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Kategorie: Car-HiFi-Lautsprecher 16cm
20.10.2015

Einzeltest: Hybrid Audio L6SE/L1proR2

Einfach anders

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Elmar Michels
Elmar Michels

Manch einer aus der Sound-Quality-Szene hat bereits von den amerikanischen Wunderlautsprechern der Marke Hybrid gehört, die in den Staaten bei deren Klangwettbewerben einen Erfolg nach dem anderen feiern. Dummerweise waren die Speaker hierzulande nicht erhältlich.

Doch das ändert sich gerade.Die Story von Hybrid Audio ist im Grunde die typische Entstehungsgeschichte einer High-End-Schmiede: Blutjunger Soundfreak, selbst in der Wettbewerbsszene aktiv, träumt von den perfekten Lautsprechern und gründet eine Firma. Genauso war’s im Jahr 2005 in Atlanta/Georgia mit Hybrid Audio. Allein die Tatsache, dass es die Company noch gibt, ist aller Ehren wert. Damit nicht genug, die Produktpalette besteht mittlerweile aus nicht weniger als sechs Serien Lautsprecher. Und es gibt nichts als Lautsprecher, man bleibt offensichtlich bei den Dingen, die man beherrscht. Konsequenterweise sind die Hybrid-Lautsprecherchassis vollkommen eigenständig, man findet nichts Ähnliches in den Regalen anderer Hersteller. Unsere Objekte der Begierde nennen sich Legatia SE, worunter Hybrid die Special Edition der Topserie versteht, also kurz gesagt, das beste Material im Angebot. Das schlägt sich leider auch auf die Preise nieder, wir reden hier sicherlich von Kleinststückzahlen und wir kommen noch auf die teilweise sehr speziellen Merkmale zu sprechen. Noch kurz die Fakten: Das Pärchen Tiefmitteltöner L6SE macht 750 Euro, die passenden Tweeter L1proR2 sind für 530 Euro zu haben. Kommen wir zur Technik, und da ist einiges wie angekündigt anders als bei anderen Herstellern. Der Druckgusskorb und die Papiermembran mögen noch als gewöhnlich durchgehen und auch invertierte Sicken hat man schon bei aufwendigeren Konstruktionen gesehen. Die Membran ist allerdings sehr dünn und dennoch recht stabil geraten, hier gibt es bei Hybrid (im Gegensatz zu den Topchassis anderer Marken, welche eher an Miniatursubwoofer erinnern) einen lupenreinen Tiefmitteltöner, der sich schon nach Dynamik und Wirkungsgrad anfühlt. Das Herzstück des L6SE ist der Antrieb. Hier gibt es, wie fast schon zu erwarten, nicht die dickste Spule im Angebot, sondern eine Zwischengröße von 35 statt der üblichen 38 mm, die nach Ansicht der Konstrukteure das Optimum aus Belastbarkeit und Gewicht darstellt. Die Spule besteht übrigens aus Aludraht und ist mit einem linearen Hub von 8,5 mm angegeben. Sehen tut man vom Antrieb nichts, denn eine fein gefertigte massive Alukappe dient als Motorschutz und Kühlkörper. Es handelt sich um ein Neodymsystem in Pushpull- Anordnung, also mit einer Magnetscheibe unterhalb und einer umgekehrten oberhalb der Schwingspule. Dazwischen ist offensichtlich noch Platz für eine Kupferkappe und einen Aluring zur Bekämpfung von Wirbelströmen – ein weiterer Hinweis darauf, dass man den Mitteltonfähigkeiten ganz viel Aufmerksamkeit schenkt. Demgegenüber gibt sich der Hochtöner L1proR2 fast schon unspektakulär. In einem recht dicken Gehäuse aus Alu mit Kunststoffkappe verbirgt sich ein Gewebehochtöner mit 25er-Spule. Natürlich musste es etwas Besonderes sein, deshalb entschied man sich für einen Ringstrahler (nachdem reichlich Wettbewerbserfahrungen mit dem regulären Legatia- Tweeter gesammelt waren). Diese Bauart steht in dem Ruf, ein ungünstigeres Rundstrahlverhalten zu haben, vermeidet jedoch die Unart jeder Weichkalotte, nämlich dass die Kuppelspitze ein munteres Eigenleben entwickelt. Wie beim Tieftöner bleiben die wesentlichen Kniffe im Verborgenen. Abgesehen von den unförmigen Federklemm-Terminals dürfte in dem Gehäuse das übliche Zusammenspiel von definiertem Koppelvolumen, Bed&
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Preis: um 1280 Euro

Hybrid Audio L6SE/L1proR2

Referenzklasse

4.0 von 5 Sternen

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