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Kategorie: Car-HiFi-Lautsprecher 16cm
20.10.2015

Einzeltest: Hybrid Audio L6SE Carbon/L1pro

Qual der Wahl

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Elmar Michels
Elmar Michels

Letztes Jahr feierten die Lautsprecher der amerikanischen Schmiede Hybrid Audio im Testbetrieb Premiere. Jetzt schiebt Hybrid eine Serie nach, die die Auswahl schwer macht.

Das Schöne an kleinen Firmen ist, dass sie ungeachtet aller Marktzwänge genau solche HiFi-Produkte entwickeln, die sie selbst gerne benutzen. Hybrid Audio ist so eine Company. Entstanden aus der amerikanischen Klangwettbewerbsszene, machen die Jungs eine Reihe höchst individueller Lautsprecherchassis für HiFi-Freaks, die ohne Rücksicht auf Verluste auf Klang getrimmt sind. Unsere letzte Testkombi aus der Legatia Special Edition steht mit 1.280 Euro in der Liste, jetzt addieren sich die Einzel preise fürs Zweiwegesystem zu 1.290 Euro. Mal ehrlich – welche Firma bietet in diesem Preisbereich Produkte an, die dem Klangliebhaber die Auswahl so schwer machen? Wo andere Marken Serien vom Einsteigerbereich bis in die Spitzenklasse anbieten, gibt es bei Hybrid eben ein Dutzend verschiedene High-End-Serien.Nun also die Carbon-Lautsprecher, die eine Unterabteilung der Legatia-SE-Serie bilden. Es gibt zwei Chassis, einen 10er-Mitteltöner und einen Tiefmitteltöner, der im Gegensatz zum zuletzt getesteten L6SE (ohne Carbon) mit einem regulären 16,5-cm-Korb ausgestattet ist. Beide Körbe bestehen selbstverständlich aus Druckguss und sind hervorragend gemacht. Dünne Doppelspeichen garantieren ungehinderten Luftdurchtritt, was auch für den Bereich unter den Zentrierungen gilt. Das Carbon fi ndet sich bei den Membranen der beiden Töner. Das sieht richtig edel aus und sorgt für sehr harte Membranen bei nur wenig Materialeinsatz. Auch die Dustcaps bestehen aus dem Nobelwerkstoff und tragen entscheidend zur Stabilität der Membranen bei. Der 6er ist wieder mit einer Schwingspule in „Sondergröße“ ausgerüstet, die 1,4 statt der üblichen 1,5 Zoll Durchmesser finden die Entwickler ein wichtiges Mittel, um Gewicht zu sparen, ohne Kompromisse bei der Belastbarkeit eingehen zu müsen. Dem Mitteltöner reicht eine normale 1"-Spule. Beim Antrieb kommt bei derart teuren Chassis natürlich Neodym zum Einsatz, das ganz nebenbei für eine leichte Einbaubarkeit der Chassis sorgt. Gerade ein kompkter Mitteltöner macht dem Einbauer die Arbeit in vielen Fahrzeugen einfacher.Die Carbon-Chassis lassen sich natürlich mit allen Hochtönern von Hybrid kombinieren, wobei es sinnvoll ist, auch bei den Tweetern nur die Besten zu nehmen. Weiterhin richtet sich die Auswahl danach, ob zwei oder drei Wege realisiert werden sollen. Wir haben den kompakten L1V2 mit 19-mm-Gewebemembran und den ausgewachsenen L1 pro mit 25-mm-Seidenkalotte getestet. Beide verfügen über Koppelvolumen und zeigen sich top verarbeitet, wobei das massive Gehäuse samt Überwurfmutter des L1 pro in dieser Hinsicht schon fast Overkill ist. Außerdem sind die Hochtöner auch in Schwarz erhältlich.
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Preis: um 1290 Euro

Hybrid Audio L6SE Carbon/L1pro

Spitzenklasse

4.0 von 5 Sternen

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