr an Schaltungsaufwand, unter anderem ein mysteriöses Trimmpoti. Die Ausstattung ist im Prinzip unverändert, also immer noch hervorragend. Einzige Änderung ist ein erweiterter Bereich zweier Aktivweichen. Diese sind sinnvollerweise „über Kreuz“ ausgelegt: Der Hochpass des ersten Kanalpaars geht jetzt bis 3,5 kHz und korrespondierend dazu genauso der Tiefpass des zweiten Kanalpaars. Damit ist die Endstufe bestens für den Vollaktivbetrieb gerüstet. Ansonsten hat die M 80.4 aus unserer Sicht zwei Ausstattungshighlights zu bieten. Erstens die abschaltbaren Filter, die den Signalweg kurz und sauber halten. Und zweitens das hauseigene FSA, das es auch ohne DSP ermöglicht, die Bühnenabbildung zu verbessern. Eine Signalerkennung war bereits beim Vorgänger an Bord. Messtechnisch unterscheidet sich die Neue durchaus von der 75.4. Und die 4 W mehr pro Kanal sind eigentlich das Wenigste. Interessanterweise sind die bereits sehr hohen Dämpfungsfaktoren weiter optimiert worden, auch der Rauschabstand ist besser. Dafür liegt der Klirr zumindest bei unserem Exemplar einen Tick höher, vor allem die Charakteristik ist anders. Bei niedriger Leistungsabgabe hat die Neue noch die Nase vorn, dafür steigt der Klirr zu höheren Leistungen schneller an. Das muss klanglich nichts Schlechtes bedeuten, Genaueres kann nur der Hörtest zeigen.

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Preis: um 225 Euro

Audio System M 80.4

Oberklasse

4.0 von 5 Sternen

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